Der Global Forest Goals Report 2026
Der Global Forest Goals Bericht 2026 bietet einen umfassenden Überblick über den Umsetzungsstand der sechs globalen Waldziele, die im Rahmen des Strategischen Plans für Wälder 2017–2030 der Vereinten Nationen verabschiedet wurden.
Diese Ziele umfassen zusätzlich 26 Unterziele, die alle auf die Förderung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung abzielen. Die sechs Kernziele sind:
- Verlust von Waldfläche stoppen
- Verbesserung der Waldbewirtschaftung und der Lebensgrundlagen
- Geschützte Waldflächen erhöhen
- Mobilisierung von Ressourcen
- Stärkung der Waldbewirtschaftung
- Verstärkte Zusammenarbeit der verschiedenen Sektoren
Im Bericht wird der Fortschritt bei den globalen Waldzielen bewertet, außerdem werden die 26 zugehörigen Teilziele analysiert. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für gezielte Empfehlungen zur Erreichung der Ziele bis 2030. Der Bericht basiert hauptsächlich auf freiwilligen nationalen Beiträgen von 48 Ländern, die im Zeitraum 2024–2026 eingereicht wurden und etwa 51 Prozent der globalen Waldfläche abdecken. Zusätzlich fließen Daten aus dem Global Forest Resources Assessment (FRA) 2025 der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) in die Bewertung ein.
Der Global Forest Goals Bericht 2026 wurde am 11. Mai 2026 im Rahmen des 21. Waldforums der Vereinten Nationen (UNFF21) veröffentlicht.
Ergebnisse des Berichts
Der Bericht zeigt Fortschritte, macht jedoch deutlich, dass die getroffenen Maßnahmen nicht ausreichen, um alle Ziele der Global Forest Goals bis 2030 zu erreichen. Der Stand der Ziele lässt sich wie folgt zusammenfassen:
- Sieben Ziele sind weitgehend erreicht,
- 17 Ziele wurden teilweise erfüllt,
- zwei Ziele liegen hinter den Erwartungen zurück.
Besonders positive Entwicklungen sind in den Bereichen geschützte Wälder, nachhaltige Waldbewirtschaftung, waldbezogene Daten und internationale Zusammenarbeit festzustellen. Gleichzeitig weist der Bericht auf fortbestehende Herausforderungen hin, zu denen der anhaltende Waldverlust, Waldschädigung, klimabedingte Belastungen sowie Finanzierungslücken zählen.
Ein besonderer Handlungsbedarf besteht in folgenden Bereichen:
- Stopp der globalen Entwaldung und Umkehrung des Waldverlusts
- Schließung der Finanzierungslücke für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung
- Stärkung der Waldpolitik und der Rechtsdurchsetzung
- Ausweitung der Bemühungen zur Wiederherstellung und Stärkung der Widerstandsfähigkeit
- Verbesserung der sektorübergreifenden Koordinierung und Partnerschaften
Obwohl bereits viele Fortschritte erzielt wurden, unterstreicht der Bericht die Dringlichkeit, die Maßnahmen zu intensivieren. Er weist zudem auf den bedeutenden Beitrag der Wälder zum Klimaschutz, zur biologischen Vielfalt, zur Sicherung der Lebensgrundlagen und zur Erreichung der Ziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen hin.