Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) mit neuem Präsidenten

Auf dem Bild sind die Flaggen der IKSR-Länder zu sehen
Foto: IKSR

Die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) hat seit 1. Jänner 2026 einen neuen Präsidenten.

Frankreich hat zum Jahreswechsel die IKSR-Präsidentschaft von Deutschland übernommen und Herrn Lionel Berthet für das dreijährige Amt benannt. Präsident Lionel Berthet löst damit Frau Miriam Haritz ab und wird das Amt des Präsidenten bis Ende 2028 ausüben.

Herr Lionel Berthet ist stellvertretender Regionaldirektor der Regionaldirektion für Umwelt, Raumordnung und Wohnungswesen der französischen Region Grand Est, die am Rhein liegt. Dort leitet er insbesondere die Umsetzung öffentlicher Strategien der Wasserwirtschaft (Wassermenge und Wasserqualität), zum Schutz der Biodiversität und zur Prävention von Natur- und Wasserrisiken. Er ist Hydrologe und promovierte im Bereich Modellierung zur Hochwasservorhersage.

In der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) kooperieren seit fast 70 Jahren die Schweiz, Frankreich, Deutschland, die Niederlande, Luxemburg und die Europäische Union, um die vielfältigen Nutzungen und den Schutz des Gewässers in Einklang zu bringen. Ihre Zusammenarbeit basiert auf einem völkerrechtlichen Übereinkommen. Für die Umsetzung europäischer Richtlinien wurde die grenzüberschreitende Kooperation auf die Staaten Österreich, Liechtenstein, Italien und die belgische Region Wallonien ausgeweitet.

Aktueller Präsident (2026-2028) ist der Franzose Lionel Berthet. Ihm und den Gremien der IKSR steht ein international besetztes Sekretariat mit Sitz in Koblenz (Deutschland) zur Seite.

Für ihre erfolgreiche Arbeit seit 1950 wurde die IKSR 2013 mit dem European River Prize und 2024 mit den International Thiess River Prize ausgezeichnet.

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