Faktencheck
FAQs , Faktencheck, Klima-Desinformation & News
Der Klimawandel betrifft viele Lebensbereiche – von unserer Umwelt über die Landwirtschaft bis hin zu Wasser, Energie und Regionen. Gleichzeitig kursieren zahlreiche Mythen, Halbwahrheiten und widersprüchliche Informationen, die Orientierung erschweren.
Diese Seite schafft Klarheit. Auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse werden häufig gestellte Fragen verständlich beantwortet und verbreitete Missverständnisse eingeordnet. Ergänzend finden Sie hier gleich im Anschluss einen FAQ-Bereich, der zentrale Begriffe rund um den Klimawandel – von Emissionen über Klimapolitik bis hin zu Lösungen – kurz und einfach erklärt. Ziel ist es, komplexe Zusammenhänge nachvollziehbar zu machen und Vertrauen in verlässliche Informationen zu stärken.
Die folgenden Faktenchecks greifen zentrale Themen auf und zeigen: Klimaschutz und nachhaltiges Handeln beruhen auf Wissen – und betreffen uns alle. Der Bereich Klima-Desinformation zeigt, mit welchen Taktiken und Erzählmustern irreführende Informationen verbreitet werden und wie sich diese erkennen lassen.
Im Bereich News und Presse finden Sie aktuelle Informationen, relevante Entwicklungen sowie wichtige Beiträge des Bundesministeriums rund um das Thema Klima übersichtlich aufbereitet.
Allgemeine Begriffe
Der Klimawandel beschreibt die langfristige Veränderung des Klimas auf der Erde, insbesondere die globale Erwärmung. Hauptursache ist der Mensch, vor allem durch den Ausstoß von Treibhausgasen wie CO₂ beim Verbrennen fossiler Energieträger. Die Folgen sind unter anderem steigende Temperaturen, häufigere Extremwetterereignisse wie Hitze, Dürre oder Starkregen sowie Veränderungen von Ökosystemen.
Wie wir uns als Gesellschaft an die neuen klimatischen Situationen einstellen können, finden Sie mit weiteren hilfreichen Tipps auf dieser Website: Folgen des Klimawandels - Das können wir tun! Tipps für die gute Anpassung
Treibhausgase sind Gase, die in die Atmosphäre freigesetzt werden und den Treibhauseffekt verstärken. Ihre erhöhte Konzentration in der Atmosphäre verändert die Strahlungsbilanz der Erde, indem von unserem Planeten abgestrahlt Wärmeenergie absorbiert wird. Dadurch entweicht weniger Wärmestrahlung ins Weltall, sondern wird zurück auf die Erde gelenkt, was zu einer zusätzlichen Erwärmung führt.
Zu den wichtigsten Treibhausgasen zählen Kohlendioxid (CO₂), Methan (CH₄) und Lachgas (N₂O). Sie entstehen überwiegend durch den Einsatz der fossilen Energieträger Kohle, Erdöl und Erdgas und verstärken den natürlichen Treibhauseffekt.
Beispiel: CO₂ entsteht zum Beispiel, wenn ein Auto Benzin verbrennt oder wenn in einem Kraftwerk Strom aus Kohle erzeugt wird. Methan wiederum wird vor allem in der Landwirtschaft freigesetzt, etwa durch die Verdauung von Rindern.
Treibhausgase können natürliche Quellen haben oder durch den Menschen verursacht sein. Der durch Messungen gut belegte Anstieg der Treibhausgaskonzentration der letzten Jahrzehnte ist aber auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen. Die größten Verursacher für diesen Anstieg sind die die Nutzung fossiler Energieträger (Erdölprodukte, Erdgas oder Kohle), aber auch das Abholzen von Regenwälder oder die Trockenlegung von Feuchtgebieten. Auch die Nutztierhaltung ist eine Quelle von Treibhausgasemissionen.
Der Treibhauseffekt ist ein natürlicher Prozess, bei dem Treibhausgase die Wärme der Sonne in der Atmosphäre speichern und so ein lebensfreundliches Klima ermöglichen. Durch menschliche Aktivitäten wird dieser Effekt jedoch verstärkt, sodass sich die Erde zusätzlich erwärmt.
Weiterführende Informationen, warum Klimaschutz wichtig ist, finden Sie hier: Warum Klimaschutz wichtig ist
Emissionen
Eine Treibhausgasbilanz, oft auch als Treibhausgas-Inventur bezeichnet, zeigt, wie viele Treibhausgase ein Land, ein Unternehmen oder eine Person innerhalb eines bestimmten Zeitraums verursacht. Sie erfasst Emissionen aus verschiedenen Bereichen wie Energie, Verkehr oder Industrie und ermöglicht dadurch Maßnahmen und Einsparungen zu entwickeln sowie der Wirkung zu überprüfen.
