Europäische FOREST Partnerschaft
Mit 1. Juni 2026 startete die europäische FOREST Partnerschaft. Mit rund 100 Partnern aus 28 Ländern, einem Gesamtbudget von circa 233 Millionen Euro und einer Laufzeit von 10 Jahren soll diese Forschungsinitiative die Klimaresilienz, Biodiversität und Nachhaltigkeit europäischer Wälder und die holzbasierte Bioökonomie stärken.
Die Europäische Partnerschaft FOrests, forestry and the forest-based Sector: REsearch and Innovation for a Sustainable Transition (FOREST) startete am 1. Juni 2026 mit einer geplanten Laufzeit bis 31. Mai 2036. Das Konsortium der FOREST Partnerschaft besteht aus rund 100 Partnern aus 28 Ländern. Im Zentrum stehen 7 transnationale Förderaufrufe zur Einreichung und Abwicklung von europäischen Forschungsprojekten. Ministerien und Forschungsförderungsorganisationen aus 28 Ländern mobilisieren 166 Millionen Euro nationale Mittel und lösen damit eine Kofinanzierung von 70 Millionen Euro der Europäischen Kommission aus.
Österreichische Teilnahme im Konsortium
Teilnehmende Organisationen aus Österreich sind neben dem BMLUK die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), Bundesforschungszentrum für Wald (BFW), Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), Universität Graz, The International Union of Forest Research Organizations (IUFRO) und SYRION – Institut zur Förderung Systemischer Forschung und Innovation. Mit der eingebrachten Arbeitsleistung und Expertise in den Arbeitspaketen übernehmen die österreichischen Partner wesentliche Aufgaben im Konsortium. Das BMLUK übernimmt mit der Leitung des Arbeitspakets 5 zur „Globalen Dimension der Partnerschaft“ die Federführung bei der Koordination der Zusammenarbeit mit internationalen Partnerorganisationen und Einbindung von globalen Prozessen.
Nationale Beteiligung an transnationalen Forschungsprojekten
Das BMLUK ist als Fördergeber im Konsortium der Partnerschaft vertreten und stellt den nationalen Kofinanzierungs-Anteil für die transnationalen Forschungsprojekte bereit. Damit ist Österreich einer von insgesamt 38 Forschungsförderungsorganisationen der 28 teilnehmenden Länder im Konsortium. Die Partnerschaft hat sich zum Ziel gesetzt, das Konsortium innerhalb und außerhalb Europas (einschließlich Übersee) aktiv zu erweitern und zusätzliche Partner sowie Mitwirkende für die gemeinsamen Ausschreibungen zu gewinnen.
Zusätzliche Aktivitäten
Ergänzend zu den transnationalen Forschungsprojekten wird die FOREST Partnerschaft in folgenden Bereichen Akzente zu setzen:
- Aufbau eines Europäisches Netzwerk von „Living Labs“ für Wald und Forstwirtschaft
- Abstimmung der Prioritäten im Bereich des Forstmonitorings und Forstpolitik
- Gemeinsame Nutzung von Forschungs- und Technologieinfrastrukturen
- Gemeinsame strategische Programmplanung und Koordinierung zu ausgewählten Forschungs- und Innovationsthemen
- Förderung der nächsten Generation von Wissenschaftlern
Nationale Spiegelgruppe als Plattform für den Informationsaustausch
Um den regelmäßigen Austausch mit österreichischen Akteurinnen und Akteuren zu fördern, wurde eine nationale Spiegelgruppe eingerichtet. Hier werden aktuelle Entwicklungen und Neuigkeiten aus der FOREST-Partnerschaft vorgestellt und diskutiert. Nationale Akteurinnen und Akteure haben weiters auch die Möglichkeit, dass ihre Anliegen in den Entscheidungsgremien der Partnerschaft eingebracht werden können. Bei Interesse kontaktieren Sie uns gerne unter holz@bmluk.gv.at.
Fortführung der langjährigen aktiven Beteiligung in der Europäischen Forst- und Holzforschung
Österreichische Akteure haben mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Beteiligung und aktiven Mitgestaltung von Forschungskooperationen auf Europäischer Ebene. Bereits 2004 im damaligen ERA.NET Programm beteiligte sich Österreich bei WOODWISDOM-NET und später auch bei WOODWISDOM-NET+, SUMFOREST und FORESTVALUE. Durch den Übergang zu Horizon Europe und den europäischen Partnerschaften werden ungleich größere Ressourcen mobilisiert und Chancen für die aktive Mitgestaltung der europäischen Forschungslandschaft eröffnet.