BMLUK-Bildungseinrichtungen sind Kompetenzzentren für eine nachhaltige Zukunft
Der Welttag der Bildung, der alljährlich am 24. Jänner begangen wird, steht unter dem Motto "Lernen für Menschen, Planeten, Wohlstand und Frieden“. Aus diesem Anlass hebt Landwirtschaft- und Umweltminister Norbert Totschnig die Bedeutung der Bildung für eine nachhaltige Zukunft hervor und verweist auf das vielfältige Bildungsangebot des BMLUK.
„Wir sind mit immer größeren Herausforderungen konfrontiert. Klimawandel, Versorgungssicherheit oder Digitalisierung sind nur einige Beispiele dafür. Möglichst viel Wissen ist das beste Mittel, um die vielfältigen und komplexen Aufgaben der Zukunft zu bewältigen. Daher ist für mich Bildung eine zentrale Aufgabe des Landwirtschafts- und Umweltministeriums. Unsere Bildungs- und Forschungseinrichtungen sind Kompetenzzentren für eine nachhaltige Zukunft“, betont Totschnig.
Mit der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, den höheren land- und forstwirtschaftlichen Schulen, den Forschungseinrichtungen und zahlreichen Bildungsinitiativen verfügt das BMLUK über ein vielfältiges Angebot für die Aus- und Weiterbildung in Bereichen, die die gesamte Gesellschaft betreffen. Im Fokus stehen zukunftsorientierte Themen wie Klima- und Umweltschutz, Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung, Ernährung, Versorgungssicherheit, der Umgang mit Naturgefahren und nachhaltige Produktion.
Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik
Mit seinen Studien- und Weiterbildungsangeboten ist die Hochschule für die Agrar- und Umweltpädagogik (HAUP) in Wien das Zentrum für die nachhaltige Bildung in Österreich. Das europaweit einzigartige Studium „Green Transformation – Umweltberatung und Bildung“ richtet sich an alle, die aktiv an der Gestaltung einer nachhaltigen Gesellschaft mitwirken wollen. Eine vor kurzem erfolgte Novelle des Lehrer-Dienstrechts bietet beste Berufschancen für die Absolventinnen und Absolventen. Sie können naturwissenschaftliche Fächer an allen mittleren und höheren Schulen unterrichten. Vermittelt werden auch Kompetenzen für Beratung und Projektmanagement im Umweltbereich.
Im Agrarpädagogik-Studium werden dringend benötigte Lehrkräfte und Beraterinnen und Berater für die Land- und Forstwirtschaft ausgebildet, die über einen starken Praxisbezug verfügen. Dazu kommen zahlreiche Fortbildungsangebote sowie Hochschullehrgänge zu pädagogischen und fachlichen Themen.
Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik - Wien, Ober Sankt Veit
Schulen und Forschungseinrichtungen
Die elf höheren land- und forstwirtschaftlichen Schulen des BMLUK bieten in ganz Österreich eine vielfältige, praxisorientierte und zukunftsfähige Ausbildung. Das Angebot reicht von den verschiedenen Bereichen der Land- und Forstwirtschaft über Ernährung und Biotechnologie bis zu den aktuellen Fachrichtungen Digitalisierung sowie Umwelt- und Ressourcenmanagement. Durch schulautonome Schwerpunkte können regionale Besonderheiten und neue Entwicklungen berücksichtigt werden, um Jugendliche noch gezielter auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Knapp 4000 Mädchen und Burschen besuchen derzeit eine Höhere Bundeslehranstalt für Land- und Forstwirtschaft (HBLA). Aufbaulehrgänge vorwiegend für Absolventinnen und Absolventen der rund 70 agrarischen Fachschulen in Österreich machen das land- und forstwirtschaftliche Bildungssystem durchlässig und erhöhen die Chancen für Jugendliche aus dem ländlichen Raum.
Fünf höhere Schulen und die HAUP sind mit Forschungseinrichtungen kombiniert. Durch diese einzigartige Verknüpfung von Lehre und Forschung können aktuelle Forschungsergebnisse direkt in den Unterricht einfließen. Die Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalten (HBLFA) sind Kompetenzzentren für eine innovative Landwirtschaft.
Wirtschaftsfaktor für ländliche Regionen
Laut einer Wifo-Studie spielen die Schulen und Forschungseinrichtungen des BMLUK eine wichtige Rolle in den Regionen, die über den Bildungsauftrag hinausgeht. Demnach brachten diese BMLUK-Dienststellen in den Jahren 2019 bis 2022 im Durchschnitt einen wirtschaftlichen Gesamteffekt von 210 Mio. Euro. Rund 3.000 Arbeitsplätze an den Standorten in den vorwiegend ländlichen Regionen sind direkt oder indirekt damit verbunden. Und die Ausbildung an den BMLUK-Schulen wirkt sich positiv auf den Betriebserfolg und auf die persönliche Karriere aus.
Die im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums durchgeführte Studie zur Rolle der Bildungs- und Forschungseinrichtungen des Ministeriums „als Qualifikations- und Wirtschaftsfaktor“ beleuchtet die wirtschaftlichen Effekte auf die Standorte sowie die konkreten Auswirkungen der Ausbildung auf Betriebserfolg und Karriere der Absolventinnen und Absolventen.
Landwissen
Über die Bildungs- und Forschungseinrichtungen hinaus organisiert, unterstützt und fördert das Ministerium Bildungsangebote in all seinen Zuständigkeitsbereichen, wie die Initiativen „Landwirtschaft und Du“, Genblue, Forum Umweltbildung oder klimaaktiv.
Die Bildungsplattform landwissen.at bietet gebündeltes Wissen rund um die Themen Landwirtschaft, Lebensmittel, Wald, Wasser und Klima. Über die Webseite, die sich vor allem an Pädagoginnen und Pädagogen wendet, können rund 1600 Bildungs- und Informationsmaterialien von fast 40 Anbietern abgerufen werden.