Auswirkungen von Restwasservorschreibungen auf die Stromerzeugung in Österreich
Wie wirken sich Restwasservorschreibungen auf die Stromerzeugung aus? Das Projekt RestStrom modelliert erstmals für ganz Österreich, wie sich Restwasserabgaben auf die heimische Wasserkrafterzeugung auswirken – differenziert nach Kraftwerkstyp, Kraftwerksgröße und Jahreszeit.
Funktionsfähige aquatische Ökosysteme brauchen eine gesicherte und dauerhafte gewässertypische Wasserführung. Viele österreichische Wasserkraftwerke geben derzeit noch nicht genug Restwasser ab, um den guten ökologischen Zustand zu erreichen - das Ziel der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Gleichzeitig soll die jährliche Stromerzeugung aus Wasserkraft gesteigert werden, um die österreichischen Klimaziele zu erreichen. In diesem Spannungsfeld zwischen Gewässerschutz und Wasserkraft setzt das Projekt RestStrom an.
Mit KI-gestützter hydrologischer Modellierung und detaillierter energiewirtschaftlicher Modellierung untersucht die Studie anhand verschiedener Szenarien, wie sich Restwasservorschreibungen auf die österreichische Wasserkrafterzeugung auswirken kann. Dabei werden die Erzeugungsverluste nach Kraftwerksgröße und Kraftwerkstyp unterschieden und im Jahresverlauf betrachtet.
Die Ergebnisse zeigen, in welcher Größenordnung bei der Gewässersanierung mit einer Mindererzeugung zu rechnen ist. Sie schaffen damit eine transparente, nachvollziehbare Grundlage für die Abwägung zwischen Gewässerschutz und Stromerzeugung aus Wasserkraft sowie für die weitere Planung der Gewässersanierung, zeigen aber zugleich, wo in der Gesamtbetrachtung noch größere Unsicherheiten bestehen.