Siedlungswasserwirtschaft: Positive Halbjahresbilanz 2026

Trinkwasser
Foto: BMLUK / Max Slovencik

Die Siedlungswasserwirtschaft blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2026 zurück: Das Bundesministerium genehmigt 755 Förderprojekte. Mit einem Fördervolumen von 78 Millionen Euro werden Investitionen von rund 474 Millionen Euro angestoßen. Die Maßnahmen stärken die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung.

Investitionen in ganz Österreich

Die geförderten Projekte reichen von der Sanierung von Wasserleitungen über die Errichtung und die Erweiterung von Hochbehältern bis hin zur Modernisierung von Kläranlagen. Auch Maßnahmen zur Regenwasserbewirtschaftung und zur Anpassung an den Klimawandel werden umgesetzt.

Besonders Trinkwasserversorgungsprojekte sind angesichts der notwendigen Anpassungen an den Klimawandel von höchster Priorität.

Zahlen und Fakten:

  • 27 Millionen Euro Förderung für 353 Projekte zur Trinkwasserversorgung
  • 273 Kilometer Trinkwasserleitungen werden neu errichtet oder saniert
  • 24.000 m³ zusätzliches Speichervolumen in Hochbehältern
  • 39 Brunnen und 65 Quellen werden saniert oder neu errichtet
  • 51 Millionen Euro Förderung für 402 Projekte im Bereich Abwasserentsorgung

Konkrete Projekte aus der Trinkwasserversorgung im Detail

Niederösterreich. In Pitten wird ein neuer Hochbehälter errichtet. Damit wird ein Speichervolumen von 1.200 m³ geschaffen. Das BMLUK unterstütz dieses Projekt mit rund 160.000 Euro und löst dadurch Investitionskosten von 1,6 Millionen Euro aus. Auch in der Marktgemeinde Gresten werden Investitionen in die zukünftige Trinkwasserversorgung getätigt. Mit einem Förderbarwert von 640.000 Euro und Investitionskosten von 3,2 Millionen Euro werden Wasserleitungen, Hausanschlüssen und Hydranten neuerrichtet und saniert.

Steiermark. Mit der Errichtung eines Hochbehälters stärkt die Gemeinde Sankt Margarethen bei Knittelfeld ihre Trinkwasserversorgung. Mit Investitionen von rund 2,5 Millionen Euro, von denen rund 300.000 Euro das BMLUK übernimmt, wird ein neues Speichervolumen von 350 m³ geschaffen. In der Gemeinde Seiersberg-Pirka wird das bestehende Speichervolumen um 400 m³ erweitert. Das Projekt wird mit 130.000 Euro gefördert und löst Investitionen in Höhe von 1,3 Millionen Euro aus.

Kärnten. In der Marktgemeinde Brückl fließen rund 1 Millionen Euro in Sanierungsmaßnahmen. Im Zuge der Quellsanierung Johannserberg sollen insgesamt neun Quellen saniert werden. Das Projekt umfasst die Herstellung bzw. Sanierung von Quellfassungen, Quellsammelschächten, zwei Brunnenstuben und einer Transportleitung zum Hochbehälter. Das BMLUK fördert dieses Projekt mit 130.000 Euro. Auch in der Marktgemeinde Oberdrauburg werden Quellfassungen, Hochbehälter und Leitungen saniert. Das zugesagte Fördervolumen von 220.000 Euro für dieses Projekt lösen Investitionskosten von 900.000 Euro aus.

Tirol. Im Westen Österreichs wird ebenfalls gezielt in die Versorgungssicherheit investiert. In der Gemeinde Kematen wird die Trinkwasserversorgung durch Tiefbrunnenanlagen erweitert. Der Bund unterstützt das Projekt mit rund 330.000 Euro und löst damit 3,3 Millionen Euro Investitionskosten aus.