Ihre Meinung zählt!

GAP 2028 - 2024: Konsultationsprozess

Breite Beteiligung ist uns wichtig!

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Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ist für die Landwirtschaft und die ländlichen Regionen in Österreich von zentraler Bedeutung. Die aktuelle Förderperiode endet 2027, dementsprechend hat die Europäische Kommission Vorschläge für die zukünftige Ausgestaltung der GAP vorgelegt.

Diese wurden im Rahmen der Informationsveranstaltung "GAP-Dialogforum" im Jänner 2026 seitens des BMLUK präsentiert und im Hinblick auf Österreich aufbereitet: GAP-Dialogforum: Die Vorschläge der Europäischen Kommission für die Förderperiode 2028 – 2034 - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft

Die Vorschläge der Europäischen Kommission sehen die GAP in der Förderperiode 2028 bis 2034 als Teil „Nationaler und regionaler Partnerschaftsplänevor. Über diese Pläne sollen zukünftig neben der GAP auch viele weitere Politikbereiche umgesetzt werden. Welche Arten der Unterstützung im Rahmen der GAP in Zukunft möglich sein sollen, wird in einer eigenen GAP-Verordnung geregelt. Diese Verordnung wird derzeit von den EU-Mitgliedsstaaten und der Europäischen Kommission verhandelt.

Über die nachfolgenden Buttons gelangen Sie zum aktuellen GAP-Verordnungsvorschlag sowie zum aktuellen Verordnungsvorschlag für die nationalen und regionalen Partnerschaftspläne (NRPP).

Unterstützungsarten

  • Degressive flächenbezogene Einkommensstützung
  • Gekoppelte Einkommensstützung
  • Zahlung für naturbedingte und andere gebietsspezifische Benachteiligungen
  • Unterstützung für Benachteiligungen, die sich aus bestimmten verpflichtenden Anforderungen ergeben
  • Agrarumwelt- und Klimaaktionen
  • Zahlung für Kleinerzeuger:innen
  • Unterstützung für Risikomanagementinstrumente
  • Unterstützung für Investitionen von Landwirt:innen und Waldbesitzer:innen
  • Unterstützung für die Niederlassung von Junglandwirt:innen, neuen Landwirt:innen sowie Unternehmensgründungen im ländlichen Raum und Unternehmensentwicklung von kleinen Betrieben
  • Unterstützung für Vertretungsdienste
  • LEADER
  • Unterstützung für Wissensaustausch und Innovation in der Land- und Forstwirtschaft und in ländlichen Gebieten
  • Initiativen der territorialen und lokalen Zusammenarbeit
  • EU-Schulprogramm
  • Interventionen in bestimmten Sektoren
  • Krisenzahlungen für Landwirt:innen
Hände auf Tastatur eines Laptops

Nun sind Sie gefragt – bringen Sie sich bis 7. Mai ein!

Uns interessieren Ihre Perspektiven, Erfahrungen und konkreten Verbesserungsvorschläge für die Neugestaltung der GAP zu folgenden Themenbereichen:  

 

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Hinweis

Diese Themenbereiche gliedern sich teilweise in spezifischere Fragestellungen. Nutzen Sie für Ihr Feedback bitte jeweils das betreffende Formular, um eine fachliche Zuteilung und Aufbereitung zu erleichtern. Danke!

In einem nächsten Schritt werden wir Ihre Rückmeldungen aufbereiten und unter anderem in geplanten Workshops Anfang Juni weiter vertiefen.

Nutzen Sie diese Möglichkeit zur Beteiligung, denn nur unter Einbindung von Wissenschaft, Sozialpartnerschaft, Stakeholdern und speziell von Praktiker:innen können unterschiedliche Bedürfnisse und Interessenslagen berücksichtigt werden. Schließlich ist es entscheidend, dass die Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik in Österreich auch in Zukunft breite Akzeptanz und Zustimmung erfährt!

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Workshops

Sie haben Interesse, an ausgewählten Workshops teilzunehmen? Da die Teilnehmer:innenzahl begrenzt ist, teilen Sie uns Ihren Teilnahmewunsch bitte gleich bei Ihrer Stellungnahme im thematisch zugehörigen Formular mit. Im Falle einer Berücksichtigung werden wir Sie rechtzeitig kontaktieren.

  • Der Workshop zu „Betriebsentwicklung und Einkommen“ findet am 2. Juni 2026 statt.
  • Der Workshop zu „Umwelt und Klima“ findet am 3. Juni 2026 statt. 
  • Der Workshop zur „Stärkung vitaler ländlicher Räume“ findet am 9. Juni 2026 statt.

Bereich Betriebsentwicklung und Einkommen

Menschen auf einem Feld

Im Rahmen der kommenden GAP-Periode kommt dem Thema Generationenwechsel ein besonderer Stellenwert zu. Gezielte Maßnahmen sollen jungen Menschen den Einstieg in die Landwirtschaft erleichtern und die Hofübernahme attraktiver gestalten. Dementsprechend sollen sowohl eine Strategie für den Generationenwechsel als auch ein Starterpaket für Junglandwirt:innen entwickelt werden.
Im Bereich der Einkommensstützung stehen insbesondere die degressive flächenbezogene Einkommensstützung (DABIS), die Zahlung für Kleinerzeuger:innen, die Ausgleichszulage sowie die gekoppelte Einkommensstützung im Fokus.

