Renaturierungsprojekte aus Österreich
Renaturierung leistet einen wichtigen Beitrag dazu, geschädigte oder stark genutzte Landschaften ökologisch aufzuwerten und ihre natürlichen Funktionen langfristig zu stärken. Auf dieser Seite stellen wir ausgewählte Projekte aus den Bereichen Landwirtschaft, Forst- und Waldbau sowie Gewässer vor.
ÖPUL verbindet
Das Projekt „ÖPUL verbindet“ ist ein bundesweites Projekt im Rahmen der Ländlichen Entwicklung, das die Umsetzung von ÖPUL-Biodiversitätsmaßnahmen unterstützt. Dabei arbeiten landwirtschaftliche Betriebe gemeinsam mit Ökolog:innen daran, Biodiversitätsflächen nicht isoliert auf Einzelbetrieben, sondern als miteinander vernetzte Lebensräume innerhalb einer Region zu gestalten. Dazu werden Biodiversitätsflächen, Brachen und weitere naturnahe Strukturen gezielt aufeinander abgestimmt und miteinander vernetzt. Durch diese gezielte Vernetzung entsteht ein deutlich höherer ökologischer Nutzen für die Artenvielfalt und die Funktionsfähigkeit der Agrarlandschaft. Die ökologischen Wirkungen werden durch ein wissenschaftliches Monitoring von Pflanzen, Insekten und Vögeln begleitet und die Ergebnisse den teilnehmenden Landwirt:innen präsentiert.
In den vier Modellregionen, auf Praxisbetrieben und an landwirtschaftlichen Fachschulen werden erfolgreiche Maßnahmen für Biodiversität und Klimaschutz umgesetzt und vermittelt. Durch den gezielten Wissens- und Erfahrungsaustausch entsteht so ein wachsendes Netzwerk, das die Umsetzung biodiversitätsfördernder Maßnahmen in der Landwirtschaft unterstützt und deren Verbreitung fördert.
Probstdorf im Marchfeld
intensiv genutzte Ackerbau- und Gemüseregion
Jaidhof im Waldviertel
Landschaft mit Acker- und Grünlandwirschaft mittlere Nutzungsintensivität
HBLA Ursprung im Salzburger Flachgau
Grünlandgeprägte Region mit starker Einbindung landwirtschaftlicher Ausbildung und Wissensvermittlung
Murau
Die vierte, neu hinzugekommene Modellregion, legt den Schwerpunkt auf alpine und waldreiche Ökosysteme
Von den Maßnahmen profitieren Wildbienen, Schwebfliegen, Tagfalter, Heuschrecken, Vögel und andere Tierarten durch ein besseres Nahrungsangebot und vernetzten Lebensräume. Für die Landwirtschaft bieten sich Chancen durch eine erhöhte Bestäuberpopulation und die Förderung natürlicher Gegenspieler von Schädlingen. Für die Gesellschaft stärkt das Projekt das Bewusstsein für Biodiversität und fördert den Austausch zwischen Landwirtschaft, Wissenschaft, Jagd und Bevölkerung.
Vogelrastplatz Kühlteich Hohenau
Das Projekt „Vogelrastplatz Kühlteich Hohenau“ zielt darauf ab, einen ehemals bedeutenden Biodiversitäts-Hotspot im Ramsar-Gebiet Donau-March-Thaya-Auen wiederherzustellen und dauerhaft naturschutzgerecht zu bewirtschaften. Der 17 Hektar große Kühlteich der ehemaligen Zuckerfabrik Hohenau soll durch ein biodiversitätsorientiertes Wassermanagement zu einem strukturreichen Feuchtlebensraum entwickelt werden, der unterschiedlichen Wasser-, Wat- Brut- und Zugvögeln sowie anderen Tier- und Pflanzenarten optimale Lebensbedingungen bietet.
