Klima und Umwelt Totschnig/Hattmannsdorfer: Umweltinvestitionen-Bericht 2025 zeigt Milliardenimpuls für Industrie, Umwelt und Green Jobs

Umwelt-, Energie-, Wasser- und Industrieprogramme mobilisieren 7,24 Milliarden Euro und stärken Österreichs Wettbewerbsfähigkeit
 

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) und das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) präsentieren den Bericht „Umweltinvestitionen des Bundes 2025 – Klima- und Umweltschutzmaßnahmen“. Die Zahlen unterstreichen die Wirkung der Förderungs- und Finanzierungsinstrumente des Bundes: Im Jahr 2025 wurde ein umweltrelevantes Investitionsvolumen von rund 7,24 Milliarden Euro ausgelöst. Damit setzen die Programme beider Ressorts starke konjunkturelle Impulse, sichern Beschäftigung und stärken den österreichischen Standort.

Bundesminister Norbert Totschnig: Die Umweltinvestitionen des Bundes wirken weit über ökologische Ziele hinaus. Sie mobilisieren Investitionen, stärken die Regionen und sichern Arbeitsplätze. Investitionen in Klima-, Umwelt- und Wasserprojekte sind ein zentraler Beitrag zur Versorgungssicherheit und stärken Lebensqualität, Sicherheit und wirtschaftlichen Aufschwung in Österreich.

Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer: „Energie ist Standortpolitik. Gerade in Zeiten hoher Energiepreise entscheidet die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie über Arbeitsplätze, Wohlstand und Wertschöpfung in Österreich. Deshalb investieren wir gezielt in Energieeffizienz, moderne Technologien und die Transformation der Industrie. Diese Programme senken Kosten für Unternehmen, reduzieren Abhängigkeiten von Energieimporten und sichern Arbeitsplätze. Unser Anspruch ist klar: Österreich soll auch in Zukunft ein Land der Produktion, der Innovation und der industriellen Wertschöpfung bleiben.“

Maßnahmen des BMLUK:

Rund 548.000 Projekte werden umgesetzt und Investitionen von rund 5,9 Milliarden Euro ausgelöst. Gleichzeitig sichern die Klima- und Umweltschutzmaßnahmen rund 46.000 Arbeitsplätze in den Regionen, sogenannte „Green Jobs“. Besonders hohe Effekte erzielte die Sanierungsoffensive: Rund 3,5 Milliarden Euro Investitionen wurden ausgelöst, jährlich werden dadurch über 524.000 Tonnen CO₂ eingespart. Maßnahmen in den Bereichen Umweltförderung im Inland, Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft, Biodiversität, Altlasten, Wasserwirtschaft und internationale Klimaschutzmaßnahmen leisten weitere wesentliche Beiträge.

Weitere zentrale Effekte lieferte 2025 die Wasserwirtschaft. Insgesamt wurden Investitionen von rund 1,15 Milliarden Euro durch Projekte in der Trinkwasser- und Abwasser-entsorgung, der Gewässerökologie sowie im Hochwasserschutz ausgelöst. So konnten für die heimische Trinkwasserversorgung rund 330 km neue Wasserleitungen errichtet, und für die Abwasserentsorgung 355 km neue Kanäle gebaut werden sowie 71 km Flussläufe morphologisch verbessert und renaturiert werden. Darüber hinaus wurde der Hochwasserschutz gezielt weiter ausgebaut: Durch neue Schutzmaßnahmen, Retentionsräume und Planungen werden künftig rund 6.230 Menschen und 2.026 Objekte besser vor Hochwasserereignissen geschützt.

Maßnahmen BMWET:

Insbesondere das Energieeffizienz-Programm setzt wirksame Impulse, Energieeinsparungs-Potentiale zu heben, Prozesse zu optimieren und die Abhängigkeit von teuren Energieimporten zu reduzieren. Die Förderungen unterstützen Investitionen in moderne, energieeffiziente Technologien und bekämpfen damit erhöhte Energiekosten direkt am Energieverbrauch. Insgesamt wurden im Rahmen des Energieeffizienz-Fonds im Jahr 2025 rund 7.800 Investitionsprojekte mit einem Investitions-volumen von fast 500 Millionen Euro und einem Arbeitsmarkteffekt von rund 2.500 Arbeitsplätzen unterstützt. Mit den geförderten Projekten können jährlich rund 195 GWh Endenergie eingespart werden.

Darüber hinaus unterstützt das BMWET mit der Transformation der Industrie (TDI) die strategische Weiterentwicklung energieintensiver Sektoren. Ziel ist es, industrielle Wert-schöpfung langfristig zu sichern und den Übergang zu einer klimaverträglichen, zukunftsfähigen Industrie zu begleiten. Mit den 2025 unterstützten Projekten wurde ein Investitionsvolumen von rund 840 Millionen Euro, und eine jährliche CO₂-Reduktion von rund 730.000 t ausgelöst. Gemeinsam tragen diese Maßnahmen dazu bei, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Beschäftigung und Klimaschutz in Einklang zu bringen und den Industriestandort Österreich nachhaltig abzusichern. Anknüpfend an diese Ergebnisse setzt das BMWET die Unterstützung der Transformation der Industrie aktuell fort. Im Mai 2026 wurden zwei weitere Ausschreibungen im Rahmen der TDI gestartet, für die insgesamt 140 Millionen Euro für Investitionszuschüsse sowie 130 Millionen Euro für Transformationszuschüsse zur Verfügung stehen.

Der vorliegende Bericht bildet die Leistungen und Effekte der Förderungen und Finanzierungen transparent ab, und dient als fundierte Entscheidungsgrundlage für die Weiterentwicklung einer wirksamen Klima-, Umwelt-, Energie- und Wasserpolitik. Die Förderungs- und Finanzierungs-instrumente von BMLUK und BMWET leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung der nationalen Klima- und Umweltziele sowie zur Stärkung von Daseinsvorsorge, Wirtschaft, Beschäftigung und Sicherheit.

Link zum Bericht: Umweltinvestitionen des Bundes