I-PEPs: Vorschlag eines neuen Kennzahlen-Sets zur Dekarbonisierungssteuerung von Finanzunternehmen

I-PEPs: Vorschlag eines neuen Kennzahlen-Sets zur Dekarbonisierungssteuerung von Finanzunternehmen

Das Konsultationsdokument stellt ein neues Kennzahlen-Set für Finanzunternehmen unter dem Begriff I-PEPs (Indikatoren für Portfolio-gewichtete Emissionsperformances) vor. Der Hauptzweck dient der portfoliobezogenen Messung der Treibhausgas (THG)-Emissionsent wicklung der finanzierten und investierten Vermögenswerte und der damit implizit verbun denen transitorischen Klimarisiken. Um dies zu ermöglichen, verwenden I-PEPs die absolu ten THG-Emissionen (für Unternehmensfinanzierungen/Investments) beziehungsweise physische Emissionsintensitäten (für Projektfinanzierung) und messen deren Entwicklung über die Zeit. Die vermögenswertspezifischen Performances werden anschließend entspre chend der jeweiligen Größe des Kreditvolumens im Portfolio gewichtet und aggregiert. I PEPs benötigen weniger Inputfaktoren und sind damit robuster gegenüber ungewollten Ein flussfaktoren (wie beispielsweise EVIC), die sich auf die Emissionsentwicklung auswirken. Der reduzierte Datenbedarf kann für Finanzunternehmen zu einer Verringerung der benö tigten personellen und finanziellen Kosten führen und damit Ressourcen für die Zielsteue rung freigeben. Komplementär zur Navigation der Portfolio-Dekarbonisierung mit I-PEPs soll weiterhin die stichtagsbezogene THG-Bilanzierung finanzierter Emissionen basierend auf PCAF erfolgen, wobei Finanzunternehmen sich der unterschiedlichen Einsatzgebiete und Aussagen bewusst sein müssen.

Herausgeber:
Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie
Ausgabejahr:
2024
Ausgabeort:
Wien
Format:
Download
Kategorie:
Green Finance
Seitenanzahl:
61