BISC-E Austria 2026 bringt junge Ideen auf die Bühne der Bioökonomie
BISC-E Austria 2026 brachte Studierende aus verschiedenen Fachrichtungen zusammen, um innovative biobasierte Lösungen für eine nachhaltigere Zukunft zu entwickeln. Der Wettbewerb zeigte, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit und fachliche Begleitung neue Impulse für die Bioökonomie setzen können.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit und fachliche Begleitung
Die biobased innovation student challenge Europe (BISC-E) 2026 in ihrer Österreich-Ausgabe ist ein europaweiter Studierendenwettbewerb, der sich an junge Menschen richtet, die sich mit biobasierten Innovationen und nachhaltigen Lösungsansätzen beschäftigen möchten. Im Zentrum steht die Entwicklung von Ideen, Produkten oder Verfahren, die auf erneuerbaren biologischen Ressourcen basieren und dazu beitragen können, ökologische, technologische oder gesellschaftliche Herausforderungen besser zu bewältigen. Der Wettbewerb verbindet damit wissenschaftliches Arbeiten, kreative Ideenentwicklung und praxisorientiertes Denken auf besonders anschauliche Weise.
Ein wesentlicher Bestandteil von BISC-E ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Studierende aus unterschiedlichen Fachrichtungen kommen in Teams zusammen, um gemeinsam an einer innovativen Lösung zu arbeiten und ihre jeweiligen Perspektiven einzubringen. Durch diese Vielfalt entstehen oft besonders spannende Ansätze, weil naturwissenschaftliche, technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Sichtweisen miteinander verknüpft werden. Genau dieser Austausch macht den Wettbewerb zu einem wertvollen Lern- und Entwicklungsraum für alle Beteiligten.
Österreichisches Finale und europäische Perspektive
Ein besonderer Höhepunkt war das österreichische Finale, bei dem die Teams ihre Konzepte vor einer Jury aus Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis präsentierten. Dort wurden die drei besten Projekte ausgezeichnet und haben sich damit für die nächste Wettbewerbsphase auf europäischer Ebene qualifiziert. BISC-E Austria schaffte damit nicht nur Sichtbarkeit für innovative biobasierte Ansätze, sondern auch eine Plattform, auf der junge Talente ihre Ideen einem breiteren Publikum vorstellen können.
Darüber hinaus eröffnet der Wettbewerb den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in die Bioökonomie und ihre vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Er zeigt, wie Forschung, Ausbildung und unternehmerisches Denken zusammenwirken können, um nachhaltige Lösungen zu entwickeln und Zukunft aktiv mitzugestalten. Für die Studierenden bedeutet die Teilnahme nicht nur fachliche Weiterentwicklung, sondern auch die Chance, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen zu sammeln und neue Perspektiven für ihre weitere Laufbahn zu entdecken.
Die Gewinner-Teams
BioBrick verwandelt Reststoffe aus der Holzverarbeitung und andere biogene Abfälle in regionale, wiederverwendbare Bausteine, mit langfristiger CO2-Speicherung und echter Zirkularität. Am Ende ihrer Nutzung lassen sich die Holzziegel wieder lösen und neu verpressen, sodass das Material ohne nennenswerten Qualitätsverlust im Kreislauf bleibt.
HY-DROX ist ein modularer, bio-basierter und biologisch abbaubarer Filter aus Maiskolben-Nebenprodukten, der Schwermetalle aus Industrieabwasser entfernt und als Drop-in-Lösung in bestehende Anlagen passt. Die Hülle wird mehrfach genutzt und nur der aktive Einsatz getauscht, womit Material gespart und der Betrieb vereinfacht werden kann. Gleichzeitig senkt HY-DROX den CO2-Fußabdruck im Vergleich zu herkömmlichen Kohle/PP-Filtern deutlich und nutzt landwirtschaftliche Reststoffe im Sinne einer echten Kreislaufwirtschaft.
BioNova entwickelt eine vollständig biologisch abbaubare Alternative zu Plastik aus Algen und „Schalentierresten“, die sich für transparente Sichtfenster und papierfreundliche Beschichtungen eignet. Das innovative Material erhält die Recyclebarkeit von Papier und baut sich ohne Mikroplastik ab. Die wasserbasierte Herstellung bei moderaten Temperaturen spart im Vergleich zu herkömmlichen Kunststoffen deutlich Emissionen ein.
Insgesamt steht BISC-E Austria 2026 für Innovation, Kooperation und Nachhaltigkeit. Der Wettbewerb macht deutlich, wie wichtig die Förderung des Nachwuchses und die Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg sind, wenn es darum geht, die Transformation hin zu einer kreislauforientierten und ressourcenschonenden Wirtschaft voranzutreiben.
Die Preisgelder werden mit freundlicher Unterstützung des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur sowie BIOS Science Austria ermöglicht. Weitere Unterstützung kommt vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft.