Klima und Umwelt Sustainability Award für österreichische Hochschulen: Die Gewinnerinnen und Gewinner 2026 stehen fest
Der „Sustainability Award 2026“ wurde auf gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) und des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) am 09.06.2026 verliehen. Die Auszeichnung würdigte die besten zwölf Einreichungen österreichischer Hochschulen im Bereich Nachhaltigkeit.
Bei der feierlichen Preisverleihung durch Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner und Umweltminister Norbert Totschnig wurden vier herausragende hochschulische Projekte mit Gold und acht Projekte mit Silber ausgezeichnet. Die Projekte wurden von einer hochrangigen Jury im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs ausgewählt.
„Um die großen wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen, brauchen wir neue Ideen, Wissen und Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg. Unsere Universitäten und Hochschulen leisten dafür einen wichtigen Beitrag: Sie bilden junge Menschen aus, fördern Innovationen und sind zentrale Motoren im Bereich der Nachhaltigkeit“, betont Norbert Totschnig, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft.
„Nachhaltigkeit ist eine der großen gesellschaftlichen Aufgaben unserer Zeit und unsere Hochschulen leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Sie entwickeln neue Ideen, bringen unterschiedliche Perspektiven zusammen und zeigen, wie nachhaltiger Wandel ganz konkret gelingen kann. Der Sustainability Award macht dieses Engagement sichtbar und zeichnet Projekte aus, die Verantwortung für Umwelt, Gesellschaft und zukünftige Generationen übernehmen“, unterstreicht Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung.
Im Rahmen des Sustainability Award werden innovative Initiativen im Bereich nachhaltiger Entwicklung an Universitäten und Hochschulen sichtbar gemacht und gefördert. Im Jahr 2026 wurde der Preis in vier Kategorien vergeben: Lernen, Forschen, Kooperieren und Verankern. Pro Kategorie wurden ein Goldpreis (dotiert mit 3.000 Euro) sowie zwei Silberpreise (dotiert mit jeweils 1.000 Euro) verliehen.
Die Gewinner und Gewinnerinnen erhielten Trophäen, die vom Künstler und Ledergalanteriewarenerzeugungs-Meister Paul Mittnik, Absolvent der Akademie der Bildenden Künste in Wien gestaltet wurden. Diese einzigartigen Trophäen stellen ein schwebendes Möbiusband als Symbol für einen endlosen Kreislauf dar und sind aus rein pflanzlich gegerbtem Blankleder gefertigt. Insgesamt wählte die hochrangige Jury die besten Projekte aus 133 Einreichungen aus ganz Österreich aus und lobte die thematische Breite und Qualität der Einreichungen.
Mit dem Sustainability Award setzen die beteiligten Ministerien ein starkes Zeichen für die Förderung von Innovation, Kooperation und struktureller Verankerung nachhaltiger Entwicklung im österreichischen Hochschulraum und darüber hinaus.
Die Sustainability Award Gewinner-Projekte 2026 in vier Kategorien:
- Gold in der Kategorie Lernen geht an das Projekt „Masterstudium Architektur – Fit für die BAUwende“ (Fachhochschule Kärnten), das Studierende gezielt für die Transformation des Bauwesens ausbildet. Durch challenge-basierte Projektarbeit, enge Zusammenarbeit mit Praxispartnern und Schwerpunkte wie Bauen im Bestand, ressourcenschonende Materialnutzung und partizipative Planung vermittelt das Programm zentrale Kompetenzen für eine klimataugliche, sozial verantwortliche und zirkuläre Baukultur. Silber erhielten die Projekte „Lehrveranstaltung Multinational Corporations and Circular Economy“ (Wirtschaftsuniversität Wien) und „Future Water 2025“ (Technische Universität Graz gemeinsam mit University of Arizona).
- In der Kategorie Forschen geht Gold an das Projekt „TealHelix“ (BOKU University), das sich mit der Weiterentwicklung der Kennzeichnung von Nachhaltigkeit bei Lebensmitteln befasst. Ein wissenschaftlich fundiertes Online-Tool soll individuelle Konsumpräferenzen und messbare Nachhaltigkeitskriterien – von Umwelt- und Sozialaspekten bis hin zu Gesundheit und Leistbarkeit – verknüpfen und so transparente, vergleichbare sowie inklusiv gestaltete Entscheidungsgrundlagen für Konsumentinnen und Konsumenten schaffen. Silber geht an „Klagenfurt wird klimaneutral – Teilhabe und Gerechtigkeit in der Stadt der Zukunft“ (Universität Klagenfurt) sowie an die „Arbeitsgruppe Nachhaltigkeitsforschung“ (BOKU University).
- In der Kategorie Kooperieren überzeugt das hochschulübergreifende Projekt „BeEcoVie I und II – Projekt zur nachhaltigen bienen-ökologischen Raumplanung“ (BOKU University gemeinsam mit TU Wien) mit seinem digitalen, open-source Tool „hive.city“, welches interessierten Stakeholdern mittels KI relevante und detaillierte Daten liefert. Mithilfe dieser Daten können die Imkerei und die Stadtverwaltung die Populationen von Honig- und Wildbienen erhalten, die urbane Biodiversität schützen und die städtischen Habitate aufwerten. Silber geht an die Projekte „New Horizon“, (Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik) sowie „SmartIBK – mein Leben in der Smart City Innsbruck“ (Universität Innsbruck).
- Gold in der Kategorie Verankern erhielt das Projekt „greenCCR – Krebs nachhaltig bekämpfen“ (Medizinische Universität Wien) mit seinem systematischen Ansatz, Nachhaltigkeit langfristig im Forschungsalltag am Center for Cancer Research (CCR) zu verankern. Durch die aktive Einbindung aller Stakeholder, kreative Initiativen wie die „greenCCR New Year’s Resolutions“ sowie die Verbindung von Bewusstseinsbildung, strukturellen Maßnahmen und institutioneller Verankerung wird Nachhaltigkeit als dauerhafte, gemeinschaftliche Aufgabe etabliert und kontinuierlich weiterentwickelt. Silber gewinnen die Projekte „Nachhaltige Labore: Bewusstsein in Aktion“ (Institute of Science and Technology Austria) sowie „True costs: Pflanzliche Ernährungspräferenzen fördern in der Betriebsgastronomie“ (Universität Salzburg).