Ereignisdokumentation 2025

Deckblatt Ereignisdokumentation 2025
Foto: Land Tirol

2025 wurden nur 28 % der Naturgefahrenereignisse, der beiden Vorjahren (2024 und 2023 mit jeweils über 400 Ereignissen), erfasst. Der folgende Bericht fasst die Ereignisse im Zuständigkeitsbereich der Wildbach- und Lawinenverbauung zusammen.

Die Abbildung zeigt eine bodennahe Aufnahme des Sandesbachs mit mehreren Gebäuden und großflächigen Ablagerungen aus Steinen, Holz und Feinmaterial. Im Vordergrund sind beschädigte Zäune und Wege erkennbar, im mittleren Bildbereich Ablagerungen bis an Wohn‑ und Wirtschaftsgebäude. Rechts befindet sich ein stark beschädigtes Nebengebäude, links das Hotel mit angrenzendem Hofbereich. Im Hintergrund sind bewaldete Berghänge und das Gerinne erkennbar.

114 dokumentierte Ereignisse

2025 wurden 114 Ereignissen dokumentiert. Dies ist weniger als 30 % der noch im Vorjahr dokumentierten Ereignisse (2024: Anzahl 423).und liegt auch unter den Jahren 2022 (208 Ereignisse) und 2021 (360 Ereignisse). Hinsichtlich der vier Kategorien war die Aufteilung wie folgt: 

  • 73% Wasser 
  • 5% Rutschung
  • 20% Steinschlag 
  • 2% Lawine 

Über das Jahr gesehen waren die beiden Monate Juni und Juli am ereignisreichsten. In diesem Zeitraum traten rund 73% der Ereignisse auf. Auch im August traten mit 21% noch viele Ereignisse auf. Die Prozessarten fluviatiler und murartiger Feststofftransport dominierten.

Ereignisdokumentation der WLV

Die statistische Auswertung der Ereignisse erfolgt prinzipiell im 5W-Standard, wo die wesentlichen Fragen „Wann?“, „Was?“, „Warum?“ und „Wo?“, mit Ausnahme der Frage „Wer?“, behandelt werden. Die anschließenden Detailberichte werden dann durch die Frage „Wer“ ergänzt.

Die Ereignisdokumentation wird im Auftrag des Bundesministeriums jedes Jahr erstellt und untersucht den Bereich der Naturgefahren der Wildbach- und Lawinenverbauung (wie beispielsweise Muren, Rutschungen und Lawinen) genau. Der gesamte Bericht ist unter Downloads verfügbar.