Tirol: Gründungsversammlung des Instandhaltungsverbands für Schutzbauten der WLV

Gruppenfoto der Bürgermeister und Bürgermeisterinnen des Bezirks Imst sowie Mitarbeiter:innen der Wildbach- und Lawinenverbauung zur Gründungsversammlung des Instandhaltungsverbands für Schutzbauten der WLV
Foto: die.wildbach

Mit einem Großaufgebot an Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern fand am 24. April 2026 in Imst (Tirol) die Gründungsversammlung des „Wasserverband Instandhaltung Schutzbauten Imst“ in der Gebietsbauleitung Oberes Inntal der WLV statt. Künftig wird die Inspektion von Lawinen-, Steinschlag- und Entwässerungsbauwerken im gesamten Bezirk gemeinsam organisiert.

Nach einem Pilotprojekt im Paznaun im Jahr 2019 hat sich das Modell bereits in Osttirol, dem Außerfern und dem Zillertal bewährt. Auch im Stanzertal befindet sich ein entsprechender Verband in der Genehmigungsphase.

Im Bezirk Imst verfügen 18 Gemeinden über für den Wasserverband relevante Schutzbauwerke, die regelmäßig kontrolliert werden müssen. Während sogenannte Schlüsselbauwerke jährlich überprüft werden, genügt bei Standardbauwerken ein Intervall von sechs Jahren. Rechtlich liegt die Verantwortung dafür bei den einzelnen Gemeinden – oft eine Herausforderung angesichts begrenzter personeller und fachlicher Ressourcen.

Hier setzt der Verband an: Ein eigens angestellter, fachlich geschulter „Begeher“ kontrolliert die Anlagen regelmäßig, oft in schwierigem Gelände auf über 2000 Metern Seehöhe. Festgestellte Schäden werden dokumentiert und an die Wildbach- und Lawinenverbauung weitergeleitet. Alle Daten fließen in den digitalen Wildbach- und Lawinenkataster derWLV ein und ermöglichen einen raschen Informationsaustausch.

Durch die Kooperation des Wasserverbands mit der WLV ist auch eine finanzielle Fördermöglichkeit gegeben. Dadurch ergibt sich für die Gemeinden zusätzlich zur organisatorischen auch eine finanzielle Entlastung.

Zum Obmann des neuen Verbandes wurde Elmar Haid, Bürgermeister der Gemeinde St. Leonhard im Pitztal gewählt. Der letzte Schritt ist noch der Antrag an die Behörde.

Damit ist ein wichtiger Baustein gesetzt für eine gemeinsame Inspektion und Erhaltung der Schutzbauten und durch enge Zusammenarbeit des Verbandes mit der Wildbach- und Lawinenverbauung ist die Schutzwirkung für den Siedlungsraum im Bezirk Imst gesichert.