Salzburg: 40 Millionen Euro für Schutzprojekte der Wildbach- und Lawinenverbauung im Jahr 2026
Um auch im Jahr 2026 den Lebensraum im Bundesland Salzburg vor Naturgefahren zu schützen, werden in gezielte Schutzprojekte der Wildbach- und Lawinenerbauung rund 40 Millionen Euro durch Bund, Land, Gemeinden und Wildbachwassergenossenschaften investiert.
Die vielfältigen Landschaftsformen Salzburgs bringen unterschiedliche Naturgefahren mit sich: Während im Flachgau vor allem hohe Oberflächenwasserabflüsse eine Rolle spielen, sind es in den Gebirgsgauen zunehmend Geschiebe, Muren und Lawinen, die eine Gefahr darstellen. Um diesen Herausforderungen wirksam zu begegnen, setzt die WLV gezielte Schutzmaßnahmen um.
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist dabei die enge Zusammenarbeit von Bund, Land, Gemeinden und Wassergenossenschaften. Rund 60 Prozent der Projektkosten trägt der Bund, 15 Prozent das Land und 25 Prozent werden von Gemeinden sowie den nahezu 300 Wassergenossenschaften aufgebracht. Dieses System ist österreichweit einzigartig und stellt sicher, dass auch jene, die direkt betroffen sind, ihre Schutzmaßnahmen mitfinanzieren.
Veränderte Bedingungen durch Klimawandel
„Unsere Planungen basieren auf detaillierten Gefahrenanalysen, Erhebungen und jahrzehntelanger Erfahrung. Durch die Veränderung des Klimas steht in den nächsten Jahren und Jahrzehnten wesentlich mehr Geschiebe zur Verfügung. Daher sind wir in Salzburg gerade dabei ein Geschiebemonitoring aufzubauen, um Strategien entwickeln zu können. Durch all diese Maßnahmen und Weiterentwicklungen, auch bei den Berechnungsmethoden, können wir Schutzbauwerke präzise dimensionieren und bestehende Anlagen optimieren. Das gewährleistet nachhaltige Sicherheit unter sich verändernden klimatischen Rahmenbedingungen.“, so Sektionsleiter Gebhard Neumayr der WLV Salzburg.
Bundesminister Norbert Totschnig betont: „Der Schutz vor Naturgefahren ist in Salzburg aufgrund der Gebirgsregionen von existenzieller Bedeutung. Beinahe jährlich stellen in Salzburg die Schutzmaßnahmen der WLV ihre Wirkung eindrucksvoll unter Beweis. Ein wirksamer Hochwasserschutz bedeutet Sicherheit für Familien, Gemeinden, Infrastruktur und Betriebe. Gemeinsam mit dem Land, den Salzburger Gemeinden und den fast 300 Wildbachwassergenossenschaften setzen wir gezielt Projekte um, die Menschen und Lebensräume nachhaltig schützen. Der Bund investiert dabei 23 Mio. Euro in die Sicherheit, Vorsorge und den Schutz der Bevölkerung. Es freut mich sehr, dass wir mit dem Land Salzburg und den Wildbachwassergenossenschaften so gute Partner für eine effiziente Umsetzung haben.“
Landesrat Maximilian Aigner erklärt: „Sicherheit ist keine Option, sondern unsere Verantwortung. Aufgrund der klimatischen Veränderungen nehmen Extremwetterereignisse zu. Das zeigt deutlich, wie wichtig vorausschauende Schutzmaßnahmen sind. Mit einem Landesanteil von 15 Prozent, das entspricht rund 6,2 Millionen Euro, lösen wir Investitionen in Höhe von rund 40 Millionen Euro aus und stärken damit gezielt den Schutz unserer Bevölkerung. Wer heute vorsorgt, verhindert Schäden von morgen.“
Von den rund 40 Millionen Euro für Schutzmaßnahmen im Bereich der WLV stellt der Bund etwa 23 Millionen Euro zur Verfügung, das Land Salzburg rund 6,2 Millionen Euro und mehr als 10 Millionen Euro werden von Gemeinden und weiteren Beteiligten eingebracht.
Die Wirkung dieser Investitionen zeigt sich deutlich: Dort, wo Schutzbauwerke bestehen, können Schäden bei Unwettern erheblich reduziert oder ganz vermieden werden. Neben neuen Projekten bleiben auch laufende Instandhaltung und Weiterentwicklung bestehender Anlagen wichtige Aufgaben, um die Sicherheit langfristig zu gewähren.