Klima und Umwelt Tag gegen Lärm: Mehr als 550.000 Menschen in Österreich betroffen

Totschnig: „Lärmschutz betrifft uns alle“

Lärm ist eines der größten Umweltprobleme in Österreich: Mehr als 550.000 Menschen sind stark belastet, über 223.000 leiden unter erheblichen Schlafstörungen. Anlässlich des Tags gegen Lärm am 29. April betont Umweltminister Norbert Totschnig die Dringlichkeit wirksamer Maßnahmen und mehr Bewusstsein im Alltag.

Umweltminister Norbert Totschnig: „Lärm belastet die Gesundheit und die Lebensqualität vieler Menschen. Strategische Lärmkarten helfen uns, gezielt gegenzusteuern. Gleichzeitig gilt: Lärmschutz betrifft uns alle – auch im Alltag können wir durch Rücksichtnahme einen wichtigen Beitrag leisten.“

Ein zentrales Instrument im Kampf gegen Lärm ist die Umgebungslärmgesetzgebung. Strategische Lärmkarten zeigen, wo Belastungen besonders hoch sind, und bilden die Grundlage für gezielte Schutzmaßnahmen. Aktuell sind 6.212 Kilometer Hauptverkehrsstraßen, 1.978 Kilometer Haupteisenbahnstrecken sowie alle Flughäfen lärmkartiert.

Besonders betroffen sind Menschen entlang großer Verkehrsachsen und in Städten. Über die Plattform laerminfo.at sind die wichtigsten Daten öffentlich zugänglich: In den Ballungsräumen Wien, Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck wurden sämtliche Verkehrslärmquellen vollständig erfasst. Darüber hinaus stehen österreichweit Lärmkarten für die Hauptverkehrsinfrastruktur zur Verfügung.

Mit dem Dashboard Umgebungslärm können Bürgerinnen und Bürger einfach nachvollziehen, wie stark ihre Region betroffen ist, welche Verkehrsträger zur Belastung beitragen und wie sich die Situation entwickelt. Bereits jetzt laufen die Arbeiten an der nächsten strategischen Lärmkartierung für 2027. Diese bildet die Grundlage für neue Aktionspläne, die bis 2029 umgesetzt werden müssen.

Mehr Informationen unter: laerminfo.at