Bitte übermitteln Sie uns Ihr Feedback zu folgenden Fragestellungen:

Generationenwechsel

Was kann in der nächsten GAP-Periode konkret verbessert werden, um jungen Menschen den Einstieg in die Landwirtschaft zu erleichtern?

Im Rahmen der neuen GAP soll ein Starterpaket für Junglandwirt:innen entwickelt werden. Welche der folgenden Maßnahmen sind aus Ihrer Sicht am wichtigsten (siehe GAP-Verordnung, Artikel 16)? Begründen Sie bitte Ihre Auswahl.
 

  • Unterstützung für die Niederlassung von Junglandwirt:innen (Niederlassungsprämie gemäß Artikel 14 GAP-VO)
  • erhöhte degressive flächenbezogene Einkommensstützung für Junglandwirt:innen (degressive Einkommensstützung gemäß Artikel 6 GAP-VO)
  • auf Junglandwirt:innen ausgerichtete Unterstützung für Kleinerzeuger:innen (Kleinerzeugerregelung gemäß Artikel 7 GAP-VO)
  • Investitionsunterstützung mit höherer Beihilfeintensität für Junglandwirt:innen (Investitionsförderung gemäß Artikel 13 GAP-VO)
  • Möglichkeiten zur Finanzierung von Investitionen, die von Junglandwirt:innnen über die Finanzierungsinstrumente getätigt werden (Finanzierungsinstrumente gemäß Artikel 71 NRPP-VO)
  • Unterstützung für Unternehmensgründungen im ländlichen Raum
  • Kooperationsinterventionen zur Erleichterung des Zugangs zu Innovationen durch Projekte operationeller Gruppen der EIP-AGRI (Unterstützung für Wissensaustausch und Innovation gemäß Artikel 19 GAP-VO und Artikel 74 NRPP-VO)
  • Kooperationsinterventionen zur Erleichterung der generationenübergreifenden Zusammenarbeit, einschließlich der Hofnachfolge (Initiativen zur Zusammenarbeit gemäß Artikel 74 NRPP-VO)
  • Unterstützung für landwirtschaftliche Vertretungsdienste im Falle von Krankheit, Schwangerschaft und Geburt, Betreuung von Kindern und anderen Familienmitgliedern, Urlaub, Schulungen und ähnlichen Ereignissen (Vertretungsdienste gemäß Artikel 17 GAP-VO)
  • Zugang zu auf die Bedürfnisse von Junglandwirt:innen zugeschnittenen Beratungsdiensten und Schulungsprogrammen (Systeme für Wissen und Beratungsdienste gemäß Artikel 20 GAP-VO)





Bitte übermitteln Sie uns Ihr Feedback zu folgender Fragestellung:

Einkommenstützung

Was kann in der nächsten GAP-Periode konkret verbessert werden, damit die Einkommensstützung landwirtschaftliche Betriebe wirksam, zielgerichtet und möglichst einfach unterstützt?

Bei welchen Elementen sehen Sie dabei den größten Änderungsbedarf (siehe GAP-Verordnung, Artikel 6, 7, 8 und 11)?





Bereiche Umwelt und Klima

Großer Fuchs - Schmetterling

Die derzeitige GAP leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung und Steigerung der Biodiversität, zum Boden- und Gewässerschutz, zum Klimaschutz und zur Luftreinhaltung sowie zur Förderung der biologischen Landwirtschaft und Steigerung des Tierwohls. Die bisherigen GLÖZ-Standards werden in der kommenden GAP-Periode im Rahmen der „verantwortungsvollen Betriebsführung“ weitergeführt und weiterentwickelt. Darüber hinaus werden Maßnahmen des Agrarumweltprogramms ÖPUL umgesetzt, sowie begleitende Maßnahmen im Bereiche Bildung und Beratung, Investitionen und Zusammenarbeit angeboten.

Bitte übermitteln Sie uns Ihr Feedback zu folgenden Fragestellungen:

Welche konkreten Verbesserungsvorschläge haben Sie aus Ihrer praktischen Erfahrung für die Weiterentwicklung der GLÖZ-Standards zur „verantwortungsvollen Betriebsführung“? Bei welchen GLÖZ-Standards sehen Sie Potenzial für Vereinfachungen oder eine bessere Praxistauglichkeit?

Wie können aus Ihrer Sicht die freiwilligen Maßnahmen (zum Beispiel ÖPUL, Invest, Beratung) weiterentwickelt werden? Welche Maßnahmen/Elemente sind aus Ihrer Sicht zu priorisieren? Welche wesentlichen Vereinfachungen sind möglich?





