Arbeitsprogramm 2026-2028 der EUSALP Arbeitsgruppe 8
Die Arbeitsgruppe 8 (kurz AG8) "Risiko Governance" der EUSALP hat ihr neues Arbeitsprogramm für die Jahre 2026-2028 ausgearbeitet. Das übergeordnete Ziel der AG8 ist die Verbesserung und Stärkung des Risikomanagements und der Anpassung an den Klimawandel im Alpenraum.
Der Alpenraum ist ein attraktiver Lebens- und Arbeitsraum mit unterschiedlichen demografischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen und einer großen natürlichen und kulturellen Vielfalt. Gleichzeitig ist der Alpenraum auch mit großen Herausforderungen konfrontiert, die nur durch transnationale Zusammenarbeit bewältigt werden können. Zu diesem Zweck hat sich die EUSALP (EU-makrogregional Strategie für den Alpenraum) gebildet.
Was ist EUSALP?
Die EUSALP umfasst sieben Staaten (Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Slowenien, Schweiz und Liechtenstein) und 48 Regionen mit insgesamt über 80 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern im Alpenraum. Die Strategie trägt dazu bei, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren zu verbessern sowie gemeinsame Ziele zu identifizieren und umzusetzen.
Die Aktionsgruppe 8 hat sich zum Ziel gesetzt, Strategien zum Risikomanagement im Zusammenhang mit Naturgefahren weiterzuentwickeln und umzusetzen und gleichzeitig neue Herausforderungen anzugehen, die sich aus dem Klimawandel und der globalen Erwärmung ergeben.
Arbeitsprogramm der Arbeitsgruppe 8
Die Aktionsgruppe 8 dient als Schnittstelle für den Austausch von Wissen und Erfahrungen und ermöglicht die Entwicklung gemeinsamer Ansätze für Herausforderungen im Bereich Klimawandelanpassung und Risikomanagement. 2026 startet das neue Arbeitsprogramm der AG8, dass bis 2028 geht.
Die drei Schwerpunktthemen sind:
- Stärkung der transnationalen Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Methoden zur Gefahren- und Risikobewertung und Aufbau auf bestehender Zusammenarbeit
- Bündelung von Forschungsaktivitäten zum Katastrophenrisikomanagement und zur Klimawandelanpassung und dessen Eindämmung im gesamten Alpenraum
- Analyse der sozioökonomischen Folgen klimabedingter Naturkatastrophen sowie Etablierung einer Risikosteuerung (Risk Governance)
Dazu werden die Handlungsempfehlungen die in der Arbeitsperiode 2023-2025 entwickelt wurden herangezogen. In der neuen Periode 2026-2028 werden ausgewählte Empfehlungen vertieft beziehungsweise Umsetzungsstrategien entwickelt, durch unter anderem eine internationale Konferenz sowie eine Studie. Zudem soll ein Projekt zu gezielten Ansätzen zur Prävention, Bewältigung und Lösung von Konflikten für die Förderung von allgemein akzeptierten naturnahen Lösungen und Klimawandelanpassungsmaßnahmen ausgearbeitet werden.
Die Kommunikation und Verbreitung des Wissens ist auch eine wichtige Aufgabe der Arbeitsgruppe, daher wird auch in dieser Periode an der Erweiterung der Wissenplattform CAPA (Klimawandelanpassungsplattform für die Alpen) und der Umsetzung von strategischen Elementen der Roadmap gearbeitet.
Das Arbeitsprogramm der AG8 2026-2028 sowie weitere Informationen stehen auf der EUSALP-Webseite zur Verfügung.