Wasser Totschnig zur Trinkwassersicherung: 273 Kilometer Wasserleitungen im ersten Halbjahr 2026 finanziert
BMLUK stärkt Versorgungssicherheit bei Trinkwasser und unterstützt die Abwasserentsorgung in ganz Österreich
Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) zieht eine positive Halbjahresbilanz 2026 zu Investitionen in Österreichs Wasserinfrastruktur: Die Förderung der Siedlungswasserwirtschaft hat bereits in den ersten sechs Monaten des Jahres maßgeblich zum Erhalt und Ausbau der kommunalen Infrastruktur beigetragen. Mit gezielten Investitionen in Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung werden Gemeinden in ganz Österreich gestärkt, die Versorgungssicherheit erhöht und wichtige Maßnahmen zur Klimaanpassung umgesetzt.
Umweltminister Norbert Totschnig betont: „Mit unseren Investitionen in die Wasserinfrastruktur schaffen wir die Grundlage für Lebensqualität, Versorgungssicherheit und Umweltschutz. Die Halbjahresbilanz zeigt, dass wir gemeinsam mit den Gemeinden zentrale Zukunftsprojekte voranbringen und die Wasserinfrastruktur nachhaltig stärken.“
Wichtige Investitionen im 1. Halbjahr 2026
Im Rahmen der Kommission Wasserwirtschaft wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 755 Projekte im Bereich der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung genehmigt
„Besonders Trinkwasserversorgungsprojekte sind angesichts der notwendigen Anpassungen an den Klimawandel von höchster Priorität. Auch die Sanierung unserer Kanalnetze und der Ausbau der Kläranlagen sind dringend notwendig“, so Totschnig. Das zugesagte Fördervolumen von 78 Mio. Euro löst Investitionen von rund 474 Mio. Euro aus.
Die Projekte reichen von der Erneuerung zentraler Leitungsnetze über den Ausbau von Hochbehältern bis hin zur Modernisierung von Kläranlagen und Maßnahmen zur Regenwasserbewirtschaftung, etwa durch Versickerungsanlagen.
Was wird mit den Finanzierungen des BMLUK umgesetzt?
- 27 Mio. Euro für die Trinkwasserversorgung unterstützen 353 Projekte.
- 273 Kilometer Wasserleitungen werden errichtet oder saniert.
- 24.000 m³ zusätzliches Speichervolumen in Hochbehältern wird geschaffen.
- 39 Brunnen und 65 Quellen werden errichtet oder saniert
Weitere 51 Mio. Euro fließen in 402 Projekte der Abwasserentsorgung.
Ausgewählte Projekte aus der Trinkwasserversorgung
Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit werden in ganz Österreich wichtige Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt.
In Niederösterreich wird in Pitten ein neuer Hochbehälter errichtet. Damit wird ein Speichervolumen von 1.200 m³ geschaffen. Das BMLUK unterstützt dieses Projekt mit rund 160.000 Euro und löst dadurch Investitionen von 1,6 Mio. Euro aus. Auch in der Marktgemeinde Gresten werden Investitionen in die zukünftige Trinkwasserversorgung getätigt. Mit einem Förderbarwert von 640.000 Euro und Investitionskosten von 3,2 Mio. Euro werden Wasserleitungen, Hausanschlüsse und Hydranten neu errichtet und saniert.
Mit der Errichtung eines Hochbehälters stärkt die Gemeinde Sankt Margarethen bei Knittelfeld in der Steiermark ihre Trinkwasserversorgung. Mit Investitionen von rund 2,5 Mio. Euro, von denen rund 300.000 Euro das BMLUK übernimmt, wird ein neues Speichervolumen von 350 m³ geschaffen. In der Gemeinde Seiersberg-Pirka wird das bestehende Speichervolumen um 400 m³ erweitert. Das Projekt wird mit 130.000 Euro gefördert und löst Investitionen in Höhe von 1,3 Mio. Euro aus.
In Kärnten in der Marktgemeinde Brückl fließen rund 1 Mio. Euro in Sanierungsmaßnahmen. Im Zuge der Quellsanierung Johannserberg sollen insgesamt neun Quellen saniert werden. Das Projekt umfasst die Herstellung bzw. Sanierung von Quellfassungen, Quellsammelschächten, zwei Brunnenstuben und einer Transportleitung zum Hochbehälter. Das BMLUK fördert dieses Projekt mit 130.000 Euro. Auch in der Marktgemeinde Oberdrauburg werden Quellfassungen, Hochbehälter und Leitungen saniert. Das zugesagte Fördervolumen von 220.000 Euro für dieses Projekt löst Investitionen von 900.000 Euro aus.
Im Westen Österreichs wird ebenfalls gezielt in die Versorgungssicherheit investiert. In der Gemeinde Kematen in Tirol wird die Trinkwasserversorgung durch Tiefbrunnenanlagen erweitert. Der Bund unterstützt das Projekt mit rund 330.000 Euro und löst damit 3,3 Mio. Euro Investitionen aus.