Ziel des Projekts ist die Schaffung eines vielfältigen Mosaiks aus unterschiedlichen Wassertiefen und Schlammflächen. Dadurch werden wertvolle Rast-, Nahrungs- und Brutlebensräume für Zug- und Wasservögel geschaffen und die ökologische Qualität des international bedeutenden Feuchtgebiets verbessert. Neben der ökologischen Aufwertung des Gebiets werden auch nachhaltige Nutzungsformen, etwa die extensive Beweidung von Teichflächen, erprobt.
Das Projekt fördert die Wiederherstellung eines bedeutenden Feuchtgebietslebensraums für Wasser-, Wat- und Zugvögel. Zudem wird die extensive Beweidung von Teichflächen erprobt und der Naturtourismus und der Naturvermittlung in der Region gefördert.
Rutzendorf
Mit dem Projekt „Rutzendorf I“ entsteht in der Katastralgemeinde Rutzendorf im Bezirk Gänserndorf eine neue Waldfläche im Ausmaß von 1,58 Hektar. Gepflanzt werden 20 verschiedene Baumarten und 8 verschiedene Straucharten, um einen artenreichen, standortgerechten und langfristig stabilen Lebensraum zu schaffen.
Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Aufwertung einer stark agrarisch geprägten Landschaft. Da die Waldausstattung in der Katastralgemeinde Rutzendorf derzeit nur rund 0,9 Prozent beträgt, schafft die Neubewaldung wertvollen Lebensraum für Wildtiere, Vögel und Insekten. Tiere finden künftig Schutz, Schatten und Nahrung.
Gleichzeitig profitiert auch die Bevölkerung: Der neu entstehende Wald kann künftig als naturnaher Erholungsraum genutzt werden. Darüber hinaus trägt die Bewaldung zur Stabilisierung des Bodens bei und schützt ihn vor Wind- und Bodenerosion sowie vor Austrocknung.
Ollersdorf
In der Katastralgemeinde Ollersdorf im Bezirk Gänserndorf wird mit dem Projekt „Ollersdorf I“ eine neue Waldfläche von 1,6 Hektar angelegt. Die Neubewaldung erfolgt mit 21 unterschiedlichen Baumarten und 8 Straucharten. Dadurch entsteht eine vielfältige, naturnahe Fläche, die ökologische Funktionen übernimmt und die Landschaft langfristig bereichert.
Gerade in einer landwirtschaftlich stark genutzten Umgebung ist zusätzlicher Wald von besonderer Bedeutung. Die Katastralgemeinde Ollersdorf weist derzeit eine Waldausstattung von lediglich 1,2 Prozent auf. Die neue Bewaldung schafft daher dringend benötigte Rückzugsräume für Wildtiere und Insekten und bietet künftig Schatten, Schutz und Nahrung.
Neben dem Nutzen für die Tierwelt erfüllt das Projekt auch wichtige Funktionen für Mensch und Umwelt. Die entstehende Waldfläche kann künftig als Erholungsraum für die Bevölkerung dienen. Gleichzeitig hilft sie dabei, den Boden zu festigen, Austrocknung entgegenzuwirken und Schäden durch Wind- und Bodenerosion zu reduzieren.
Pinka Bereich Riedlingsdorf bis Oberwart
Im Abschnitt Riedlingsdorf bis Oberwart war die ökologische Funktionsfähigkeit der Pinka durch frühere Eingriffe stark beeinträchtigt. Ziel des Sanierungsprojekts war es, das Flussbett durch gewässerökologische und schutzwasserbauliche Maßnahmen wieder naturnäher zu gestalten.
Durch die Renaturierung wurden mehrere zentrale Ergebnisse erreicht: Die Durchgängigkeit des Gewässers beziehungsweise des Gewässerkontinuums wurde wiederhergestellt, der ökologische Zustand beziehungsweise die ökologische Funktionsfähigkeit deutlich verbessert, und der Flussabschnitt wurde als Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie als Naherholungsgebiet für die Bevölkerung aufgewertet.
Liesingbach
Die Liesing wird Schritt für Schritt wieder zu einem naturnahen Bachlauf entwickelt. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden bereits rund 9,2 Kilometer des Gewässers renaturiert. Damit ist ein wesentlicher Teil des Projekts umgesetzt: Aus stark verbauten Abschnitten entstehen wieder lebendige Bachbereiche mit verbesserter Wasserqualität, strukturreichen Ufern und neuen Lebensräumen für Pflanzen und Tiere.
