Auendialogforum: Wasser in der Landschaft halten

Naturwaldreservat
Foto: BMLUK / Brigitte Jelinek

Beim 6. Österreichischen Auendialogforum in Salzburg stand die konkrete Umsetzung der österreichischen Auenstrategie im Mittelpunkt. Themenschwerpunkte waren aktuelle Renaturierungsmaßnahmen, der Entwurf des Wiederherstellungsplans für frei fließende Flüsse und Auen sowie erfolgreiche Projekte aus ganz Österreich.

Unter dem Motto „Von der Strategie zur Umsetzung“ lud der Naturschutzbund Österreich gemeinsam mit dem BMLUK und dem Land Salzburg zum fachlichen Austausch nach St. Virgil. Angesichts zunehmender Hitzewellen, Trockenperioden und extremer Wetterereignisse gewinnt die Wiederherstellung intakter Flusslandschaften weiter an Bedeutung.

Auen stärken den Wasserhaushalt

Intakte Auen sind wertvolle Lebensräume und wichtige Puffer gegen die Folgen des Klimawandels. Sie können Wasser länger in der Landschaft halten, regionale Wasserressourcen stärken und die Auswirkungen von Trockenheit und Hochwasser abmildern. Die Umsetzung der österreichischen Auenstrategie ist daher ein wichtiger Beitrag zur Daseinsvorsorge.

Fachliche Grundlage für die Wiederherstellung

Ein Schwerpunkt des Forums war der Entwurf des Wiederherstellungsplans für frei fließende Flüsse und Auen gemäß Artikel 9 der EU-Wiederherstellungsverordnung. Dieser wurde vorgestellt und mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eingehend diskutiert.

Der Entwurf schafft eine österreichweit abgestimmte fachliche Grundlage für frei fließende Flüsse und Maßnahmen in den Auen. Das BMLUK informierte über geplante Gewässerentwicklungskorridore sowie über Kriterien, die für die Planung und Priorisierung künftiger Renaturierungsmaßnahmen entscheidend sind.

Erfolgreiche Projekte aus ganz Österreich

Als Beispiel aus Salzburg stand die Renaturierung der Salzachauen im Fokus. Eine Exkursion führte nach Weitwörth zu Salzburgs bisher größtem Auenprojekt an der Salzach. Auch die Pläne für die Antheringer Au wurden beim Dialogforum vorgestellt. Der Rückbau harter Uferverbauungen und die Wiederanbindung von Altarmen sollen wertvolle Lebensräume schaffen, die Gewässerökologie verbessern und den Hochwasserschutz für die umliegenden Gemeinden stärken.

Darüber hinaus wurden erfolgreiche Projekte an Rhein, Thaya, Pielach, Mur und Traun präsentiert. Sie zeigen, wie Naturschutz, Wasserwirtschaft, Nutzung und Hochwasserschutz gemeinsam gedacht werden können.

Eine erfolgreiche Umsetzung erfordert die enge Zusammenarbeit von Verwaltung, Wissenschaft, Gemeinden, Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern, Forstwirtschaft, Fischerei, Naturschutz und Zivilgesellschaft.