Klima und Umwelt Energieautarke Bauernhöfe: 4 Millionen Euro für Versorgungssicherheit im ländlichen Raum

Land- und forstwirtschaftliche Betriebe sollen krisenfester, energieunabhängiger und zukunftsfitter werden

Die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe in Österreich sind für die regionale Wertschöpfung und für die Versorgungssicherheit von zentraler Bedeutung. Durch gezielte Förderung sollen diese noch zukunftsfitter und energieunabhängiger werden. Mit dem Programm ‚Versorgungssicherheit im ländlichen Raum – Energieautarke Bauernhöfe‘ unterstützt der Klima- und Energiefonds diese Betriebe dabei, ihren Eigenversorgungsgrad im Energiebereich deutlich zu erhöhen und damit einen aktiven Beitrag zur Energiewende zu leisten. Förderungen können unter anderem für Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, den Umstieg auf erneuerbare Wärmesysteme sowie die das Energiemanagement beantragt werden. Für das Programm stehen 4 Millionen Euro, dotiert aus den Mitteln des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK), zur Verfügung.

Das Programm fördert gezielt Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, unterstützt den Umstieg auf erneuerbare Wärmesysteme und den Einsatz nachhaltiger Mobilität sowie die Umsetzung von Energiemanagementmaßnahmen. Land- und forstwirtschaftliche Betriebe werden dabei unterstützt, auf nachhaltige Energie umzustellen, ihre Resilienz zu erhöhen und somit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Landwirtschafts- und Umweltminister Norbert Totschnig: „Unsere bäuerlichen Betriebe sind tragende Säulen der Versorgungssicherheit im ländlichen Raum. Sie produzieren hochwertige Lebensmittel und nachhaltige Rohstoffe und haben auch das Potenzial, ihre Energieversorgung selbst in die Hand zu nehmen. Genau hier setzt das Programm an: Wir stärken die Höfe dabei, effizienter zu wirtschaften, mehr erneuerbare Energie – insbesondere im Wärmebereich – selbst zu erzeugen und moderne Speicher- sowie Resilienzlösungen zu nutzen. Dadurch werden sie krisenfester und unabhängiger von schwankenden Energiemärkten.“

Bernd Vogl, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds: „Mit diesem Förderprogramm stärken wir gezielt die Zukunftsfähigkeit unserer land- und forstwirtschaftlichen Betriebe. Wir unterstützen Investitionen, die die Energieeigenversorgung ausbauen, den Energieeinsatz effizienter gestalten und die Resilienz der Höfe nachhaltig erhöhen. Im Mittelpunkt stehen ganzheitliche Optimierungskonzepte, die die Unabhängigkeit der Betriebe weiter erhöhen und den fossilen Energieeinsatz dauerhaft senken.“

Programm „Versorgungssicherheit im ländlichen Raum – Energieautarke Bauernhöfe“

Ziel der Ausschreibung ist es, land- bzw. forstwirtschaftliche Betriebe auf ihrem Weg hin zu einem höheren Energieeigenversorgungsgrad zu unterstützen. Das Förderungsprogramm ist modular aufgebaut. Gefördert werden integrierte Gesamtlösungen, die zur Zielerreichung des Programms beitragen.
Konkret unterstützt der Klima- und Energiefonds Betriebe mit entsprechender Betriebsnummer (LFBIS) in zwei Modulen:

  • Modul 1 – „Gesamtenergiekonzept“

Das Modul 1 beinhaltet die Förderung der Erstellung eines betrieblichen Gesamtenergiekonzepts durch qualifizierte Energieberater. Ziel dieses Moduls ist es, den Eigenversorgungsgrad sowie die Resilienz des land- oder forstwirtschaftlichen Betriebs zu erhöhen. Das Gesamtenergiekonzept wird auf Basis einer umfassenden Energieberatung erstellt.

  • Modul 2 – „Kombinierte Investitionsmaßnahmen“

In Modul 2 können verschiedene klima- und energierelevante Maßnahmenbündel in einem Förderungsantrag kombiniert eingereicht werden. Kombiniert werden können Maßnahmen aus den Bereichen Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, betriebliche Mobilitätsmaßnahmen und Energiemanagement. Ein bestehendes, maximal 3 Jahre altes Gesamtenergiekonzept ist erforderlich. Die Höhe der Förderung steigt mit der Anzahl der umgesetzten Maßnahmen aus dem Gesamtenergiekonzept und dem erreichten Eigenversorgungsgrad.

Die Einreichung für beide Module muss vor der Umsetzung der Maßnahme erfolgen. Für Stromspeicher und Photovoltaik-Anlagen kann keine Förderung beantragt werden.

Die Ausschreibung „Versorgungssicherheit im ländlichen Raum - Energieautarke Bauernhöfe“ ist ab sofort bis 13.11.2026 (12:00 Uhr) geöffnet, solange Budgetmittel vorhanden sind.

Die Einreichung ist ausschließlich online über die Kommunalkredit Public Consulting GmbH (KPC) unter www.umweltfoerderung.at/betriebe/versorgungssicherheit-im-laendlichen-raum möglich.

Weitere Informationen

Alle Informationen zur Förderung, Registrierung und Antragstellung sind unter lw.klimafonds.gv.at abrufbar. Dort finden Sie auch eine umfassende Maßnahmenliste zum Förderprogramm und eine Liste der Energieberater:innen.

Beratung (über die KPC) unter Tel. +43 (0) 1/31 6 31 – 713 bzw. per E-Mail an umwelt@kommunalkredit.at