Das Projekt verbindet ökologische Verbesserung, technischen Hochwasserschutz und städtische Lebensqualität. Die Liesing wird dadurch nicht nur wertvoller für die Natur, sondern auch als Erholungsraum für die Menschen im Süden Wiens attraktiver. Derzeit wird auch der letzte noch hart verbaute Abschnitt der Fließstrecke naturnah rückgebaut.
Die Renaturierung ist ein langfristiges Gemeinschaftsprojekt der Stadt Wien mit Unterstützung des Bundes.
Waldviertler Moore
Die Moore im Waldviertel zählen zu den ökologisch wertvollsten Landschaftsformen Österreichs. Sie sind über Jahrtausende entstanden, beherbergen seltene und spezialisierte Tier- und Pflanzenarten und erfüllen wichtige Funktionen im Naturhaushalt: Sie speichern Wasser, regulieren das lokale Klima und binden langfristig CO₂.
Besonders im nordwestlichen Waldviertel haben sich durch kühles Klima, hohen Grundwasserspiegel und geeignete geologische Bedingungen charakteristische Moorlandschaften erhalten. Viele dieser Moore sind heute geschützt oder Teil von Renaturierungsmaßnahmen. Im Rahmen des Projekts LIFE AMooRe sollen in Niederösterreich rund 34 Hektar Moorflächen im Europaschutzgebiet „Waldviertler Teich-, Heide- und Moorlandschaft“ revitalisiert werden.
Laichplätze an der Ischler Traun
Durch historische Gewässerregulierungen sind viele Laichhabitate und Jungfischlebensräume verloren gegangen. Im Rahmen dieses Naturschutzprojekts wird der verfestigte Gewässergrund der Ischler Traun an sechs Stellen aufgelockert und bei Bedarf mit frischem Kies ergänzt. Dadurch entstehen neue Laichplätze für heimische Fischarten wie Äsche und Koppe. Gleichzeitig werden dynamische Flussbereiche geschaffen, die auch Vögeln und der natürlichen Ufervegetation, etwa Weiden, wertvolle Lebensräume bieten.
Die Umsetzung erfolgt in den Wintermonaten, vorzugsweise zwischen Jänner und März, entlang der Ischler Traun bei Engleiten und in Bad Ischl. Dabei werden verfestigte Gewässerbereiche mit Bagger und Roderechen aufgelockert; wo es sinnvoll ist, wird zusätzlich frischer Kies eingebracht.
Erste Laichplätze entlang der Ischler Traun wurden bereits im Februar 2025 hergestellt.
Renaturierung der Aschach
Der ehemals geradlinig regulierte Flusslauf wurde 2024 auf einer Fläche von rund 6 ha zu einer mäandrierenden Auenstrecke umgestaltet. Im Zuge der Arbeiten wurde zudem ein Geh- und Radweg errichtet. Mit der abschließenden Bepflanzung im November 2024 wurde die Maßnahme abgeschlossen.
SteToDiV - Stehendes Totholz: Biodiversität und Verweildauer in Österreichs Wäldern
Das Projekt „SteToDiV“ untersucht die Bedeutung von stehendem Totholz für die Biodiversität in Österreichs Wäldern. Im Mittelpunkt stehen die Verweildauer von abgestorbenen, aber noch stehenden Bäumen sowie ihre Funktion als Lebensraum für zahlreiche Tier-, Pflanzen-, Pilz- und Moosarten.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Frage, wie sich stehendes Totholz im Laufe der Zeit verändert und welche standörtlichen Unterschiede dabei eine Rolle spielen. Die Untersuchungen sollen zeigen, wie lange stehendes Totholz im Wald erhalten bleibt und wie sich die damit verbundene Artenvielfalt entwickelt. Die Erhebungen finden in verschiedenen Regionen Österreichs statt, unter anderem im Biosphärenpark Wienerwald, im Stift Altenburg, in Osttirol und im Nationalpark Kalkalpen.