In Österreich ist die Treihausgas-Inventur des Umweltbundesamtes ein wichtiges Werkzeug für die jährliche Bestandsaufnahme aller Treibhausgasemissionen in Österreich. Die Treibhausgas-Inventur liefert die zentrale Datengrundlage für den Klimaschutz in Österreich. Informationen zur Treibhausgas-Inventur finden Sie hier: Treibhausgas-Emissionen sinken 2024 um drei Prozent
Kipppunkte sind kritische Schwellen, bei deren Überschreiten sich ein System plötzlich oder unumkehrbar verändert. Zu den Kipppunkten im Klimawandel gehören beispielsweise das Abschmelzen großer Eisschilde, das Auftauen von Permafrostböden oder das Absterben von Regenwäldern. Dadurch gehen einerseits natürliche Speicher für Kohlenstoff verloren und zusätzliche Treibhausgase werden freigesetzt. In weiterer Folge beschleunigt sich die Erderwärmung. Dadurch können auch noch weitere Kipppunkte überschritten – wie eine dominoartige Kettenreaktion. Deshalb ist es wichtig, die Erderwärmung möglichst zu begrenzen, um das Erreichen solcher Kipppunkte mit ihren irreversiblen Folgen zu vermeiden. Weitere Informationen finden Sie hier: Kippelemente – Großrisiken im Erdsystem
Da verschiedene Treibhausgase (neben CO2 etwa auch Methan oder Lachgas) in der Atmosphäre unterschiedlich stark wirken, werden sie in CO₂-Äquivalente (CO₂e) umgerechnet. Das macht ihre Wirkung auf den Klimawandel vergleichbar. Dafür wird Effekt des Treibhausgases über einen definierten Zeitraum in die entsprechende Menge an CO₂ umgerechnet. Methan hat etwa eine 28 mal größere Klimawirkung in 100 Jahren als CO₂, daher ist sein CO₂-Äquivalent 28.
Emissionen sind grundsätzlich die Freisetzung von Stoffen, Strahlung, Lärm oder Wärme. Im Kontext des Klimawandels sind mit Emissionen meist der Ausstoß von Treibhausgasen in die Atmosphäre gemeint. Sie entstehen beispielsweise beim Autofahren mit Verbrennern, Heizen, bei industriellen Prozessen oder in der Landwirtschaft. Die Reduktion von Treibhausgasemissionen ist Klimaschutz.
In Österreich zeigen sich erfreuliche Werte, der Rückgang des Ausstoßes von klimaschädlichen Treibhausgasen setzte sich in Österreich im Jahr 2024 laut aktueller Treibhausgas-Inventur fort. Mehr zu diesem Thema: Totschnig zu Treibhausgas-Emissionen: Maßnahmen wirken, Erfolgsweg mit erneuerbarer Energie weitergehen
Luftschadstoffemissionen sind Schadstoffe, die in die Luft freigesetzt werden und die Umwelt sowie die Gesundheit von Menschen belasten können. Sie entstehen zum Beispiel durch Verkehr, Industrie, Landwirtschaft, Energieerzeugung und Heizen.
Zu den wichtigsten Luftschadstoffen zählen Feinstaub, Stickoxide und Schwefeldioxid. Diese Stoffe können die Atemwege reizen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen und auch Pflanzen sowie Ökosysteme schädigen. Im Unterschied zu Treibhausgasen wirken Luftschadstoffe meist direkt auf die Luftqualität und Gesundheit, während Treibhausgase vor allem das Klima langfristig beeinflussen.
Die aktuelle Luftschadstoffinventur zeigt, dass in Österreich die Luftschadstoffemissionen weiter deutlich gesunken sind. Weiterführende Informationen finden Sie hier: Luftschadstoffemissionen weiter deutlich gesunken – Österreich erfüllt alle EU-Vorgaben
Klimapolitik & Instrumente
Der Emissionshandel ist ein zentrales marktwirtschaftliches Klimaschutz-Instrument mit einer einfachen Idee: Wer klimaschädliche Treibhausgase ausstößt, braucht dafür ein Emissionszertifikat. Unternehmen können diese entweder zukaufen oder – sofern sie von Abwanderung betroffen sind – erhalten Gratiszertifikate. Wer mehr Treibhausgase ausstößt, muss zusätzliche Zertifikate erwerben. Wer weniger ausstößt, kann Überschüsse lukrieren, die entweder für die Zukunft aufgehoben oder auch verkauft werden können. Dadurch entsteht ein finanzieller Anreiz, Emissionen dort zu reduzieren, wo es besonders kostengünstig möglich ist.
