Berichte
Die wichtigsten nationalen Berichte, Pläne und Strategien zum Klimaschutz und Klimawandel
In Österreich bilden mehrere Berichte, Strategien und Planungsinstrumente die Grundlage für die nationale Klima- und Umweltpolitik. Sie dienen dazu, wissenschaftliche Erkenntnisse zusammenzuführen, politische Ziele festzulegen und konkrete Maßnahmen für Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel zu planen:
Zentrale Berichte
- Inventurbericht zur Treibhausgas-Bilanz
- Klimaschutzbericht des Umweltbundesamtes
- Klimasachstandsbericht des CCCA
- Fortschrittsbericht zur Klimawandelanpassung
- Umweltkontrollbericht
Zentrale Pläne und Strategien
Inventurberichte zur Treibhausgasbilanz
Wie entwickeln sich die Treibhausgas-Emissionen?
2024 wurden in Österreich 66,6 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalent emittiert. Das entspricht einer Reduktion um 16,4 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 und einer Abnahme um 3,0 Prozent im Vergleich zu 2023. (Zur Berechnung der Treibhausgas-Emissionen werden die Werte in CO2-Äquivalent umgerechnet.)
Das Jahr 2024 war durch eine sinkende Wirtschaftsleistung, anhaltende geopolitische Unsicherheiten und tiefgreifende Veränderungen im Energie- und Klimabereich geprägt. Die Auswirkungen des Ukrainekriegs beeinflussten weiterhin Energiepreise und -versorgung. Die größten Verursacher der THG-Emissionen sind die Sektoren Energie und Industrie, Verkehr, Landwirtschaft und Gebäude.
Die Gesamtemissionen im Jahr 2024
- Energie und Industrie 29 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent
- Verkehr 19,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent
- Landwirtschaft 8,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent
- Gebäudesektor 5,8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent
- Abfallwirtschaft 2,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent
- Fluorierte Gase 1,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent
Das Umweltbundesamt erstellt jährlich die Treibhausgasbilanz, oft auch als Treibhausgasinventur bezeichnet, nach dem international gültigen Standard des Weltklimarats (IPCC). Es werden die Emissionen für über 1000 unterschiedlichen Quellen und Senken – vom Kohlenstoffdioxid im Straßenverkehr über Methan in der Landwirtschaft bis hin zum Lachgas aus der Sahnekapsel, nach genau festgelegten Regeln errechnet.
Österreich meldet diese Zahlen an die Europäische Kommission und an das Sekretariat der United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) und kommt damit seinen Berichtspflichten nach. Aufgrund der genauen Vorgaben und einer sehr strengen externen Prüfungen der Berechnungsmethoden und der verwendeten Input-Daten auf europäischer sowie globaler Ebene ist ein Vergleich zwischen Ländern möglich.
Auf der Seite des Umweltbundesamts finden sich umfangreiche Daten und Berichte zur Treibhausgasbilanz, zur Emissionsinventur von Luftschadstoffen, zu Szenarien und zu vielen weiteren Themen.
Weiterlesen: Treibhausgase | Klima | Umweltbundesamt | Österreich
Die vom Umweltbundesamt für Österreich erstellte Treibhausgasbilanz weist für das Jahr 2024 Emissionen von 66,6 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent aus. Dies entspricht einem Rückgang von 16,4 Prozent seit 1990 bzw. 3,0 Prozent gegenüber dem Jahr 2023. Die Hauptverursacher sind die Sektoren Energie und Industrie, Verkehr, Landwirtschaft und Gebäude.
Klimaschutzbericht des Umweltbundesamtes
Der Klimaschutzbericht bietet einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Österreich und bewertet die Fortschritte bei der Umsetzung der nationalen Klimapolitik. Er dient als zentrale Grundlage, um Maßnahmen im Klimaschutz zu analysieren, politische Entscheidungen zu unterstützen und transparent darzustellen, wie sich Österreich beim Erreichen seiner Klimaziele entwickelt.
