Ministerium Totschnig: 200. Wildbienenhotel stärkt am Ministeriumsdach Artenvielfalt

Gruppenfoto Bienenhotel Dach BMLUK<br/>
Foto: BMLUK, Rene Hemerka

Mit einem Wildbienenhotel auf dem Dach des Ministeriums setzt Umweltminister Norbert Totschnig aktiv ein Zeichen für den Erhalt der Biodiversität.

Urlaub für Bienen über den Dächern Wiens? Nicht ganz. Mit einem Wildbienenhotel auf dem Dach des Ministeriums setzt Umweltminister Norbert Totschnig aktiv ein Zeichen für den Erhalt der Biodiversität. Im Rahmen des Forschungsprojekts „UrbanBEE“ bietet es Wildbienen inmitten der Stadt wertvolle Nistmöglichkeiten und trägt zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei.

Landwirtschafts- und Umweltminister Norbert Totschnig: „Wildbienen leisten neben der Honigbiene einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Landwirtschaft und den Erhalt der biologischen Vielfalt. Mit dem Bienenhotel auf dem Dach des Ministeriums schaffen wir ganz konkret neuen Lebensraum und zeigen, wie Artenschutz auch im urbanen Raum erfolgreich umgesetzt werden kann.“

Über „UrbanBEE“

Das internationale Citizen-Science-Projekt „UrbanBEE“ erforscht die Lebensweise von Wildbienen in Städten und untersucht insbesondere die Nutzung von künstlichen Nistplätzen. In Wien engagieren sich rund 200 Freiwillige, die Bienenhotels im eigenen Garten oder auf dem Balkon aufstellen, betreuen und regelmäßig wissenschaftlich dokumentieren. Die dabei gewonnenen Daten liefern wertvolle Erkenntnisse über die Rolle von Wildbienen in urbanen Ökosystemen und bilden eine wichtige Grundlage für künftige Schutzmaßnahmen.

Das internationale Forschungsprojekt wird in Österreich unter der Leitung der Universität Wien und der AGES betreut.

„UrbanBEE zeigt, wie Forschung und Engagement der Bevölkerung gemeinsam wirken können. Die gesammelten Daten helfen uns zu verstehen, wie Wildbienen in der Stadt leben – und wie wir ihren Lebensraum gezielt verbessern können. Dass nun auch das Ministerium ein Bienenhotel aufstellt, ist ein wichtiges Signal für mehr Biodiversität im urbanen Raum“, so Petra Sumasgutner, österreichische Projektleitung der Uni Wien.

„Wir wollen einerseits erforschen, wie die Stadt attraktiver für Bestäuber wird, und andererseits auch die Neugier der Bürgerinnen und Bürger für diese wichtige Insektengruppe wecken. Die Anzahl der verschlossenen Löcher wird uns zeigen, ob auch im Herzen von Wien Wildbienen ein Zuhause finden können", erklärt AGES-Bienenexpertin Linde Morawetz.

©BMLUK/Hemerka
Gruppenfoto v.l. n.r. Ratzenböck (AGES), Morawetz (AGES), BM Totschnig , Rainieri (Uni Wien), Hör (BMLUK)