Klima und Umwelt Österreichs Umwelttechnik stark auf der IFAT 2026 vertreten – Bundesminister Totschnig betont Innovationskraft der Branche

Bundesminister Norbert Totschnig eröffnete auf der Weltleitmesse für Umwelttechnologien – IFAT 2026 in München – den österreichischen Gruppenstand und verwies dabei auf die Stärke der heimischen Umwelttechnik- und Kreislaufwirtschaft auf den internationalen Märkten. Die Branche zeigt sich dabei als starker Exportmotor und zentraler Treiber für nachhaltige technologische Lösungen.

Die österreichische Umwelttechnikbranche präsentiert erneut ihre internationale Leistungsfähigkeit auf der IFAT 2026 in München. Die weltweit führende Fachmesse für Umwelttechnologien, Rohstoff- und Kreislaufwirtschaft gilt seit 60 Jahren als der zentrale Treffpunkt der Branche: Vom 4. bis 7. Mai 2026 versammeln sich hier mehr als 3.000 Aussteller und Austellerinnen aus über 60 Ländern. Mit über 110 ausstellenden Unternehmen zählt Österreich wieder zu den führenden internationalen Ausstellernationen und unterstreicht damit seine starke Position auf den globalen Umwelttechnikmärkten.

In zentralen Zukunftsfeldern – von moderner Abfall- und Recyclingwirtschaft über Luft- und Wasserreinhaltung bis hin zu energieeffizienten Systemlösungen – zeigen österreichische Unternehmen ihre hohe technologische Innovationskraft:
„Die hohe Forschungs- und Entwicklungsintensität sowie die konsequente Umsetzung praxisnaher Lösungen machen unsere heimische Umwelttechnik-Branche zu einem zentralen Motor der grünen Transformation“, betont Bundesminister Norbert Totschnig, der selbst den österreichischen Gruppenstand eröffnete und bei einem Rundgang zahlreiche innovative Ausstelle und Austellerinnen aus Österreich besuchte.

Mehr als 100 Innovationen „Made in Austria“ werden im Rahmen der Messe vorgestellt – darunter auch mehrere Weltneuheiten, wie zum Beispiel ein ressourcenschonender Belüfter für Kläranlagen mit Click-System, eine Luftreinigungsanlage zur wirksamen Reduktion von klimaschädlichen Lachgasemissionen oder auch eine neuartige Siebmaschine,, die erstmals stufenlose Siebdeck-Einstellungen im laufenden Betrieb von Aufbereitungsanlagen ermöglicht.

Innovationskraft trifft internationale Wettbewerbsfähigkeit

Der Ideenreichtum und Forschergeist der heimischen Umwelttechnik-Wirtschaft zeigt sich nicht nur auf der Messe in München, sondern auch im internationalen Vergleich: Laut aktuellem Eco-Innovation Index zählt Österreich zu den Top 3 Nationen innerhalb der Europäischen Union und liegt als Eco-Innovation Leader deutlich über dem EU-Durchschnitt. Gleichzeitig belegt Österreich Platz eins in der EU bei Export und Wertschöpfung im Umwelttechniksektor.

Mit über 3.300 Unternehmen und rund 57.800 Beschäftigten erwirtschaftet die Branche einen Jahresumsatz von mehr als 21 Milliarden Euro in 2023. In 2024 ist die Beschäftigung der Umwelttechnik-Wirtschaft gegenüber 2023 um mehr als zwei Prozent gestiegen – ein Plus von über 900 Green-Jobs zusätzlich. Die Exportquote liegt bei rund 73 Prozent – ein klarer Beleg für die internationale Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Umwelttechnologien.
„Die österreichische Umwelttechnikindustrie mit ihren Dienstleistungen ist ein echtes Aushängeschild unseres Wirtschaftsstandorts und zeigt, dass Klima- und Industriepolitik eine Einheit bilden können. Mit ihrer hohen Exportquote und innovativen Lösungen ist sie international gefragt und eröffnet große Chancen für Wertschöpfung und Beschäftigung in Österreich. Unser Ziel ist es, diese Stärke weiter auszubauen und österreichische Unternehmen bestmöglich auf den globalen Märkten zu unterstützen“, so Bundesminister Totschnig.

Exportinitiative und globale Vernetzung als Treiber internationaler Erfolge

Dazu wird auch die Exportinitiative Umwelttechnologie als ein Erfolgsfaktor dieser Entwicklung weitergeführt. An der gemeinsamen Initiative von BMLUK und WKÖ und den AußenwirtschaftsCentern nahmen seit ihrem Start im Jahr 2005 mehr als 500 Vertreter und Vertreterinnen aus über 400 Unternehmen teil. Ziel ist es dabei, österreichische Unternehmen beim Eintritt in internationale Märkte zu unterstützen, Synergien zu nutzen und gezielt Exportpotenziale zu erschließen. Auch im Umfeld der IFAT war die Initiative über die Jahre hinweg ein wichtiger Impulsgeber für die Sichtbarkeit der Branche. Die internationale Vernetzung wird auch durch die zwölf IFAT-Standorte weltweit gestärkt. Österreichische Unternehmen profitieren dabei von organisierten Gemeinschaftsständen und gezielten Exportaktivitäten, die den Zugang zu neuen Märkten erleichtern und die internationale Position weiter ausbauen.

Umwelttechnik und Kreislaufwirtschaft: Schlüssel einer zukunftsfähigen Industrie

Auf nationaler Ebene unterstreicht die Industriestrategie Österreich 2035 die strategische Bedeutung der gesamten Umwelttechnik- und Energiebranche. Vor allem die Kreislaufwirtschaft rückt dabei in den Mittelpunkt der industriepolitischen Zukunftsagenda: Sie wird als ein zentrales Handlungsfeld eng mit Wettbewerbsfähigkeit, Rohstoffsouveränität und wirtschaftlicher Resilienz verknüpft.
„Recycling, Sekundärrohstoffe, digitale Ressourcenplattformen, Produktpässe und zirkuläre Produktionssysteme sind zentrale Bausteine unserer künftigen Entwicklung. Die Kreislaufwirtschaft wird damit zunehmend als Motor der industriellen Transformation positioniert“, sagt Bundesminister Totschnig.

Vor diesem Hintergrund wird derzeit auch ein Positionspapier der „Task-Force Kreislaufwirtschaft“ erarbeitet, dass die Synergien zwischen Industriestrategie, Kreislaufwirtschaftsstrategie und Bioökonomiestrategie weiter konkretisieren soll. Ziel ist es, die Stärken des Standorts Österreich gezielt neu zu bündeln und die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige, wettbewerbsfähige und zirkuläre Industrie weiter zu verbessern.

„Auf der IFAT 2026 konnte man sich ein eindrucksvolles Bild von der Stärke der österreichischen Umwelttechnik und Kreislaufwirtschaft machen. Österreichische Lösungen in diesen Sektoren sind international gefragt, technologisch führend und ein zentraler Treiber für Innovation, Wachstum und nachhaltige Entwicklung,“ so Bundesminister Norbert Totschnig abschließend.