Der Bericht erscheint jährlich und richtet sich an Politik, Verwaltung, Wissenschaft sowie die interessierte Öffentlichkeit.
Welche Inhalte umfasst der Bericht?
Der Klimaschutzbericht analysiert die Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Österreich und betrachtet dabei unterschiedliche Wirtschafts- und Lebensbereiche. Dazu gehören Energie und Stromerzeugung, Verkehr und Mobilität, Landwirtschaft, Industrie und Produktion, Gebäude und Raumwärme, Abfallwirtschaft. Neben den Emissionen werden auch politische Maßnahmen und Programme im Klimaschutz untersucht und bewertet.
Entwicklung der Treibhausgas-Emission am Beispiel Sektor Landwirtschaft
Im Sektor Landwirtschaft lagen die Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2024 bei rund 8,4 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent. Der insgesamt seit 1990 deutlich abnehmende Emissionstrend ist für den Zeitraum 2005–2023 nur mehr in geringem Maße festzustellen.
Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Bestandteil der österreichischen Treibhausgasbilanz und wird im Klimaschutzbericht gesondert analysiert. Die Emissionen entstehen in diesem Sektor vor allem durch Methan aus der Tierhaltung sowie durch Lachgasemissionen aus landwirtschaftlich genutzten Böden und Düngemitteln. Diese Treibhausgase entstehen hauptsächlich bei Verdauungsprozessen von Wiederkäuern, bei der Lagerung und Ausbringung von Wirtschaftsdüngern sowie durch biologische Prozesse im Boden.
Direkt zum Klimaschutzbericht des Umweltbundesamtes
Der Klimaschutzbericht bietet einen jährlichen, wissenschaftlich fundierten Überblick über die Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Österreich und bewertet die Fortschritte der Klimapolitik als Grundlage für politische Entscheidungen.
Klimasachstandsbericht des CCCA (Climate Change Centre Austria)
Im Juni 2025 wurde der 2. österreichische Klimasachstandsbericht veröffentlicht, an dem mehr als 200 Forscherinnen und Forscher aus über 50 Institutionen über drei Jahre gearbeitet haben (finanziert durch den Klima- und Energiefonds mit Mitteln des Umweltministeriums). Er analysiert zum einen die Klimawandelfolgen und gibt zum anderen auch Handlungsoptionen.
Ausgangslage und Dringlichkeit
Seit 1900 hat sich Österreich bereits um rund 3,1 °C erwärmt – deutlich stärker als der globale Schnitt. Außerdem hat die Häufigkeit und Intensität von Extremereignissen wie Hitze, Dürre oder Starkregen in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen und wird sich mit fortschreitendem Klimawandel weiter verstärken. Die steigenden Schäden durch Extremereignisse und zunehmende Risiken für Infrastruktur, Gesellschaft und Ökosysteme erfordern abgestimmtes und rasches Handeln in allen Sektoren.
Hemmnisse und strukturelle Herausforderungen
Die Umsetzung wirksamer Maßnahmen wird jedoch durch komplexe Zuständigkeiten und Abstimmungsprozesse erschwert. Um die Klimaziele für 2030 und 2040 zu erreichen, sind rasche zusätzliche Maßnahmen, angepasste rechtliche Rahmenbedingungen sowie jährliche Investitionen von 6,4 bis 11,2 Milliarden Euro notwendig. Besonders betroffen sind einkommensschwache Haushalte, die trotz geringerer Emissionen stärker unter den Folgen des Klimawandels leiden.
Handlungsoptionen und Chancen
Vorsorgender Klimaschutz und Anpassungsmaßnahmen sind auf lange Sicht deutlich kostengünstiger als die Bewältigung der Schäden, die durch die Auswirkungen des Klimawandels verursacht werden.
Bedarfsseitige Maßnahmen zur Reduktion des Energie- und Ressourcenverbrauchs bringen viele Vorteile und Synergien mit anderen gesellschaftlichen Zielen wie den SDGs mit sich.