Ein Beispiel:
Ein Stahlwerk stößt in einem Jahr 100.000 Tonnen CO₂ aus. Dafür braucht es 100.000 Zertifikate. Wenn das Stahlwerk durch neue Technik nur noch 80.000 Tonnen ausstößt, braucht es weniger Zertifikate. Es spart Kosten oder kann überschüssige Zertifikate verkaufen. Wenn es aber weiterhin viel CO₂ ausstößt, muss es mehr Zertifikate kaufen — das wird teuer.
So entsteht ein wirtschaftlicher Anreiz, Emissionen zu senken.
Im bestehenden EU-Emissionshandel, oft EU-ETS 1 genannt, sind vor allem große Emittenten erfasst:
- Energiewirtschaft, zum Beispiel Kraftwerke
- energieintensive Industrie, zum Beispiel zur Erzeugung von Eisen und Stahl, von Zement, von Papier und Zellstoff oder Raffinerien
- Luftverkehr, vor allem Flüge innerhalb Europas
- Seeverkehr, seit 2024 schrittweise einbezogen
In Österreich betrifft das vor allem große Industrie- und Energieanlagen. Laut Umweltbundesamt lagen die gemeldeten Emissionen der Anlagen im EU-Emissionshandel im Jahr 2024 bei 23,9 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalent und damit rund 35 Prozent der Gesamtemissionen.
Bei der CO2-Bepreisung wird der Ausstoß von Treibhausgasen mit einem Preis versehen, beziehungsweise ergibt sich dieser Preis im Handel durch Angebot und Nachfrage. Dadurch werden klimaschädliche Aktivitäten teurer und klimafreundliche Alternativen wirtschaftlich attraktiver. Eine CO2-Bepreisung kann über Steuern (fixer Preis) oder handelbare Zertifikate (variabler Preis) umgesetzt werden.
Derzeit sind nicht alle Sektoren sind vom EU-Emissionshandel erfasst. Ausgenommen sind vor allem fossile Brennstoffemissionen der Sektoren Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft und kleinere Industriebetriebe, da dort viele kleine Emissionsquellen bestehen. Diese Bereiche sind aber seit 2022 von der nationalen CO2-Bepreisung erfasst und werden ab 2028 vom EU ETS 2 umfasst. Zusätzlich sind diese Sektoren durch weitere nationale Maßnahmen wie Förderungen oder gesetzliche Vorgaben gesteuert. Andere Emissionen, wie etwa Methan- und Lachgas-Emissionen aus der Landwirtschaft oder Emissionen aus Wald und landwirtschaftlichen Böden bleiben auch weiterhin nicht vom EU-Emissionshandel erfasst.
Carbon Capture bezeichnet Technologien, mit denen CO₂ direkt an der Quelle – etwa in Industrieanlagen – abgeschieden wird, bevor es in die Atmosphäre gelangt. Das CO₂ kann anschließend gespeichert (Carbon Storage) oder weiterverwendet werden. Diese Technologien spielen besonders bei schwer vermeidbaren Emissionen eine Rolle. Werden biogene Emissionen z.B. in der Papier- und Zellstoffindustrie oder im Zuge der Müllverbrennung abgeschieden und gespeichert, werden Negativemissionen erzielt. Diese sind entscheidend für die Kompensation unvermeidbarer Emissionen.
Weiterführende Informationen zur Rolle von Carbon Capture und Storage (CCS) in Österreich sowie zur Bedeutung für Industrie und Arbeitsplätze finden Sie hier: Totschnig & Zehetner: Aufbau einer Carbon Capture and Storage Infrastruktur ist wichtiger Baustein, um Industrie und Arbeitsplätze in Österreich zu halten
CBAM steht für Carbon Border Adjustment Mechanism, auf Deutsch meist CO₂-Grenzausgleichssystem.
Es ist ein EU-Instrument, das verhindern soll, dass Unternehmen ihre Produktion in Länder mit schwächeren Klimavorgaben verlagern oder dass CO₂-intensive Importe EU-Produkte verdrängen. Dieses Risiko nennt man Carbon Leakage. CBAM ergänzt das EU-Emissionshandelssystem und soll für bestimmte Importe einen ähnlichen CO₂-Preis herstellen wie für Waren, die innerhalb der EU produziert werden.