Bereich Stärkung vitaler ländlicher Räume

Dorfplatz mit Menschen

Im Rahmen der GAP-Verordnung kann in der nächsten Förderperiode als außerlandwirtschaftliche Maßnahme zur Stärkung des Ländlichen Raums nur LEADER (Artikel 18) direkt beitragen. Weitere bisherige außerlandwirtschaftliche Maßnahmen, insbesondere alle investiven Maßnahmen (zum Beispiel Investitionen für soziale Dienstleistungen) können dann nur über den weiter gefassten Nationalen und Regionalen Partnerschaftsplan angesprochen werden. Was diese weiteren außerlandwirtschaftlichen Maßnahmen in dieser Konsultation betrifft, soll ein Fokus auf Herausforderungen und Maßnahmen gelegt werden, die auf nationaler Ebene bisher noch nicht durch andere Maßnahmen abgedeckt werden.

Bitte übermitteln Sie uns Ihr Feedback zu folgenden Fragestellungen:

LEADER

Wie soll LEADER als Methode und Fördermaßnahme weiterentwickelt werden, um die Widerstandsfähigkeit der Regionen zu stärken und einen Beitrag zu den Herausforderungen der Zukunft auf regionaler Ebene zu leisten?

Welche Herausforderungen von nationaler Bedeutung erachten Sie als besonders geeignet um diese auf der regionalen Ebene (zum Beispiel LEADER) zu bearbeiten?





Bitte übermitteln Sie uns Ihr Feedback zu folgenden Fragestellungen:

Aufbau von regionalen Innovationsökosystemen

Wie kann der Aufbau von regionalen Innovationsökosystemen, zum Beispiel im Rahmen von LEADER, am besten gelingen, damit die Wirtschaft über die Sektoren hinweg besser zusammenarbeitet und damit regionale Wertschöpfungsketten sowie Kreisläufe entstehen? (Hinweis: Könnte über LEADER oder im Bereich der Zusammenarbeit im Rahmen der GAP umgesetzt werden).

  • Was braucht es, damit Kooperationen zwischen der Landwirtschaft und anderen Sektoren wie dem Tourismus, Gastronomie, Gewerbe inklusive Logistik/Transportwirtschaft, Verarbeitungsindustrie effizienter und "auf Augenhöhe" funktionieren?
  • Was braucht es, damit die Interessen des Tourismus als wichtiger Wirtschaftszweig in vielen ländlichen Regionen mit den Interessen der lokal lebenden Bevölkerung besser abgestimmt und in Einklang gebracht werden (Stichwort: over tourism)?
  • Wie kann das Hereinholen von anderen Perspektiven aus der Forschung (zum Beispiel Fachhochschulen), von Ausheimischen mit neuen Fähigkeiten, Kompetenzen und Kapazitäten oder kreativen Akteur:innen besser zum Entstehen von neuen, auch ungewöhlichen Ansätzen gelingen?





Bitte übermitteln Sie uns Ihr Feedback zu folgenden Fragestellungen:

Daseinsvorsorge

Welche neuen Ansätze sollten verfolgt werden, um die Daseinsvorsorge (Infrastruktur, Dienstleistungen) in den Regionen besser abzusichern? (Hinweis: Wird nicht über die GAP umsetzbar sein, außer Schwerpunktinitiativen im Rahmen von LEADER).

  • Wo sehen Sie Bedarfe beziehungsweise Lücken (zum Beispiel Aushandlungsprozesse, interkommunale Zusammenarbeit, besser abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Stadt beziehungsweise regionales Zentrum mit den Umlandgemeinden, Chancen der Digitalisierung, Bürger:innenbeteiligungsmodelle/Co-Modelle) in der Daseinsvorsorge insbesondere am Land, die derzeit noch zu wenig durch bestehende Förder- und Unterstützungsinstrumente abgedeckt werden?





Bitte übermitteln Sie uns Ihr Feedback zu folgenden Fragestellungen:

Aktivierung von Leerständen

Welche Ansätze braucht es, um Leerstände in Orts- und Stadtkernen zu aktivieren, um einen Beitrag zur Reduktion der Flächeninanspruchnahme zu leisten, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren und wieder mehr Begegnungsmöglichkeiten für alle Bevölkerungsgruppen zu schaffen? (Hinweis: Wird nicht über die GAP umsetzbar sein, außer im Rahmen von LEADER.)

  • Wo gibt es noch Lücken bei bestehenden Maßnahmen auf National- oder Bundeslandebene und welche Maßnahmen haben sich besonders und aus welchem Grund bewährt?





Bitte übermitteln Sie uns Ihr Feedback zu folgenden Fragestellungen:

Mobilität

Welche Ansätze und Erfolgskriterien sind ausschlaggebend, damit integrierte Mobilitätskonzepte mit Fokus auf Lösungen für die letzte Meile nachhaltig erfolgreich sind? Nennen Sie gute Beispiele, wo und warum das wie gelungen ist? (Hinweis: Wird nicht über die GAP umsetzbar sein, außer punktuelle Initiativen im Rahmen von LEADER).

  • Wie kann die multifunktionale, niederrangige Verkehrsinfrastruktur (Güterwege, Wirtschaftswege, Forstwege) am Land noch nachhaltiger, umwelt- und klimaschonender zur Verfügung gestellt werden? (Hinweis: Wird nicht beziehungsweise nur eingeschränkt für Land- und Forstwirt:innen über die GAP umsetzbar sein).