Hintergrund des Projekts ist der fortschreitende Klimawandel, durch den Störungen in Wäldern infolge abiotischer und biotischer Schäden zunehmen. Während liegendes Totholz bereits stärker untersucht wurde, ist über die spezifische ökologische Rolle und Dauerhaftigkeit von stehendem Totholz bisher vergleichsweise wenig bekannt. Genau hier setzt SteToDiV an.
Die Ergebnisse des Projekts sollen Waldbewirtschafter dabei unterstützen, naturnahes Waldmanagement gezielt weiterzuentwickeln. Gleichzeitig soll das Bewusstsein für die ökologische Bedeutung von Habitatbäumen, Trittsteinbiotopen und Totholzdynamiken in bewirtschafteten wie auch unbewirtschafteten Wäldern gestärkt werden.
Von SteToDiV profitiert vor allem die Natur: Stehendes Totholz bietet wichtige Mikrohabitate und dient vielen Organismen als Brutplatz, Rückzugsraum oder Nahrungsquelle. Dazu zählen unter anderem Vögel, Fledermäuse, Insekten, Pilze und Moose. Auch die Gesellschaft profitiert vom neu gewonnenen Wissen über diesen wertvollen Lebensraum und dessen Bedeutung für stabile, artenreiche und naturnahe Wälder.
Paradieswiese
Die Paradieswiese in Kitzbühel ist ein rund 7 ha großes, ehemals abgetorftes Hochmoor mit angrenzendem Übergangsmoor und Moorwald. Durch den früheren Torfabbau und bestehende Entwässerungsgräben ist der Wasserhaushalt beeinträchtigt, wodurch typische Moorvegetation und torfbildende Prozesse gefährdet sind. Gleichzeitig besitzt das Gebiet einen hohen ökologischen Wert: Es bietet Lebensraum für seltene Arten wie den Kleinen Wasserfrosch, den Teichfrosch, mehrere Sonnentau-Arten und den Sumpfbärlapp.
Ziel des Projekts ist es, den moortypischen Wasserhaushalt wiederherzustellen, torfbildende Vegetation zu fördern und Moorwälder in den Randbereichen zu erweitern. Dafür sind ab 2025 bzw. 2026 Wiedervernässungsmaßnahmen geplant, unter anderem durch das Verschließen von Entwässerungsgräben und den Einbau von Spundwänden. Zusätzlich sollen Flachwasserzonen geschaffen werden, um die Population des Kleinen Wasserfrosches langfristig zu sichern.
Moorrenaturierung Going am Wilden Kaiser
Seit 2023 widmet sich das laufende Naturschutzprojekt „Alpenmoore“ dem Schutz und der Renaturierung wertvoller Moorflächen in Tirol, Salzburg, Oberösterreich und der Steiermark, insbesondere im Ausseerland. Im Mittelpunkt stehen gezielte Renaturierungs- und Pflegemaßnahmen, die den langfristigen Erhalt dieser sensiblen Lebensräume sichern sollen. In Tirol konnten bereits im Sommer 2023 erste Maßnahmen in zwei Moorflächen bei Going am Wilden Kaiser umgesetzt werden: Im Hüttelmoos wurde die Vegetation zurückgeschnitten, um die Moorfläche offen zu halten, während im Hahnbodenmoor neue Staudämme zur Wiedervernässung gesetzt wurden. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen zeigt sich bereits deutlich. Um den gesamten Moorbereich weiter zu stabilisieren und die Maßnahmenwirkung zu verbessern, wurden im Hüttelmoos auch in den Herbstmonaten 2024 und 2025 weitere Gehölze zurückgeschnitten.