Die Elektrifizierung von Industrie, Mobilität und Wärmebereitstellung bei gleichzeitigem Ausbau der Netze und einer Verdreifachung der Stromerzeugung aus Windenergie und Photovoltaik in den nächsten Jahren sind essenziell zur Erreichung von Netto-Null-Emissionen.
Um den Anteil der fossilen Energieträger am Bruttoinlandsverbrauch zu reduzieren, werden in Industrie, Schwerlastverkehr und Luftfahrt zusätzlich klimaneutrale Energieträger wie nachhaltige Biomasse, Biomethan, grüner Wasserstoff und E-Fuels benötigt.
Maßnahmen zur Reduktion der Emissionen und zur Anpassung an den Klimawandel verstärken nicht nur die Resilienz, sondern können auch die Abhängigkeit von Energieimporten bis 2040 halbieren und die Lebensqualität in Österreich erhöhen
Zum Artikel über den Klimasachstandsbericht auf der Website des BMLUK
Direkt zum Klimasachstandsbericht.
Der Klimasachstandsbericht stellt fest, dass sich Österreich stärker erwärmt als der globale Durchschnitt. Seit Beginn der Messungen ist die Durchschnittstemperatur in Österreich bereits um rund 3,1°C gestiegen, während der globale Anstieg etwa halb so hoch ist. Besonders deutlich ist die Erwärmung in alpinen Regionen. Außerdem sind extreme Wetterereignisse häufiger und intensiver aufgetreten und der Klimawandel führt zu deutlichen Veränderungen in natürlichen Lebensräumen.
Fortschrittsbericht zur Klimawandelanpassung
Der Fortschrittsbericht zur Anpassung an den Klimawandel in Österreich gibt einen Überblick über den Stand der Umsetzung der österreichischen Anpassungsstrategie. Er bewertet den Fortschritt der gesetzten Maßnahmen, zeigt bestehende und zukünftige Herausforderungen auf und identifiziert Umsetzungslücken. Zudem werden Good-Practice-Beispiele vorgestellt und Hinweise zur Vermeidung von Fehlanpassungen gegeben. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für die Weiterentwicklung und Priorisierung von Anpassungsmaßnahmen sowie für einen effizienten Einsatz von Ressourcen. Der Bericht wird im Rahmen der österreichischen Anpassungsstrategie regelmäßig im Fünfjahresrhythmus erstellt.
Um eine vorausschauende, gute Anpassung an Klimawandels Anpassung an die Folgen des Klimawandels sicherzustellen und die Wirksamkeit der gesetzten Maßnahmen einschätzen zu können, ist eine regelmäßige Überprüfung des Fortschritts erforderlich.
Warum braucht man einen Fortschrittsbericht ?
Anpassung an den Klimawandel ist als kontinuierlicher Prozess zu verstehen, der eine regelmäßige Überprüfung und Weiterentwicklung der gesetzten Maßnahmen erfordert. Die systematische Erfassung des Umsetzungsstands in den einzelnen Aktivitätsfeldern stellt eine wichtige Grundlage dar, um Fortschritte sichtbar zu machen, bestehende Herausforderungen einzuordnen und weiteren Handlungsbedarf abzuleiten. Die regelmäßige Erstellung von Fortschrittsberichten ist daher ein zentrales Element der österreichischen Anpassungsstrategie.
Der erste Fortschrittsbericht zum Status-quo der Anpassung in Österreich wurde 2015 erstellt , der zweite Fortschrittsbericht 2021 und aktuell laufen die Arbeiten zum dritten Fortschrittsbericht. In den vergangenen Jahren haben klimabedingte Extremereignisse sowie neue wissenschaftliche Erkenntnisse die Relevanz von Anpassungsmaßnahmen weiter verdeutlicht. Gleichzeitig zeigt sich eine zunehmende Verankerung des Themas in unterschiedlichen Politikbereichen sowie ein wachsender Erfahrungsschatz in der Umsetzung.