Die LULUCF-Verordnung (Land Use, Land Use Change and Forestry) ist eine EU-Regelung, die Emissionen und Kohlenstoffspeicherungen aus Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft erfasst. Dazu zählen zum Beispiel Wälder, landwirtschaftliche Flächen oder Böden. Zudem ist auch Kohlenstoff gespeichert in Holzprodukten von der LULUCF-VO umfasst.
Auch für den LULUCF-Sektor wurden nationale Klimaziele für den Zeitraum 2021 bis 2025 bzw. 2026 bis 2030 festgelegt, mit dem Ziel die Netto-Senke in Europa bis 2030 auf 310 Mt CO₂ p.a zu steigern. Wälder und Böden spielen dabei eine wichtige Rolle als sogenannte Senken, da sie Kohlenstoff speichern können.
Die Verordnung verpflichtet also die Mitgliedstaaten, ihre Emissionen in diesem Sektor zu begrenzen und die Kohlenstoffspeicherungen – etwa durch Aufforstungen oder klimafreundliche und nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern – zu stärken.
Die Europäische Lastenteilung (ESR) ist ein EU-Instrument, das verbindliche Klimaschutzziele für jeden Mitgliedstaat in Bereichen wie Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft und Abfall festlegt. Dabei erhält jedes Land ein individuelles Ziel zur Verringerung seiner Treibhausgasemissionen, das sich unter anderem an seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit orientiert. So stellt die ESR sicher, dass alle EU-Mitgliedstaaten ihren Beitrag zur Erreichung der gemeinsamen Klimaziele leisten.
Handlungsansätze
Klimaschutz umfasst alle Maßnahmen, die den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren oder verhindern und darauf abzielen, die Erderwärmung zu begrenzen.
Klimawandelanpassung bedeutet, sich auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten und Schäden zu minimieren, z. B. durch Hitzeschutz oder Hochwasserschutz.
Klimaneutralität wird auch oft als THG-Neutralität oder „Netto-Null-Emissionen“ bezeichnet. Es bedeutet nicht, dass keine Treibhausgase mehr emittiert werden. Jedoch sollen nur so viel Treibhausgasemissionen in die Atmosphäre gelangen, wie weltweit wieder durch Kohlenstoffbindung ausgeglichen werden können. Natürliche Kohlenstoffsenken, also ein System, das mehr Kohlenstoff aufnimmt als abgibt, sind in etwa Böden, Wälder und Ozeane.
Klima-Desinformation
Was ist Klima-Desinformation? Welche Taktiken nutzt Klima-Desinformation?
Wir geben einen Überblick über Leugnung, Astroturfing, Cherry-Picking und zeigen gängige Erzählmuster der Desinformation.
Klima-Desinformation beschränkt sich nicht auf die Behauptung, der menschgemachte Klimawandel existiere nicht. Sie kann auch Zweifel an der Klimawissenschaft wecken, Klimaschutzmaßnahmen angreifen oder den Eindruck erwecken, der Klimawandel sei nicht menschengemacht. Es gibt gezielte Taktiken und Erzählmuster, mit denen solche Inhalte vermittelt werden.
Klima-Desinformation bezeichnet die absichtliche Verbreitung falscher oder irreführender Informationen über den Klimawandel und Klimaschutzmaßnahmen. Dazu zählen etwa Behauptungen, der Klimawandel finde nicht statt oder werde nicht durch den Menschen verursacht. Diese Aussagen stehen Erkenntnissen von mehr als 99 Prozent der Klimawissenschaftler:innen entgegen.
Klimafakten zu vermitteln ist wichtig. Sie erklären, was wissenschaftlich belegt ist. Infos zu Klima-Desinformation ergänzen dieses Wissen: Sie hilft, typische Behauptungen und Erzählmuster einzuordnen, mit denen Klimawandel und Klimaschutzmaßnahmen infrage gestellt werden. Beides gehört zusammen: Wer Fakten kennt und Desinformation einordnen kann, hat eine bessere Grundlage, Aussagen zum Klimawandel sachlich zu beurteilen.
Die Motive und Interessen hinter der Verbreitung von Desinformation sind vielschichtig. Die Akteur:innen kommen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und verfolgen jeweils eigene Ziele wie zum Beispiel wirtschaftliche Interessen zu schützen, politischen Einfluss zu gewinnen, mit Aufmerksamkeit Geld zu verdienen oder gezielt Misstrauen und gesellschaftliche Spaltung zu fördern. Diese Beweggründe überschneiden sich oft und machen daher den Umgang und die Maßnahmensetzung mit Desinformation komplexer.
