Ihre Meinung zählt!
GAP 2028 - 2034: Konsultationsprozess
Breite Beteiligung ist uns wichtig!
Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ist für die Landwirtschaft und die ländlichen Regionen in Österreich von zentraler Bedeutung. Die aktuelle Förderperiode endet 2027, dementsprechend hat die Europäische Kommission Vorschläge für die zukünftige Ausgestaltung der GAP vorgelegt.
Bis einschließlich 7. Mai war es möglich, im Rahmen einer öffentlichen Online-Konsultation dazu Stellung zu nehmen und uns Perspektiven, Erfahrungen und konkrete Verbesserungsvorschläge für die Neugestaltung der GAP zu folgenden Themenbereichen zu übermitteln:
- Betriebsentwicklung und Einkommen (Generationenwechsel / Einkommensstützung)
- Umwelt und Klima (Agrarumweltprogramm / verantwortungsvolle Betriebsführung)
- Stärkung vitaler ländlicher Räume (LEADER/ Aufbau von regionalen Innovationsökosystemen / Daseinsvorsorge / Aktivierung von Leerständen / Mobilität)
Wir bedanken uns bei all jenen, die von dieser Möglichkeit gebraucht gemacht haben – denn nur unter breiter Einbindung von Wissenschaft, Sozialpartnerschaft, Stakeholdern und speziell von Praktiker:innen können unterschiedliche Bedürfnisse und Interessenslagen berücksichtigt werden. Schließlich ist es entscheidend, dass die Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik in Österreich auch in Zukunft breite Akzeptanz und Zustimmung erfährt!
Uns haben im Zuge der Konsultation zu den GAP-Vorschlägen über 1.200 Rückmeldungen erreicht; diese werden in einem nächsten Schritt aufbereitet und unter anderem in geplanten Workshops Anfang Juni weiter vertieft werden.
Die Vorschläge der Europäischen Kommission sehen die GAP in der Förderperiode 2028 bis 2034 als Teil „Nationaler und regionaler Partnerschaftspläne“ vor. Über diese Pläne sollen zukünftig neben der GAP auch viele weitere Politikbereiche umgesetzt werden. Welche Arten der Unterstützung im Rahmen der GAP in Zukunft möglich sein sollen, wird in einer eigenen GAP-Verordnung geregelt. Diese Verordnung wird derzeit von den EU-Mitgliedsstaaten und der Europäischen Kommission verhandelt.
Über die nachfolgenden Buttons gelangen Sie zum aktuellen GAP-Verordnungsvorschlag sowie zum aktuellen Verordnungsvorschlag für die nationalen und regionalen Partnerschaftspläne (NRPP).
Unterstützungsarten
- Degressive flächenbezogene Einkommensstützung
- Gekoppelte Einkommensstützung
- Zahlung für naturbedingte und andere gebietsspezifische Benachteiligungen
- Unterstützung für Benachteiligungen, die sich aus bestimmten verpflichtenden Anforderungen ergeben
- Agrarumwelt- und Klimaaktionen
- Zahlung für Kleinerzeuger:innen
- Unterstützung für Risikomanagementinstrumente
- Unterstützung für Investitionen von Landwirt:innen und Waldbesitzer:innen
- Unterstützung für die Niederlassung von Junglandwirt:innen, neuen Landwirt:innen sowie Unternehmensgründungen im ländlichen Raum und Unternehmensentwicklung von kleinen Betrieben
- Unterstützung für Vertretungsdienste
- LEADER
- Unterstützung für Wissensaustausch und Innovation in der Land- und Forstwirtschaft und in ländlichen Gebieten
- Initiativen der territorialen und lokalen Zusammenarbeit
- EU-Schulprogramm
- Interventionen in bestimmten Sektoren
- Krisenzahlungen für Landwirt:innen
Zum bisherigen Begleitprozess
- Im Rahmen der Informationsveranstaltung "GAP-Dialogforum" im Jänner 2026 wurden die Vorschläge der EK zur zukünftigen GAP seitens des BMLUK präsentiert und im Hinblick auf Österreich aufbereitet.
- Ab März 2026 konnten sich Interessierte im Rahmen von kurzen Online-Vorträgen zu den Plänen der EK für den zukünftigen MFR und die zukünftige GAP informieren.
- Im Zuge einer Online-Konsultation von 13. April bis 07. Mai war es für Interessierte möglich, Ansichten, Meinungen und Vorschläge zu den aktuellen GAP-Vorschlägen einzubringen. Diese werden im Rahmen von GAP-Workshops im Juni 2026 in die Erarbeitung von nationalen GAP-Maßnahmen ab 2028 mit einfließen.
Bitte informieren Sie sich in regelmäßigen Abständen unter GAP 28–34 zu möglichen weiteren Beteiligungsformaten!