Sinesbrunn in Tirol
Das Moorgebiet Sinesbrunn bei Tarrenz ist ein rund 59 ha großer, hochgelegener Moor- und Quellkomplex mit nationaler und internationaler Bedeutung. Die Renaturierung zielt darauf ab, die empfindlichen Moorlebensräume, Quellen, Übergangsbereiche und den Wasserhaushalt langfristig zu sichern. Besonders wichtig sind dabei seltene Lebensräume und Arten wie das Firnisglänzende Sichelmoos und die Bileks Azurjungfer. Geplant sind unter anderem hydrologisches Monitoring, die Sicherung wasserrelevanter Strukturen, eine zeitweise Weidefreistellung sensibler Bereiche sowie die Reduktion des Fischbestands im Göfelesee, um Libellenlarven besser zu schützen.
Ein zentraler Belastungsfaktor ist das hohe Besucheraufkommen, insbesondere rund um den Göfelesee. Baden, Feuerstellen, PKW-Verkehr und beschädigte oder niedergelegte Weidezäune beeinträchtigen das Gebiet zusätzlich zu Weide- und Trittschäden. Deshalb ist die Besucherlenkung ein wesentlicher Bestandteil der Renaturierung: Informationstafeln an Parkplätzen, Zugängen und Uferbereichen sollen über den Schutzzweck aufklären und naturverträgliches Verhalten fördern. Konkrete Besucherzahlen werden auf der Projektseite nicht genannt.
Metschacher Moos
Das Projekt „S.O.S. Metschacher Moos“ widmet sich der Renaturierung eines degradierten Moor- und Feuchtlebensraums im Kärntner Zentralraum. Das Metschacher Moos, eine ehemalige Moorfläche im Glantal, wurde in der Vergangenheit entwässert und intensiv landwirtschaftlich genutzt. Seit den 1990er-Jahren ist eine 14,6 Hektar große Fläche außer Nutzung gestellt und ihre natürliche Entwicklung wird wissenschaftlich begleitet.
Ziel des Projekts ist es, das Metschacher Moos langfristig als ökologisch und wissenschaftlich wertvolle Feuchtfläche zu sichern. In tieferliegenden Bereichen sollen Feuchtwiesen entstehen, die sich langfristig zu Niedermooren entwickeln können. Auf anderen Flächen werden feuchte Gehölze sowie Bruch- und Moorwälder gefördert. Ergänzend sind Artenschutzmaßnahmen, insbesondere für ausgewählte Vogelarten, sowie Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit vorgesehen.
Renaturierung Emmebach
Der Emmebach erstreckt sich im Gemeindegebiet von Altach entlang der Autobahn A14 auf einer Länge von ca. 2.5 Kilometern. Der Einzugsbereich des Gewässers beginnt bei der Hohen Kugel (1600 hm), erstreckt sich über das Gemeindegebiet unserer Nachbargemeinde Götzis und mündet schlussendlich am Ortsende von Altach in den Koblacher Kanal.
In einem über ca. 5 Jahre dauernden Planungs- und Entwicklungsprozess wurde eine Renaturierungsstrecke herausgearbeitet, welche die Ökologie, den Hochwasserschutz und den Naherholungsraum für den Menschen optimal vereint.
Dornbirner Ach
Im Herbst 2026 startet das Land Vorarlberg ein umfassendes Revitalisierungsprojekt an der Dornbirner Ach. Ziel ist es, den Fluss ökologisch aufzuwerten, naturnahe Lebensräume zu schaffen und die Dornbirner Ach langfristig als wertvollen Naturraum für kommende Generationen zu sichern.
Wie viele Gewässer wurde auch die Dornbirner Ach im Laufe des letzten Jahrhunderts begradigt und technisch ausgebaut. Dadurch gingen wichtige natürliche Strukturen verloren: Die Ufer sind heute weitgehend einheitlich verbaut, es fehlt an Beschattung, und Fische sowie andere Wasserlebewesen finden nur eingeschränkt geeignete Lebensräume.
Neben der ökologischen Aufwertung soll das Projekt auch den Gewässerunterhalt erleichtern und den Erholungswert der Uferzone verbessern. Der bestehende Hochwasserschutz bleibt dabei unverändert erhalten. Sämtliche Maßnahmen erfolgen ausschließlich auf öffentlichem Wassergrund; private Grundstücke werden nicht beansprucht.