Direkt zum: Zweiter Fortschrittsbericht
Der Fortschrittsbericht zur Anpassung an den Klimawandel in Österreich bewertet regelmäßig den Stand der Umsetzung der österreichischen Klimawandel-Anpassungsstrategie. Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Anpassungsmaßnahmen bereits umgesetzt wurden, wo weiterer Handlungsbedarf besteht und wie die Anpassung an die Folgen des Klimawandels verbessert werden kann.
Umweltkontrollbericht
Der Umweltkontrollbericht wird regelmäßig vom Umweltbundesamt im Auftrag des Umweltministeriums erstellt. Er dient dazu, den Zustand der Umwelt in Österreich zu analysieren und zu bewerten sowie Entwicklungen in wichtigen Umweltbereichen aufzuzeigen.
Der Bericht untersucht, wie sich Umweltbelastungen entwickeln, welche Maßnahmen wirken und wo zusätzlicher Handlungsbedarf besteht. Damit stellt er eine wichtige Grundlage für politische Entscheidungen im Bereich Klima-, Umwelt- und Naturschutz dar.
Ein zentraler Schwerpunkt des Berichts ist der Klimawandel. Analysiert werden die Entwicklung der Treibhausgasemissionen, ihre wichtigsten Verursacher sowie die Fortschritte bei der Emissionsreduktion. Der Bericht untersucht außerdem die Auswirkungen steigender Temperaturen und zunehmender Extremwetterereignisse auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft.
Für den Umweltkontrollbericht werden Daten und Informationen über den Zustand und die Belastungen der Umwelt zusammengefasst und ausgewertet. Der Schwerpunkt der Analyse liegt auf den Entwicklungen der jeweils letzten drei Jahre.
Die Ergebnisse werden gemeinsam mit bereits umgesetzten Maßnahmen bewertet, daraus werden Handlungsoptionen für die Verbesserung der Umweltsituation in Österreich abgeleitet. Damit liegt eine aktuelle und fundierte Entscheidungsgrundlage vor. Der Umweltkontrollbericht richtet sich an Entscheidungsträgerinnen und -träger sowie Interessenvertreterinnen und -vertreter der nationalen Umweltpolitik.
Direkt zum Umweltkontrollbericht
Die Ergebnisse des Umweltkontrollberichts werden gemeinsam mit bereits umgesetzten Maßnahmen bewertet. Daraus werden Handlungsoptionen abgeleitet, um die Umweltsituation in Österreich zu verbessern. Somit liegt eine aktuelle und fundierte Entscheidungsgrundlage vor.
Nationaler Energie- und Klimaplan (NEKP)
Der Nationale Energie- und Klimaplan (NEKP) ist das zentrale strategische Planungsinstrument Österreichs für die Klima- und Energiepolitik. Er beschreibt, wie Österreich seine nationalen sowie europäischen Ziele im Bereich Klimaschutz, Energieversorgung inkl. Versorgungssicherheit und Innovation erreichen will. Der Plan wird im Rahmen der Governance-Regulierung zur europäischen Energieunion erstellt und regelmäßig aktualisiert, um neue Entwicklungen und politische Maßnahmen zu berücksichtigen.
Der NEKP beschreibt, welche Maßnahmen und politischen Strategien Österreich verfolgt, um Treibhausgasemissionen zu reduzieren, erneuerbare Energien auszubauen, Energieverbrauch effizienter zu gestalten und Versorgungssicherheit zu garantieren. Dabei werden alle Wirtschaftsbereiche betrachtet, darunter Energieversorgung, Gebäude, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft.
Ein zentrales Ziel des NEKP ist es aufzuzeigen, wie Österreich den Ausstoß von Treibhausgasen senken wird und gleichzeitig den Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch erhöht. Dazu enthält der Plan umfangreiche Zusammenstellung von in Umsetzung befindlichen und zusätzlich geplanten Maßnahmen.
