Klima und Umwelt Totschnig begrüßt Unterstützung seines deutschen Amtskollegen für Gratiszertifikate
Der europäische Emissionshandel ist ein zentrales klimapolitisches Instrument. Um Wettbewerbsnachteile gegenüber Produzenten in Drittstaaten auszugleichen, erhält die energieintensive Industrie einen Anteil an sogenannten Gratiszertifikaten.
Doch gemäß der EU-Rechtssetzung nehmen diese Gratiszertifikate bereits ab dem Jahr 2026 schrittweise ab. Um die Abwanderung der heimischen Industrie zu verhindern und mehr Zeit für Investition in klimafreundliche Technik und Maßnahmen zu ermöglichen, hat sich Bundesminister Totschnig bereits bei den Verhandlungen zum EU-Klimagesetz erfolgreich für eine Verlängerung dieser Gratiszertifikate eingesetzt, wobei die dadurch ausgelösten Entlastungen in die Transformation einfließen sollen. Der deutsche Umweltminister Carsten Schneider unterstützt nun diesen österreichischen Vorstoß.
Im EU-Klimagesetz ist verankert, dass der Abbau-Zielpfad spätestens mit 2028 verlangsamt werden muss. Nun liegt es an der Kommission einen konkreten Legislativvorschlag vorzulegen.
Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig: „Die Unterstützung von Bundesminister Schneider zeigt, wie wichtig wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für energieintensive Industrien in Europa sind. Der Emissionshandel ist ein zentrales Instrument des Klimaschutzes, muss aber so ausgestaltet sein, dass es nicht zu einer Abwanderung von Produktion und Arbeitsplätzen kommt. Entscheidend sind realistische Benchmarks und faire Bedingungen im europäischen Wettbewerb. Klimaschutz und ein starker Industriestandort müssen gemeinsam gedacht werden.“
Totschnig: „Wir sind in Europa auf einem guten Weg, den Ausstoß von Treibhausgasen weiter konsequent zu reduzieren und gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit auszubauen. Das ist sowohl eine gute Nachricht für Umwelt und Klima als auch für die heimischen Betriebe und unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. So gelingt vernünftige, sinnvolle Umwelt- und Klimapolitik, die für unser Land positiv wirkt.“