Neue Zahlen zu Lebensmittelverschwendung und Kampagnenstart „Mach’s wie Oma: Rette Lebensmittel!“
Einen Tag vor dem Internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung am 29. September präsentiert das Landwirtschafts- und Umweltministerium neue Zahlen zu Lebensmittelabfällen in Österreich und startet die Bewusstseinskampagne „Mach’s wie Oma: Rette Lebensmittel!“
Im Fokus stehen vor allem private Haushalte und junge Erwachsene. Mit einfachen, alltagstauglichen Tipps soll gezeigt werden, wie noch genussfähige Lebensmittel länger genutzt, Restln verwertet und damit gleichzeitig Ressourcen und Geld gespart werden können.
Alle Infos und praktische Tipps zum Thema gibt es hier: www.rette-lebensmittel.at
Neue Zahlen: Mehr als die Hälfte der Lebensmittelabfälle in Haushalten
Seit 2020 melden die EU-Mitgliedstaaten ihre Lebensmittelabfalldaten jährlich an Eurostat. In Österreich werden die Daten vom Umweltbundesamt im Auftrag des Landwirtschafts- und Umweltministeriums ermittelt. Die gesamte Wertschöpfungskette pro Kopf gerechnet, lag Österreich im Jahr 2023 mit 130 Kilogramm in etwa im EU-Schnitt von 129 Kiloramm. Nun liegen die neuesten Zahlen aus Österreich für das Jahr 2024 vor:
Produktion: 11.297 Tonnen
Be- und Verarbeitung: 234.863 Tonnen
Handel: 71.275 Tonnen (davon vermeidbar: 59.871 Tonnen)
Außer-Haus-Konsum: 228.418 Tonnen (davon vermeidbar: 171.314 Tonnen)
Haushalte: 629.353 Tonnen (davon vermeidbar: 337.646 Tonnen)
Gesamt: 1.175.206 Tonnen (davon vermeidbar: 568.831 Tonnen)
Gegenüber 2020 ist die Gesamtmenge der Lebensmittelabfälle damit um 3 Prozent gesunken. Der Anteil der Haushalte und des Handels ist zurückgegangen, während der Anteil von Be- und Verarbeitung sowie Außer-Haus-Konsum zunahmen. Der Anteil der Produktion ist in etwa gleichgeblieben.
In den österreichischen Haushalten werden pro Person jährlich rund 69 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen, rund 37 Kilogramm davon wären vermeidbar. Der Wert der vermeidbaren Lebensmittelverschwendung beträgt damit rund 400 Euro pro Person und Jahr.
Genau hier setzt die neue Kampagne „Mach’s wie Oma: Rette Lebensmittel!“ an. Sie richtet sich vorrangig an 18- bis 30-Jährige, bei denen, wie Studien zeigen, besonders großes Aktivierungspotenzial besteht.
Die Kampagne läuft unter dem Dach der Initiative „Lebensmittel sind kostbar!“, mit der sich das Landwirtschafts- und Umweltministerium seit 2013 gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette für die Vermeidung von Lebensmittelabfällen einsetzt. Über die Jahre waren rund 100 Kooperations- und Paktpartner in die Initiative eingebunden.
Unterstützt wird die Kampagne von SPAR, der REWE Group und ihren Handelsfirmen BILLA, PENNY, ADEG und BIPA sowie von HOFER und Lidl Österreich. Die vier Unternehmen sind „Lebensmittel sind kostbar!“-Kooperationspartner.