Es gibt verschiedene Strategien, die in der Klima-Desinformation gezielt eingesetzt werden. Zum Beispiel wird Klimapolitik mit Fragen von Freiheit, Wirtschaft und Verantwortung verknüpft. Klimamaßnahmen erscheinen dabei als undemokratisch, fremd oder aufgezwungen. Motive werden infrage gestellt und versteckte Agenden, eigennützige Interessen oder Verschwörungen angedeutet. Wiederum andere Erzähl-Taktiken stellen Klimapolitik als Angriff auf nationale Souveränität, persönliche Freiheiten oder lokale Kultur dar. Dabei werden oft reale Sorge aufgegriffen. Auch wirtschaftliche Risiken und die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für Maßnahmen kommen vor. Erneuerbare Energien und Klimapolitik werden besonders in wirtschaftlich angespannten Zeiten oder geopolitischen Krisen als Risiko für Energiesicherheit und wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit dargestellt. Eine weitere Argumentation lautet, man solle lieber auf bessere Technologien warten, statt jetzt zu handeln. Auch kurzfristiges Wetter wird mitunter gegen langfristige Entwicklungen angeführt, wenn einzelne Kältewellen oder historische Temperaturwerte dazu dienen, langfristige Klimatrends zu leugnen.
- „alte“ Leugnung: Behauptungen, dass der Klimawandel nicht stattfindet oder von Menschen verursacht ist.
- „neue“ Leugnung: Klimadesinformation, die Menschen an der Wissenschaft des Klimawandels zweifeln lässt, die Klimaschutzmaßnahmen angreift oder sogar suggeriert, dass der Klimawandel gut ist.
- Astroturfing: Gezieltes Vortäuschen einer breiten oder von einer breiten Basis getragenen „Grassroots“-Bewegung oder spontanen Verbraucher:innen-Meinungen. Es sind aber gesteuerte Strategien von unterschiedlichen Akteuren.
- Cherrypicking: Sorgfältige Auswahl von Informationen, die eine bestimmte Idee zu bestätigen scheinen, während Informationen, die ihr widersprechen, bewusst ignoriert werden.
- Greenwashing: Produkte, Unternehmen, etc. umwelt- und klimafreundlicher erscheinen lassen als sie es sind. Oder so darstellen, als sei es weniger umweltschädlich, als es tatsächlich ist.
News und Presse
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18.09.2026Totschnig/Herr/Bernhard: Klimagesetz auf Schiene – Klimaschutz Hand in Hand mit Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätzen
Neues Klimagesetz schafft stabilen, langfristigen Rahmen für Klimaschutz, Klimawandelanpassung und Kreislaufwirtschaft -
Die Eckpunkte des neuen Klimagesetzes
Die Bundesregierung hat sich auf ein neues Klimagesetz geeinigt. Der Entwurf schafft einen langfristigen und verlässlichen Rahmen für die österreichische Klima- und Umweltpolitik und wurde am 18. September 2026 in Begutachtung geschickt. Das Klimagesetz ist als Rahmen- und Governancegesetz konzipiert und soll die Strukturen und Instrumente für eine koordinierte Klima- und Umweltpolitik festlegen. -
Carbon Management
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Treibhausgas-Inventur 2024: Emissionen in Österreich um drei Prozent gesunken
Der Ausstoß von Treibhausgasen (THG) ist in Österreich auch im Jahr 2024 weiter zurückgegangen. Laut der aktuellen Treibhausgas-Inventur des Umweltbundesamts sind die Emissionen im Vergleich zu 2023 um rund drei Prozent gesunken. Das entspricht einer Reduktion von etwa zwei Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent. -
12.04.2026
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Aktuelle Luftschadstoffinventur zeigt erfreuliche Daten -
09.04.2026
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Bericht im Auftrag des Umweltministeriums zeigt Notwendigkeit und volkswirtschaftliche Auswirkungen von CCS -
Defossilisierung der chemischen Industrie
Der Klimawandel stellt die chemische Industrie vor große Herausforderungen, da ihre Produktion überwiegend auf fossilen Rohstoffen wie Erdöl oder Erdgas basiert. Diese fossilen Rohstoffe dienen vor allem als Energie- und Kohlenstoffquelle für die Herstellung von Chemikalien und Kunststoffen. -
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