Klima und Umwelt Internationaler Tag der biologischen Vielfalt: „Lokales Handeln für globale Wirkung“
Heute wird der 26. Internationale Tag der biologischen Vielfalt gefeiert.
2026 steht der Tag unter dem Motto „Lokales Handeln für globale Wirkung“. Zu diesem Anlass präsentiert Bundesminister Totschnig eine online Übersicht von seit 2020 erfassten Projekten, die zum Erhalt der Biodiversität in Österreich beitragen.
Österreich hat sich im Rahmen der EU sowie als Vertragspartner von UN-Konventionen dazu verpflichtet, die Biodiversität zu erhalten. Seit 2020 wurden beeindruckend viele Projekte für die Biodiversität initiiert und umgesetzt: Förderschienen der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), der Waldfonds, der Biodiversitätsfonds und das EU LIFE Programm sowie Projekte der Bundesländer haben dazu wichtige Beiträge geleistet. Zur Sammlung der Projekte wurde eine Datenbank eingerichtet, deren Inhalte nun allen Interessierten im Dashboard „Projekt-Tracker Biodiversität“ zur Verfügung stehen.
Das Dashboard bietet einen ersten Einblick insbesondere über die Vielfalt biodiversitätsfördernder Leuchtturmprojekte, die z.B. im Rahmen von LIFE, Waldfonds, Ländliche Entwicklung und Biodiversitätsfonds gestartet wurden. Das Dashboard stellt eine Momentaufnahme dar und wird laufend erweitert.
Im Rahmen anderer breitenwirksamer Förderprogramme (wie dem Agrarumweltprogramm ÖPUL) werden ebenfalls zahlreiche Maßnahmen gesetzt, die in eigenen Datenbanken und auf der Homepage des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft dokumentiert bzw. umfassend dargestellt sind. Diese flächenwirksamen Maßnahmen unterstützen ebenfalls die Biodiversität in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, sowie im Bereich der Wasserwirtschaft. Mit diesen Förderinstrumenten wird es Grundbesitzerinnen und Grundbesitzer ermöglicht, diese für die Artenvielfalt so wichtigen Maßnahmen setzen zu können.
„In den letzten Jahren hat Österreich beispielsweise 251 nationale Projekte mit den Mitteln des Biodiversitätsfonds in der Höhe von insgesamt fast 80 Millionen umgesetzt. Damit wurden auch bereits wichtige Beiträge zur Wiederherstellung geleistet. Es wurden Moore und Trockenrasen revitalisiert, sowie Beiträge zum Schutz gefährdeter Arten und ihrer Lebensräume geleistet. Darüber hinaus wurden Verbesserungen und Erweiterungen des österreichischen Netzwerks an geschützten Flächen erwirkt. Wir sind noch nicht am Ziel – aber auf einem guten Weg dorthin.“ so Minister Totschnig abschließend.
Die finanzierten Projekte aus dem Biodiversitätsfonds haben eine hohe Wirkkraft auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Sie erfüllen das Motto des heutigen Tags „Lokales Handeln für globales Wirken“ mit Leben und zeigen die Vielfalt an Möglichkeiten, Biodiversität zu schützen und zu erhalten.
Vorzeigeprojekte im Biodiversität-Tracker
Die vorgestellten Projekte werden den einzelnen Aktionsfeldern und Zielen der „Biodiversitäts-Strategie Österreich 2030+“ zugeordnet. Somit wird visuell nachvollziehbar dargestellt, welchen Beitrag diese Projekte zur Biodiversitäts-Zielerreichung leisten. Mit Stand April 2026 wurden 1.350 Projekte erfasst, die auf nationaler, europäischer oder internationaler Ebene ausgeführt werden.
Die Finanzierung dieser Projekte erfolgt durch Gemeinden, Länder, Bund, EU oder sonstiger Finanzierungsquellen, wie private oder internationale Fördertöpfe. Im Projekt-Tracker Biodiversität kann nach Aktionsfeld (wie z.B. Artenschutz oder Wiederherstellung), Zielen oder Raumbezug gefiltert werden.
Zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt
Im Jahr 2000 wurde erstmals der Internationale Tag der biologischen Vielfalt gefeiert, zur Erinnerung an den 22. Mai 1992, an dem in Nairobi Einigkeit über den Text des UN-Übereinkommens über biologische Vielfalt erzielt wurde. Dieses Übereinkommen wird auch Biodiversitäts-Konvention (Convention of biological diversity – CBD) genannt und wurde im Rahmen der UN-Konferenz im Juni 1992 in Rio de Janeiro zur Signatur ausgelegt und trat am 29. Dezember 1993 in Kraft. Mit über 196 Vertragspartnern ist es heute eines der erfolgreichsten Übereinkommen der Vereinten Nationen.