Einladung zum Workshop "SedAlp.AT - Alpine Sedimentpotenziale unter dem Einfluss des Klimawandels"
Am 29 September findet der Experten:innen-Workshop zum Auftakt des Projekts "SedAlp.AT - Alpine Sedimentpotenziale unter dem Einfluss des Klimawandels" in Wien statt.
Eckdaten zum Workshop
- Wann? Dienstag 29. September 2026
- Wo? Wasserbaulabor BOKU (Am Brigittenauer Spron 3, 1200 Wien)
- Teilnahme? Kostenlose, aber verpflichtende Anmeldung (begrenzter Platz)
Registrieren Sie sich unter:
https://bmluk.liland.cloud/app/registration/form/event/7272030/client/bmluk
Extreme Hochwasserereignisse, Muren und Massenbewegungen nehmen infolge der Erderhitzung in den österreichischen Alpen nachweislich zu. Durch die intensive Besiedelung der Talböden und die fortschreitende touristische Nutzung der Hochlagen geraten immer mehr Flächen in den Einflussbereich gravitativer Naturgefahren. Schutzkonzepte zum Rückhalt und zur Bewirtschaftung des Feststofftransports in Wildbächen und alpinen Flüssen geraten an ihre Grenzen. Außerdem treten verschiedene Landnutzungsansprüche in Konflikt mit den für die Ablagerung und Verwertung der geräumten Feststoffe benötigten Vorsorgeflächen und steigern deren Kosten unverhältnismäßig stark.
Die Prognose der erwartbaren Feststoffmengen (-potenziale) aus alpinen Einzugsgebieten ist ebenso essentiell für das zukünftige Sedimentmanagement im Sinne der Risikovorsorge (WLV, Gemeinden, Schutzwassergenossenschaften, große Infrastrukturträger), wie für die hydromorphologische Entwicklung der alpinen Fließgewässer im Sinne der Renaturierung. In gleichem Maße sind damit auch ökonomische wie volkswirtschaftliche Überlegungen betroffen, die einer raschen Lösung bedürfen.
Es besteht daher die Notwendigkeit einer konsistenten Auseinandersetzung mit dieser Problemlage. Dazu soll im Speziellen das vom BMLUK initiierte Projekt „SedAlp.AT“ einen entscheidenden Beitrag liefern. Der Fokus von SedAlp.AT wird in der Methodenentwicklung und kartenmäßigen bundesweiten Darstellung für die Abschätzung des Sedimentpotentials, der Sedimentspende wie auch des Sedimentmanagements alpiner Wildbacheinzugsgebiete gesehen.
Während über die Feststofffrachten einzelner extremer Wildbachereignisse sehr gute Aussagen möglich sind, fehlen methodische Ansätze zur Abschätzung des Feststoffabtrags und des Sedimenttransports, bezogen auf größere zeitliche und räumliche Dimensionen. Insbesondere wird auch die Methodik der Prognose der weiteren mittel- und langfristigen Entwicklung des Feststoffpotenzials aus Alpinen Einzugsgebieten im Kontext der Erderhitzung immer wichtiger, um schutz- und energiewirtschaftliche Planungen besser skalieren zu können und bestehende Anlagen zu adaptieren.
Der Expert:innen – Workshop soll hierzu den Start dieses Projektes und Entwicklungsprozesses symbolisieren.
Programm
| Uhrzeit | Sessions |
|---|---|
| 09:30 | Willkommen |
| 10:00 | Begrüßung Florian Rudolf-Miklau, Helmut Habersack |
| 10:05 |
Die Bedeutung der Abschätzung des Sedimentpotentials, der Sedimentspende wie auch des Sedimentmanagements alpiner Wildbacheinzugsgebiete im aktuellen Risikomanagement |
| 10:30 | Geschiebetransportprozesse alpiner Flusssysteme im Kontext des Klimawandels Andrea Lammer |
| 10:55 | Technische Maßnahmen der Geschiebebewirtschaftung in Wildbacheinzugsgebieten und deren Einfluss auf Gefahrenpotential und Geschiebehaushalt im Unterlauf – Herausforderungen (im Kontext des Klimawandels)“ Bernhard Gems |
| 11:20 | Weißbuch „SedAlp.AT“: Zusammenstellung des aktuellen Wissens zur Feststoff- und Sedimentbilanzierung in alpinen Einzugsgebieten – Methodik und Erwartungshaltung Christian Scheidl |
| 11:45 | Synthese und Ausblick auf den Austausch in Arbeitsgruppen |
| 12:00 | Mittagspause |
| 12:45 | Poster-Session |
| 13:30 | Austausch in Arbeitsgruppen |
| 14:45 | Vorstellung, Synthese und Diskussion der Arbeitsgruppenergebnisse |
| 15:30 | Ausblick auf die Weiterentwicklung von SedAlp.AT |
| 16:00 | Führung Wasserbaulabor |