Mehr als 30 Jahre in der EU – was hat es den Regionen gebracht?

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Foto: Bundeskanzleramt Österreich

Österreich trat am 1. Jänner 1995 der Europäischen Union bei. Seit mehr als drei Jahrzehnten sind wir nun Mitglied der EU. Was hat sie uns gebracht? Ist es eine Erfolgsgeschichte? Wir ziehen in einem Rückblick Bilanz über die Einflüsse des EU-Beitritts auf die Regionen.

Die EU-Kohäsionspolitik kann als Hauptinvestitionspolitik der EU bezeichnet werden. Sie zielt darauf ab, soziale, wirtschaftliche und territoriale Unterschiede zwischen den Regionen abzubauen und damit den Zusammenhalt Europas zu stärken. Im Ergebnis soll die Lebensqualität aller EU-Bürgerinnen und Bürger verbessert und ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum gefördert werden.

In Österreich bildet die Kohäsionspolitik seit dem EU-Beitritt ein unverzichtbares Standbein der Regionalentwicklung, finanziert insbesondere durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und den Europäischen Sozialfonds (ESF+). Thematisch liegt beim EFRE der Fokus zur Förderung von Projekten mit Investitionen in Beschäftigung und Wachstum auf Innovation, digitaler Wirtschaft, intelligente Spezialisierung von KMU, sowie eine grünere, CO2-arme Kreislaufwirtschaft. Der ESF+ dient der Förderung von Beschäftigungsmaßnahmen wie etwa der Erhöhung der Beschäftigungsquote, der Verbesserung der Qualität der Arbeitsplätze und einer stärkeren Integration auf dem Arbeitsplatz.

Im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik hat sich auch das LEADER-Konzept als erfolgreiches Modell der kleinräumlichen ländlichen Entwicklungspolitik etabliert und bewährt. Das Programm ermöglicht den Menschen in ländlichen Räumen, ihre Region mit gemeinsamen Projekten zusammen weiterzuentwickeln. Dafür schließen sich ländliche Gemeinden, die sich vernetzen und zusammenarbeiten wollen, mit regionalen Akteurinnen und Akteuren aus unterschiedlichsten Bereichen zusammen. Das Unterstützungsvolumen ist seit dem EU-Beitritt stark gewachsen und mittlerweile sind im Großteil des ländlichen Raums in Österreich LEADER-Regionen aktiv.

Aufgrund dieser Errungenschaften und Vorteile kann die EU auf jeden Fall als ein Erfolgsprojekt bezeichnet werden. Dabei beziehen sich die genannten Leistungen nur auf die Bereich der  Regionen. Außerdem verleihen der EU natürlich ihre positiven Einflüsse auf Wirtschafts- und Arbeitsmarkt sowie ihre Friedens- und Sozialpolitik eine zentrale Bedeutung.