Hochwasserschutz Haselbach-Grieselbach fertiggestellt
Mit der Fertigstellung des Hochwasserschutzprojekts Haselbach-Grieselbach in Tirol wurde ein wichtiger Schritt für den Schutz der Bevölkerung sowie für eine nachhaltige Entwicklung des Flussraums gesetzt. Das Projekt in den Gemeinden Waidring und St. Ulrich am Pillersee verbindet technische Maßnahmen mit ökologischer Verbesserung und gilt als Beispiel moderner Wasserwirtschaft.
Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung bei der Seebühne am Pillersee wurde das Hochwasserschutzprojekt im Beisein von Umweltminister Norbert Totschnig offiziell abgeschlossen.
Mehr Raum für den Fluss, mehr Sicherheit für die Region
Ziel des Projekts war es, den Hochwasserschutz entlang von Haselbach und Grieselbach nachhaltig zu verbessern. Durch die Umsetzung umfangreicher Maßnahmen wurde der Abfluss im Hochwasserfall optimiert und das Risiko von Überflutungen deutlich reduziert.
Kernmaßnahmen waren die Anpassung und Ausflachung bestehender Uferbegleitdämme, der Neubau eines absenkbaren Klappenwehrs sowie die Optimierung bestehender Retentionsräume. Zusätzlich wurden mehrere Brücken hochwassersicher neu errichtet und Geschiebeablagerungsbereiche neugestaltet. Dadurch erhalten die Gewässer im Hochwasserfall mehr Raum, was wesentlich zur Entlastung der Siedlungsräume beiträgt.
Technik und Ökologie im Einklang
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Verbindung von technischem Hochwasserschutz mit ökologischen Verbesserungen. Durch die naturnahe Gestaltung der Gewässerstrukturen konnten Lebensräume für Tiere und Pflanzen aufgewertet und gleichzeitig die Funktionalität des Hochwasserschutzes gestärkt werden.
Neben der Sicherheitsfunktion wurde auch der hohe Erholungswert der Region berücksichtigt. Die Maßnahmen tragen dazu bei, die Gewässerlandschaft langfristig aufzuwerten und für Bevölkerung sowie Tourismus attraktiv zu gestalten.
Investitionen in die Zukunft der Region
Für das Projekt wurden insgesamt rund 9,35 Mio. € investiert. Der Finanzierungsanteil des BMLUK beträgt rund 4,47 Mio. €, jener des Landes Tirol rund 3,74 Mio. €. Der verbleibende Anteil wird von regionalen Partnern getragen.
Die Umsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen BMLUK, dem Land Tirol, den beteiligten Gemeinden sowie dem Wasserverband Haselbach-Grieselbach.
Das Projekt zeigt beispielhaft, wie durch abgestimmte Maßnahmen Hochwasserschutz, ökologische Aufwertung und regionale Entwicklung erfolgreich miteinander verbunden werden können.
Presseaussendung
Hochwasserschutzprojekt erfolgreich abgeschlossen | Land Tirol