Klimafitte Sorten

Getreidefeld
Foto: BMLUK / Kern Bernhard

Das gemeinsame und zentrale Ziel ist es, klimafitte Sorten für Österreich unter besonderer Berücksichtigung von Trockenheits- und Hitzetoleranz zu entwickeln, diese an den voranschreitenden Klimawandel sowie an regionale Erfordernisse anzupassen und die Kulturartenvielfalt im Sinne einer nachhaltigen Bewirtschaftung sicher zu stellen.

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) fördert gemeinsam mit den Bundesländern ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt der Saatgut Austria und der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), das zum Ziel hat, den österreichischen LandwirtInnen auch in Zukunft gesunde und klimafitte Sorten zur Verfügung zu stellen. Diese Sorten weisen eine hohe Öko-Stabilität auf und können dadurch auch unter den in den kommenden Jahren zu erwartenden extremen klimatischen Bedingungen die Erwartungen an Ertrag und Qualität erfüllen.

Die Kooperationsprojekte durchlief bereits verschiedene Weiterentwicklungsphasen und KLIMAFIT 1 (2017-2020) und KLIMAFIT 2 (2021-2023) wurden bereits erfolgreich abgeschlossen. Das Nachfolgeprojekt KLIMAFIT 3 knüpfte mit Beginn 2024 nahtlos an die erfolgreichen Arbeiten der Vorgängerprojekte an. Das BMLUK stellt für das Projekt KLIMAFIT gemeinsam mit den Bundesländern eine Fördersumme in der Höhe von 1,25 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung.

KLIMAFIT 1

KLIMAFIT 1 konnte hinsichtlich der Züchtung klimafitter Sorten sehr gute Erfolge verzeichnen. Insgesamt gelangten in den KLIMAFIT 1-Projektjahren 467 Zuchtlinien aus allen enthaltenen Kulturartengruppen zur Prüfung für die Sortenzulassung. Durch das Projekt wurde ein Genpool zur Entwicklung klimafitter Sorten geschaffen, der Basis für künftige Züchtungen sein wird. Die dafür gezüchteten Pflanzen benötigen weniger Wasser, trocknen nicht so leicht aus und entkommen durch eine frühere Reife den Dürrephasen.

KLIMAFIT 2

Aufbauend aus den Erfahrungen von KLIMAFIT 1 wurde in KLIMAFIT 2 ein zielgerichteter, simultaner Ansatz verfolgt. Neben der Evaluierung und der genomischen und markergestützten Vorselektion von hitze- und trockenheitstoleranten Genotypen wurden im gleichen Zeitraum Sortenversuche mit ausgewählten Zuchtlinien umgesetzt, um deren Verhalten in der Umwelt festzustellen und ihre Qualitäten zu quantifizieren und zu ermitteln. Insgesamt gelangten in den KLIMATFIT-Projektjahren über 404 Zuchtlinien aus allen enthaltenen Kulturartengruppen zur Prüfung für die Sortenzulassung. Es wurde ein breiter Ansatz hinsichtlich der untersuchten Kulturarten gewählt, um die große Sortenvielfalt und die Spezialisierung der österreichischen Landwirtschaft auch in Zukunft sicherzustellen.

KLIMAFIT 3

Die Steigerung der Hitze- und Trockentoleranz der heimischen Kulturarten bleibt weiterhin das Hauptziel. Zusätzlich soll die pflanzeneigene Krankheitstoleranzen gegen Schaderreger weiter verbessert werden, um den Pflanzenschutzmitteleinsatz nachhaltig zu reduzieren. Ein verstärkter Fokus liegt auf der Züchtung klimafitter Biosorten sowie der Erhöhung der Qualität der Pflanzenprodukte.

Generell soll das heimische Kulturarten-Spektrum erweitert werden. Um die Ziele der österreichischen Eiweißstrategie zu erreichen, wird die züchterische Verbesserung von Eiweißpflanzen weiterhin verfolgt. Dabei kommt der stark nachgefragten Sojabohne ebenso Bedeutung zu wie der Ackerbohne. Zusätzlich wird eine Verbesserung der Inhaltsstoffzusammensetzung angestrebt um eine zukünftige Nachfrage nach inländischen produzierten Kulturen, wie Dinkel, Hirse, Linsen, etc., abzudecken.

Anhand dieser Schwerpunkte sollen den Anforderungen und Zielen des aktuellen Regierungsprogramms auf nationaler Ebene sowie dem Green Deal und der Farm-to-Fork-Strategie auf europäischer Ebene entsprochen werden.

Mit dem Projekt KLIMAFIT wird die Bewahrung der existierenden Vielfalt an heimischen Kulturarten für vielfältige Fruchtfolgen und damit ein hohes Maß an Biodiversität sichergestellt. Nicht zuletzt geht es aber um die Sicherung der Versorgung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln.

 

WEITERE INFORMATIONEN:

PDF: 1._Publizierbarer_Zwischenbericht_Klimafit3

Österreichkarte Trockenstress-Intensität der Standorte

KLIMAFIT 3

Die Steigerung der Hitze- und Trockentoleranz der heimischen Kulturarten bleibt weiterhin das Hauptziel. Auch die Krankheitstoleranzen werden weiter verbessert, um den Pflanzenschutzmitteleinsatz nachhaltig zu reduzieren. Ein verstärkter Fokus liegt auf der Züchtung klimafitter Biosorten sowie der Erhöhung der Qualität der Pflanzenprodukte.

Generell soll das heimische Kulturarten-Spektrum erweitert werden. Um die Ziele der österreichischen Eiweißstrategie zu erreichen, wird die züchterische Verbesserung von Eiweißpflanzen weiterhin verfolgt. Dabei kommt der stark nachgefragten Sojabohne ebenso Bedeutung zu wie der Ackerbohne.

Anhand dieser Schwerpunkte soll den Anforderungen und Zielen des aktuellen Regierungsprogramms auf nationaler Ebene sowie dem Green Deal und der Farm-to-Fork-Strategie auf europäischer Ebene entsprochen werden.

Mit dem Projekt KLIMAFIT wird die Bewahrung der existierenden Vielfalt an heimischen Kulturarten für vielfältige Fruchtfolgen und damit ein hohes Maß an Biodiversität sichergestellt. Nicht zuletzt geht es aber um die Sicherung der Versorgung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln.