Klima und Umwelt Neuer Impuls für erneuerbare Wärme: Totschnig bei Geothermieprojekt in Wien

Gruppenfoto OMV
Foto: BMLUK, Hemerka

Umweltminister Norbert Totschnig hat das Tiefengeothermieprojekt „deeep“ von OMV und Wien Energie in Wien besucht. Das gemeinsame Joint Venture setzt auf die Nutzung von Tiefengeothermie zur nachhaltigen Wärmeversorgung und gilt als wichtiger Baustein für erneuerbare Energie im urbanen Raum.

Umweltminister Norbert Totschnig: „Tiefengeothermie ist ein zentraler Baustein für eine sichere und erneuerbare Wärmeversorgung in unseren Städten. Projekte wie ‚deeep‘ zeigen, wie Klimaschutz, Innovation und wirtschaftliche Wertschöpfung zusammengehen können.“

Kooperation von OMV und Wien Energie

Das Joint Venture „deeep“ ist eine Kooperation von OMV und Wien Energie zur Nutzung von Tiefengeothermie in Wien. Wien Energie ist für die Planung und Errichtung der Obertage-Anlage sowie die Einbindung der Wärme in das Fernwärmenetz verantwortlich, während OMV die Bohrungen und die Förderung des heißen Wassers aus der Tiefe übernimmt.

Langfristig planen die Partner bis zu sieben Tiefengeothermie-Anlagen in Simmering und der Donaustadt. Ziel ist es, im Laufe der 2030er-Jahre rund 200.000 Wiener Haushalte mit Fernwärme aus Tiefengeothermie zu versorgen.

Pilotprojekt in Aspern

Die erste Anlage entsteht in der Seestadt Aspern und dient als Pilotprojekt. Dort wird Formationswasser aus Tiefen von bis zu rund 3.400 Metern gefördert. Mit einer Leistung von bis zu 20 Megawatt kann die Anlage künftig erneuerbare Fernwärme für bis zu 20.000 Wiener Haushalte liefern. Gleichzeitig sollen jährlich bis zu 54.000 Tonnen CO₂ eingespart werden.

Das Regierungsprogramm sieht für den Ausbau der Geothermie unter anderem Verfahrenserleichterungen und Förderinstrumente vor. Auch im Zuge der Umsetzung der EU-Richtlinie für erneuerbare Energien (RED III) werden weitere Schritte zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren vorbereitet.