Wald Österreich als Drehscheibe der forstbasierten Bioökonomie beim COLI Global Summit 2026 in Wien
Vom 23. bis 25. Februar diskutieren und gestalten über 460 internationale Expertinnen und Experten aus mehr als 60 Ländern sowie über 100 Organisationen die Zukunft der forst- und holzbasierten Bioökonomie.
Unter dem Titel „Advancing Sustainable Forest-based Bioeconomy Approaches“ findet der Global Summit im Schloss Schönbrunn im Beisein von EU-Kommissarin Jessika Roswall, zuständig für Umwelt, Wasserresilienz und wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft, statt.
Unter dem Titel „Advancing Sustainable Forest-based Bioeconomy Approaches“ versammelt der Summit führende Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Ziel ist es, innovative Ansätze, nachhaltige Strategien und internationale Kooperationen zur Weiterentwicklung einer klimafitten und ressourceneffizienten Bioökonomie voranzutreiben.
Forst- und Umweltminister Norbert Totschnig betont: „Die forst- und holzbasierte Wertschöpfungskette ist die bedeutendste Ressourcenquelle der Bioökonomie und bietet damit enormes Potenzial für nachhaltiges Wirtschaftswachstum, wirksamen Klimaschutz und den Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Angesichts zunehmender Ressourcenengpässe und der Endlichkeit fossiler Rohstoffe eröffnet die Bioökonomie neue Perspektiven für Versorgungssicherheit und Wertschöpfung – insbesondere in einem Waldland wie Österreich. Um dieses Potenzial bestmöglich zu nutzen, sind die Stärkung internationaler Kooperationen, intensiver Wissensaustausch und gemeinsames globales Handeln wichtiger denn je.“
EU-Kommissarin Jessika Roswall sagt: „Dieser Global Summit ist eine wichtige Gelegenheit, mit Partnern aus der ganzen Welt zusammenzukommen und gemeinsam daran zu arbeiten, die Bioökonomie zu stärken – und Ideen in konkreten Nutzen für unsere Wälder und unsere Bioökonomie zu verwandeln. Hier in Österreich – und überall in der EU – gibt es großartige Beispiele für innovatives Unternehmertum. Wir haben eine EU-Bioökonomie-Strategie auf den Weg gebracht, um dieses Potenzial in ganz Europa freizusetzen.“
Pumeza Nodada, die Südafrika als Co-Chair vertritt, erklärt: „Nachhaltige, waldbezogene Bioökonomie-Ansätze müssen zunehmend als wesentliche Wege hin zu Klimaneutralität, Kreislaufwirtschaft und widerstandsfähigeren Gesellschaften anerkannt werden. Zugleich sind sie eine Grundlage nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Wälder bieten nicht nur ökologische Vorteile, sondern auch konkrete wirtschaftliche und soziale Chancen – von grünen Arbeitsplätzen und nachhaltigen Wertschöpfungsketten bis hin zu Innovationen bei biobasierten Produkten, erneuerbaren Energien und Ökosystemleistungen.“
Der Global Summit findet im hybriden Format statt: Vor Ort in der Orangerie im Schloss Schönbrunn sowie online ermöglicht die Veranstaltung eine weltweite Beteiligung und Vernetzung. Damit wird Wien für drei Tage zur internationalen Drehscheibe für Austausch, Wissenstransfer und Partnerschaften im Bereich der forstbasierten Bioökonomie.
Ziele und Ergebnisse des Summits
Der COLI Global Summit 2026 soll die Zusammenarbeit zwischen Regierungen, internationalen Organisationen, Wissenschaft und Wirtschaft vertiefen, um nachhaltige bioökonomische Strategien global zu verbreiten und umzusetzen. Die Ergebnisse des Gipfels fließen in einen Abschlussbericht, das sogenannte Co-Chairs’ Summary. Als zweites Ergebnis des Summits wird der „Vienna Call for Action“ erarbeitet:
- Gemeinsame Weiterentwicklung und breite Umsetzung nachhaltiger, forstbasierter Bioökonomieansätze, deren gezielte Finanzierung sowie die Integration in den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mainstream.
- Systematische Verankerung der Ziele der forstbasierten Bioökonomie in unterschiedlichen Politikfeldern, Wirtschaftssektoren und thematischen Handlungsbereichen sowie die Förderung eines gleichberechtigten Zugangs zu Finanzmitteln, Märkten, Technologien und Entscheidungsprozessen.
- Strategische Neuausrichtung finanzieller Ressourcen – weg von isolierten Einzelprojekten hin zu sektorübergreifenden Transformationsprozessen.
- Förderung einer nachhaltigen Versorgung mit und Nutzung von biogenen Rohstoffen durch Effizienzsteigerung, innovative und unterstützende Maßnahmen sowie öffentliche und private Beschaffungspolitiken.
- Konsequente Weiterentwicklung forstbasierter Bioökonomieansätze im Rahmen strategischer Kooperationspartnerschaften sowie deren gezielte Einbindung in internationale und multilaterale Prozesse.
Österreich als Drehscheibe der forstbasierten Bioökonomie
Als waldreiches Land mit einer dynamischen Forst- und Holzbranche übernimmt Österreich eine zentrale Rolle bei der Förderung einer nachhaltigen, holzbasierten Bioökonomie. Mit der Ausrichtung des COLI Global Summit 2026 unterstreicht Österreich seine Rolle als bedeutende Drehscheibe für die forstbasierte Bioökonomie und als Impulsgeber für eine aktive, nachhaltige Waldbewirtschaftung.