Regionen & Raumordnung Regionale Innovationskraft stärken: Neue Broschüre als Impulsgeber für Gemeinden und Regionen

Unter dem Titel „Innovations-Kapazitäten in Regionen stärken. Inspirationen und Hacks, für transformative Innovationsprozesse“ hat das Regionenministerium eine neue Broschüre veröffentlicht.

Sie zeigt auf, wie Regionen ihre Innovationskraft gezielt ausbauen, vorhandene Potenziale besser nutzen und nachhaltige Veränderungen vor Ort wirksam gestalten können.

Regionen sind weit mehr als Lebens- und Arbeitsräume. Sie sind zentrale Entwicklungsräume für Innovation und Transformation. Hier entstehen neue Lösungen für Mobilität, Energie, Wirtschaft oder gesellschaftlichen Zusammenhalt – oft ausgehend von lokalen Initiativen und engagierten Menschen.

Die Broschüre bietet eine Übersicht sowie zahlreiche kreative, ungewöhnliche Lösungsansätze (Hacks) in den drei wesentlichen Handlungsfeldern: Handlungsräume sollen geöffnet und Bruchstellen genutzt werden, Neues soll geschaffen und verbreitet werden. Wichtig ist es zudem, Navigation und Orientierung anzubieten, damit es gelingt, Initiativen auf einen gemeinsamen transformativen Nenner auszurichten und Resilienz aufzubauen.

Regionen und ihre Gemeinden als Motor für Innovation

Gerade ländliche Regionen in Österreich entwickeln zunehmend innovative Ansätze zur Bewältigung aktueller Herausforderungen. Diese Lösungen orientieren sich an lokalen und regionalen Bedürfnissen und entstehen aus der Zusammenarbeit lokaler Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Forschung. Bundesminister Norbert Totschnig betont: „Gemeinden und Regionen sind in Österreich bereits wichtige Gestalter innovativer Lösungen, angepasst an die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort und getragen von engagierten Menschen mit neuen, ungewöhnlichen Ideen.“

Gleichzeitig steht Österreich vor der Notwendigkeit tiefgreifender Veränderungen, etwa im Umgang mit Klimawandel, Ressourcen, Energie, demografischen Veränderungen und wirtschaftlichem Strukturwandel. Um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern, braucht es neue Herangehensweisen. Im Mittelpunkt steht dabei der Aufbau regionaler Innovationsökosysteme: Netzwerke unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure, die gemeinsam über Sektorgrenzen hinaus neue Lösungen entwickeln, verbreiten und weiterentwickeln.

Vom Projekt zur transformativen Wirkung

Regionen bieten besonders gute Voraussetzungen für Innovation. Transformative Wirkung entsteht vor allem dann, wenn Innovationen über einzelne Projekte hinauswachsen und langfristig in regionale Strukturen eingebettet werden. „Man kann diesen Prozess auch als Kapazitätsentwicklung bezeichnen. Jeder Schritt und jedes Projekt werden als Teil eines bewussten strategischen Vorgehens verstanden“, so Bundesminister Totschnig.

Eine wichtige Rolle spielen dabei sogenannte intermediäre Akteurinnen und Akteure wie etwa LEADER-Managements, Regionalmanagements oder Managements von Klima- und Energiemodellregionen. Sie vernetzen unterschiedliche Initiativen, koordinieren Prozesse und unterstützen die Entwicklung gemeinsamer Strategien.

Praxisnahe Impulse für Regionen

Die Broschüre baut auf den Ergebnissen des ÖROK-Projekts „Regionale Innovation und Transformation“ auf und wurde im Rahmen der Regionen-Dialog-Plattform des Bundesministeriums in einem ko-kreativen Prozess mit Expertinnen und Experten sowie Praktikerinnen und Praktikern aus ganz Österreich erarbeitet. Sie bietet einen praxisorientierten Ideenraum für Gemeinden und Regionen und zeigt anhand konkreter Strategien und Beispiele, wie regionale Innovationsprozesse angestoßen und langfristig gestärkt werden können.

Die Publikation richtet sich an alle, die ihre Region aktiv mitgestalten und zukunftsfähige Entwicklungen vorantreiben möchten: von Gemeinden über Regionalmanagements bis hin zu engagierten Initiativen und Organisationen.