Mit rund 300 Maßnahmen sollen Ziele erreicht werden
Im Energiesektor liegt ein Fokus auf dem massiven Ausbau erneuerbarer Energien gepaart mit einer forcierten Elektrifizierung von Anwendungen aus unterschiedlichen Bereichen. Die Stromerzeugung aus Photovoltaik und Windkraft soll deutlich gesteigert werden, wobei auch Energiegemeinschaften und dezentrale Erzeugungsmodelle gezielt gefördert werden. Gleichzeitig wird die Industrie bei der Umstellung auf klimafreundliche Produktionsprozesse unterstützt – etwa durch Investitionen in grüne Technologien.
Im Verkehrsbereich soll der Umweltverbund (also öffentlicher Verkehr, Radfahren und zu Fuß gehen) deutlich attraktiviert werden. Bei den Fahrzeugen verfolgt Österreich eine umfassende Elektrifizierungsstrategie. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Förderung von E-Mobilität stehen dabei im Mittelpunkt.
Auch im Gebäudesektor sind tiefgreifende Veränderungen geplant. Alle Gebäude sollen schrittweise auf eine klimafreundliche Wärmeerzeugung (also Wärmepumpen, Biomasse oder Fernwärme) umgestellt werden. Die Sanierungsoffensive des Bundes bietet dazu finanzielle Unterstützung. Neubauten müssen ohnehin strenge energetische Mindeststandards erfüllen; fossile Heizungssystem (Öl, Gas, Kohle) sind hier seit 2023 verboten.
Im Sektor Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF) tragen Maßnahmen wie der gezielte Humusaufbau, die Wiedervernässung von Mooren und der Schutz von Wäldern dazu bei, natürliche Kohlenstoffsenken zu erhalten und auszubauen.
Ein zentrales Element des Plans ist die Ökologisierung des Steuer- und Fördersystems. Klimaschädliche Subventionen sollen schrittweise abgebaut bzw. ökologisiert werden. Die Einnahmen aus dem Emissionshandel werden für nationale Klimaschutzprojekte sowie für soziale Abfederungen verwendet und fließen direkt in die Umsetzung der Maßnahmen.
Direkt zum: Nationaler Energie- und Klimaplan
Der NEKP kombiniert gesetzliche Vorgaben, Förderprogramme und wirtschaftliche Anreize, etwa durch Investitionen in grüne Technologien oder CO₂-Bepreisung. Ziel ist es, den Übergang zu einem klimaneutralen und nachhaltigen Energiesystem zu unterstützen und gleichzeitig Wirtschaft und Gesellschaft auf diesen Wandel vorzubereiten.
Österreichische Strategie zur Anpassung an den Klimawandel
Die Österreichische Klimawandel-Anpassungsstrategie beschreibt, wie sich Österreich auf die bereits spürbaren und zukünftigen Folgen des Klimawandels vorbereitet. Während Klimaschutz darauf abzielt, Treibhausgasemissionen zu reduzieren, konzentriert sich die Anpassungsstrategie darauf, Auswirkungen wie steigende Temperaturen, häufigere Extremwetterereignisse oder Veränderungen im Wasserhaushalt besser zu bewältigen. Ziel ist es, Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen. Zur Bewältigung des Klimawandels ist beides notwendig – Klimaschutz und Klimawandelanpassung.
120 Handlungsempfehlungen
Die österreichische Anpassungsstrategie umfasst zahlreiche Bereiche, die besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Dazu zählen die Land- und Forstwirtschaft, in der Bewirtschaftungsmethoden angepasst, Böden geschützt und Erträge gesichert werden, ebenso wie die Wasserwirtschaft, die zum Beispiel einen nachhaltigen Umgang mit Wasserressourcen sowie den Hochwasserschutz in den Mittelpunkt stellt.
