Mit Energie in eine gute Zukunft

Schülerinnen und Schüler besichtigen einen Modellversuch im Wasserbaulabor des Bundesamts für Wasserwirtschaft.
Die Kraft des Wassers: Die Exkursion ins Wasserbaulabor war ein Highlight der zweitägigen Konferenz. Foto: HAUP

Zwei Tage voller Austausch, neuer Perspektiven und Ideen: Am 29. und 30. September 2026 fand an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien die bereits 3. Klimakonferenz für Schülerinnen und Schüler land- und forstwirtschaftlicher Schulen in Österreich statt. Die Veranstaltung stand heuer unter dem Motto „Mit Energie in eine gute Zukunft“.

Was bedeutet die Energiewende für Landwirtschaft und ländliche Regionen? Wie können Windkraft, Photovoltaik, Biogas oder Biomasse zur Energieversorgung der Zukunft beitragen? Wie verändern Klimawandel und Energiewende unsere Landschaften – und welche Rolle können junge Menschen dabei selbst übernehmen?
Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler land- und forstwirtschaftlicher Schulen aus ganz Österreich bei der diesjährigen Klimakonferenz der Schulen, die im Rahmen des Projekts „Wissensknoten Klimawandel“ in Zusammenarbeit mit dem BMLUK stattfand. Unter dem Motto „Mit Energie in eine gute Zukunft“ standen erneuerbare Energien und die aktive Gestaltung einer klimafitten Zukunft im Mittelpunkt.

Von Wind und Sonne bis zu Biogas und Biomasse

In sieben Workshops konnten sich die Jugendlichen intensiv mit unterschiedlichen Themen auseinandersetzen. Dabei ging es um Windkraft ebenso wie um Photovoltaik und Energiegemeinschaften, um die Gewinnung von Biogas aus Reststoffen, Biomasse und regionale Klimawandelanpassung.
Auch der Blick über Österreich hinaus war Teil des Programms: In einem Workshop erhielten die Jugendlichen Einblicke in internationale Klimaverhandlungen und die Rolle junger Menschen im Umfeld der COP.
Besonders anschaulich wurde die Auseinandersetzung mit möglichen Zukunftsszenarien im Landscape Innovation Lab. Mithilfe digitaler Daten, 3D-Visualisierungen und Virtual Reality konnten Veränderungen unserer Landschaften durch Klimawandel, Energiewende und Landnutzung sichtbar und diskutierbar gemacht werden.
Ein Höhepunkt des ersten Konferenztages war die gemeinsame Abendveranstaltung im Wasserbaulabor der BOKU am Donaukanal. Der Forschungsstandort bot einen besonderen Rahmen, um sich mit den Zusammenhängen von Wasser, Klima und Umwelt auseinanderzusetzen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Junge Menschen diskutieren ihre Zukunft

Die Klimakonferenz sollte aber nicht nur Wissen vermitteln. Ein wesentlicher Teil des Programms bestand darin, den Jugendlichen Raum für ihre eigenen Fragen, Erfahrungen und Vorstellungen zu geben.
Welche Veränderungen wünschen wir uns für die Zukunft? Wo entstehen Zielkonflikte? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es in Landwirtschaft und Forstwirtschaft, in der eigenen Region oder im späteren Beruf? Und welchen Beitrag können wir selbst leisten?
In interaktiven Formaten am zweiten Konferenztag wurden diese Fragen gemeinsam aufgegriffen und Zukunftsbilder entwickelt und diskutiert.
Dass fachliche Auseinandersetzung und aktive Beteiligung gut miteinander verbunden werden können, zeigte sich auch in den Rückmeldungen zur Konferenz. Sowohl Schülerinnen und Schüler als auch die begleitenden Lehrpersonen nahmen die beiden Konferenztage sehr positiv auf.
Besonders geschätzt wurden die unterschiedlichen Zugänge zu den Themen, die abwechslungsreichen Workshops und der unmittelbare Kontakt zu Expert. Auch die Möglichkeit, Schüler und Lehrpersonen anderer land- und forstwirtschaftlicher Schulen kennenzulernen und sich über Schulgrenzen hinweg auszutauschen, trug zur positiven Atmosphäre bei.
Für die Lehrpersonen bot die Konferenz darüber hinaus neue Impulse, Klima- und Energiethemen im Unterricht und im schulischen Umfeld weiter aufzugreifen.

Gemeinsam an einer guten Zukunft arbeiten

Die beiden Tage machten deutlich, wie eng Klimawandel, Energie, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Landschaft, Wirtschaft und Gesellschaft miteinander verbunden sind. Gerade für junge Menschen, die künftig in diesen Bereichen arbeiten und Entscheidungen mitgestalten werden, ist es wichtig, Zusammenhänge zu verstehen, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und eigene Positionen zu entwickeln.
Die 3. Klimakonferenz bot dafür einen Raum – für Wissen und Diskussion ebenso wie für Begegnung, neue Ideen und gemeinsames Nachdenken über die Zukunft.
Vielen Dank an alle Schüler und Lehrpersonen, Referent, Workshopleiter sowie unsere Kooperationspartner, die diese beiden Tage mit ihrem Engagement, ihren Ideen und ihrer aktiven Beteiligung gestaltet haben.