Oberösterreich: Veranstaltungen für mehr Naturgefahrenbewusstsein
Kurz vor Ferienbeginn fanden in der Sektion Oberösterreich drei Veranstaltungen statt, bei denen das Bewusstsein für Naturgefahren und den Gefahrenzonenplan gestärkt werden konnte.
Wassererlebnistag Bad Ischl
Am 25. Juni veranstaltete das Land Oberösterreich den Wassererlebnistag „Unser Wasserschatz“ in Bad Ischl. An rund 20 Wissens- und Experimentierstationen wurden die vielen Facetten des Wassers erlebbar und anschaulich gemacht. Am Vormittag waren rund 750 Schüler und Schülerinnen im Kurpark und am Nachmittag erkundeten weitere Interessierte die vielfältigen Informationen rund um Hochwasser, Wasserkreislauf, den Lebensraum Wasser und unser Wassernetz. Die Wildbach- und Lawinenverbauung, GBL OÖ West stellte sich und die Schutzmaßnahmen in der Umgebung vor. Neben dem mit Begeisterung besuchten Wildbachmodell sowie Informationstafeln waren auch die geführten Führungen zur Renaturierung im Zuge des Projekts „Kaltenbach“ mit anschließendem Einsetzen von Jungforellen ein gut besuchtes Highlight.
Schulprojekt - Schutzmaßnahmen im Haselgraben und Revision GZP Linz
Mit dem Projekt Haselgraben verbessert die GBL OÖ Nord den Schutz vor Hochwasser in Linz-Urfahr. Gleichzeitig wird der Gefahrenzonenplan der Stadt Linz überarbeitet und an die aktuellen Gegebenheiten angepasst. Um die Bedeutung der Schutzmaßnahmen und des Gefahrenzonenplans zu vermitteln, fand am 2. Juli ein Schulprojekt mit den dritten Klassen der Bertha von Suttner Volksschule statt. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich dabei mit Naturgefahren, insbesondere mit Hochwasser in Wildbächen, und lernten den Gefahrenzonenplan kennen. Bei einer Exkursion zu den laufenden Bauarbeiten am Haselgraben erhielten sie spannende Einblicke in die Hochwasserschutzmaßnahmen vor Ort und lernten auf spielerische Weise die Wichtigkeit des Gefahrenzonenplans kennen.
Auch die Linzer Stadträtin Eva Schobesberger besuchte das Projekt, um sich über den Fortschritt der Arbeiten sowie das Schulprojekt zu informieren.
Exkursion Hochwasserschutz St. Georgen im Attergau
Ebenfalls am 2. Juli informierte die GBL OÖ West gemeinsam mit dem Landesforstdienst OÖ die Schülerinnen und Schüler der Volksschule Straß im Attergau über den Hochwasserschutz in St. Georgen im Attergau. Einerseits wurde Mithilfe des Wildbachmodells die Entstehung von Hochwasser und die Wirkungsweise von Schutzmaßnahmen verständlich erklärt, andererseits erhielten sie vor Ort Einblicke in das Projekt „Dürre Ager Oberlauf“. Im Zuge des Projekts errichtet die WLV Filterbauwerke zum Rückhalt von Unholz sowie Geschiebeablagerungsplätze, um die von der Bundeswasserbauverwaltung in Umsetzung befindlichen Hochwasserrückhaltebecken in ihrer Schutzfunktion zu unterstützen. Dadurch wird der Hochwasserschutz für das Ortszentrum von St. Georgen im Attergau sowie die Unterliegergemeinden Vöcklamarkt und Berg im Attergau nachhaltig verbessert.