Auch der Tourismus erfordert Anpassungen an veränderte klimatische Bedingungen, insbesondere im alpinen Raum, während im Gesundheitsbereich Maßnahmen gegen zunehmende Hitzebelastung und klimawandelbedingte Risiken notwendig sind.
Darüber hinaus spielen Infrastruktur und Raumplanung eine zentrale Rolle, indem Siedlungen, Verkehrswege und Gebäude klimaresilient gestaltet werden. Insbesondere, der Schutz von (natürlichen) Ökosystemen und der Biodiversitätsschutz sind wesentlicher Bestandteil von Klimawandelanpassung und unverzichtbar für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen.
Mehr Informationen zur Klimawandel-Anpassung auf den Seiten des Ministeriums
Tipps zur Klimawandelanpassung
Klimawandelanpassung Maßnahmen
Die österreichische Klimawandel-Anpassungsstrategie ist das Dach für alle Aktivitäten zur Anpassung an den Klimawandel und gibt entsprechende Kriterien vor. Im Fokus steht nicht die Vermeidung von Emissionen, sondern der Umgang mit bereits spürbaren Veränderungen wie Hitze, Extremwetter oder Wasserknappheit. Ziel ist es, Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft widerstandsfähiger zu machen.
Downloads
-
Treibhausgasbilanz
-
Klimaschutzbericht 2025
-
Klimasachstandsbericht
-
Klimasachstandsbericht zu Klimanwandelanpassung
(pdf 17,2 MB) -
Umweltkontrollbericht 2025
-
Nationaler Energie- und Klimaplan
(pdf 5,4 MB) -
Klimawandel-Anpassungsstrategie - Teil 1 Kontext
(pdf 2,1 MB) -
Klimawandel-Anpassungsstrategie - Teil 2 Handlungsempfehlungen
(pdf 4,0 MB)
Weiterführende Informationen auf unserer Website:
-
Studie: Wasser im Klimawandel
Die wissenschaftliche Studie untersucht die Auswirkungen des Klimawandels auf Österreichs Wasserhaushalt. Ziel der österreichweiten Studie ist es, anhand zahlreicher Messdaten, Wasserszenarien bis zum Jahr 2100 zu erstellen. -
Der Wald als Klimaschützer
Wälder binden den im CO2 enthaltenen Kohlenstoff im Holz der Bäume und im Waldboden. Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und Nutzung des Rohstoffes Holz trägt also zur Einsparung von CO2-Emissionen bei, denn Holz besteht zu rund 50 Prozent aus Kohlenstoff (C). -
2. Österr. Sachstandsbericht
Die Folgen des Klimawandels sind in Österreich nicht mehr zu übersehen und sie schreiten schneller voran als im globalen Durchschnitt. Der neue Klimabericht verdeutlicht den Ernst der Lage und zeigt Möglichkeiten und Maßnahmen zum Gegensteuern auf. -
Anpassung an den Klimawandel
Die letzten Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Klimawandel ist Realität – besonders im Alpenraum sind die Auswirkungen deutlich spürbar. Die menschengemachte Klimaänderung kann nur noch abgemildert werden. Neben Klimaschutz sind daher dringend Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel nötig. -
Anpassungsstrategie für Österreich
Die Auswirkungen des Klimawandels bedrohen unser Leben, unsere Umwelt, unseren Wohlstand und unsere Wirtschaft. Hitzewellen, Dürren, Starkregen, Überschwemmungen und Hangrutschungen sind auch in Österreich von Randerscheinungen zu ständigen Bedrohungen geworden. -
Folgen des Klimawandels: Das können wir tun! Tipps für die gute Anpassung
Wir müssen uns daher auf neue klimatische Situationen einstellen und auf intensivere und häufigere Extremereignisse vorbereiten. Darum werden hier Tipps aufgelistet, die Gesundheit, Mobilität, Wohnen, Urlaub und Freizeit betreffen und helfen, die Auswirkungen des Klimawandels besser zu meistern.