Wald , Wien Totschnig warnt vor Waldbrandgefahr: Ein unachtsamer Moment kann zur Katastrophe werden
Mehr als 160 dokumentierte Waldbrände auf rund 180 Hektar Waldfläche seit Jahresbeginn – Aufruf zum Beachten der Verhaltensregeln
Das Frühjahr 2026 war das trockenste Frühjahr der österreichischen Messgeschichte, wodurch ein deutlich erhöhtes Risiko für Waldbrände besteht. Seit Jahresbeginn wurden in Österreich bereits mehr als 160 Waldbrände registriert. Insgesamt waren dabei rund 180 Hektar Waldfläche betroffen. Bei den beiden großen Waldbränden im Lesachtal in Kärnten und in Eisbach-Rein in der Steiermark standen im April und Mai dieses Jahres mehrere hundert Feuerwehrleute im Einsatz. Bundesminister Norbert Totschnig appelliert daher aktuell an die Bevölkerung, besonders achtsam zu sein und die geltenden Schutzbestimmungen einzuhalten.
Bundeminister Norbert Totschnig: „Mehr als acht von zehn Bränden werden durch menschliches Verhalten verursacht und sind damit häufig vermeidbar. Schon ein einziger unachtsamer Moment kann ausreichen, um innerhalb kürzester Zeit verheerende Schäden anzurichten. Besonders in Trockenperioden, wie wir sie derzeit in Österreich erleben, ist das verantwortungsvolle Handeln jeder und jedes Einzelnen entscheidend. Der beste Waldbrandschutz beginnt mit Aufmerksamkeit. Gleichzeitig investieren wir auf Bundesebene gezielt in Prävention, Brandbekämpfung und Wiederbewaldung und stärken mit den Mitteln des Waldfonds den langfristigen Schutz unserer Wälder.“
Zahlreiche Waldbrandverordnungen in Kraft getreten
Aufgrund der Trockenheit sind in vielen Bezirken Österreichs bereits Waldbrandverordnungen in Kraft. Diese untersagen insbesondere das Entzünden von Feuer sowie das Rauchen im Wald und in Waldnähe. Um die Risiken zu minimieren, setzt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) gemeinsam mit Ländern, Feuerwehren, Waldeigentümerinnen und Waldeigentümern auf umfassende Präventionsmaßnahmen. Ob eine Waldbrandverordnung gilt, erfährt man am schnellsten direkt bei der zuständigen Gemeinde oder der örtlichen Bezirkshauptmannschaft.
Aktionsprogramm „Brennpunkt Wald
Mit dem Aktionsprogramm „Brennpunkt Wald“ und zahlreichen Projekten im Rahmen des Waldfonds wurden Forschung, Prävention und Einsatzvorbereitung gezielt gestärkt. Für diese Maßnahmen stehen Mittel aus dem Waldfonds in der Höhe von 14,5 Millionen Euro zur Verfügung.
Neben der Prävention ist eine rasche und effiziente Bekämpfung von Waldbränden entscheidend. Die Feuerwehren leisten unter schwierigsten Bedingungen überragende Arbeit. Dabei ist auch eine schlagkräftige Luftunterstützung essenziell für eine rasche und erfolgreiche Waldbrandbekämpfung. Die Einsatzkräfte sorgen bei Waldbränden unter großer körperlicher Anstrengung mit großem Engagement sowie hoher Professionalität für die Sicherheit der Bevölkerung.
Für Waldbesucherinnen und Waldbesucher sind insbesondere folgende Verhaltensregeln wichtig:
· Im Wald nicht rauchen.
· Kein Feuer im Wald entzünden.
· Vorsicht beim Umgang mit Brauchtumsfeuern und Feuerwerk in der Nähe von Wäldern.
· Verbote bei Waldbrandgefahr beachten.
· Waldbrände sofort der Feuerwehr unter 122 melden.
Totschnig: „Unser Wald schafft Wertschöpfung, ist Lebensraum, Erholungsraum und wichtiger Verbündeter im Kampf gegen den Klimawandel. Der beste Schutz vor Waldbränden bleibt die Prävention. Gemeinsam können wir dazu beitragen, unsere Wälder für kommende Generationen zu erhalten.“