Wald Zum Tag des Baumes: Totschnig pflanzt Zukunft
Die Europäische Lärche ist Baum des Jahres 2026. Anlässlich des Tags des Baumes am 25. April pflanzte Bundesminister Norbert Totschnig gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Forschung, Wissenschaft und Bildung ein Exemplar in Schönbrunn.
Bundesminister Norbert Totschnig: „Die Lärche ist eine robuste, klimastabile und trockenresistente Baumart, die gerade in Zeiten des Klimawandels eine besondere Bedeutung hat. Mit gezielter aktiver Waldbewirtschaftung und der Förderung von Mischbeständen werden unsere heimischen Wälder für die Zukunft umgebaut und zugleich die Biodiversität gestärkt“.0
Auf die Bedeutung und Vielfalt der einzelnen Baumarten wird in Österreich seit 1994 jährlich durch die Ehrung zum „Baum des Jahres“ aufmerksam gemacht – eine Kooperation zwischen dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft sowie dem Kuratorium Wald.
Lärche: Königin der Alpen
„Mit der gemeinsamen Kampagne „Baum des Jahres“ schaffen wir Bewusstsein für zukunftsfitte Baumarten. Unsere diesjährige Heldin ist die Lärche – ein vor allem im Alpenraum, genauso wie in tieferen Lagen bedeutender Baum, der mit seinen im Jahresverlauf wechselnden Farben der Nadeln das österreichische Waldbild prägt und zugleich eine wesentliche Rolle im Schutzwald spielt“, erklärt Gerhard Heilingbrunner vom Verein Kuratorium Wald.
Die Lärche ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch eine besondere Baumart. Durch ihre starken, tiefen Wurzeln, ist sie äußerst sturmfest und frostbeständig sowie robust gegenüber Schneebruch und Steinschlag. Als einziger heimischer Nadelbaum wirft sie ihre Nadeln im Winter ab. Forstwirtschaftlich wird sie aufgrund ihres gut verarbeitbaren und witterungsbeständigen Holzes geschätzt.
„Die Schaffung von klimafitten Wäldern ist eine zentrale forstpolitische Zielsetzung, die im österreichischen Regierungsprogramm festgehalten ist. Als Bundesministerium fördern wir daher zielgerichtet zukunftsorientierte Maßnahmen direkt bei den Waldbewirtschafterinnen und Waldbewirtschaftern auf der Fläche, in der Forschung sowie in der Aus- und Weiterbildung im Bereich der Forst- und Holzwirtschaft, genauso wie beim Holzbau“, betont Elfriede Moser, Sektionschefin für Forstwirtschaft und Regionen im Bundesministerium.
Genetik der Bäume relevant für Klimawandel-Anpassung
Welche Baumarten für einen klimafitten Wald bedeutend sind und wie wir die Wälder in Zukunft bewirtschaften können, damit sowohl ökonomische als auch ökologische und gesellschaftliche Funktionen erhalten bleiben, ist essenzielles Thema in Forschung und Wissenschaft. Das Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) arbeitet hierzu an weitreichenden Forschungsprojekten zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel.
„Der Grundstein jeder Waldbegründung wird durch das Saat- und Pflanzgut und die Baumartenwahl gelegt. Im Rahmen unserer Forschung unterstützen wir den Einsatz von hochwertigem und geeignetem forstlichen Vermehrungsgut und stellen wertvolles Wissen für die Praxis zur Verfügung. Eines unserer jüngsten Projekte beschäftigt sich etwa mit der Aufforstung im alpinen Raum – dort spielt auch die Lärche eine große Rolle“, so Peter Mayer, Direktor des Bundesforschungszentrums für Wald.
Fundierte Ausbildung für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung
Dieses umfangreiche Wissen im Bereich der nachhaltigen Forst- und Holzwirtschaft sowie des klimafitten Garten- und Landschaftsbaus wird in den Ausbildungsstätten des Bundes an die jüngeren Generationen weitergegeben. Waldbauliche Maßnahmen zur Klimawandelanpassung stehen sowohl in der HBLA für Forstwirtschaft in Bruck/Mur als auch in der HBLFA Gartenbau in Wien am Lehrplan.
„Für unsere Schülerinnen und Schüler ist der Klimawandel ein zentrales Thema, mit dem sie sich privat genauso wie in der Ausbildung beschäftigen. Mit unserem Klimaclub realisieren wir Schulstufen-übergreifend Projekte, die den Klimaschutz und die Biodiversität fördern. Die neue Lärche im Botanischen Garten Schönbrunn zu pflanzen setzt dabei ein Zeichen für die notwendige Vielfalt an Baumarten in unseren Wäldern und führt die Tradition der Botanischen Sammlungen fort“, ist Gerd Koch, Schulleiter der HBLFA Gartenbau, überzeugt.
Auf dem Bild: Tatkräftige Unterstützung bei der Pflanzung des Baumes des Jahres 2026 erhielt Forstminister Norbert Totschnig von den Schülerinnen und Schülern der HBLFA Gartenbau in Wien (v.l.n.r.) mit Institutsleiter Daniel Rohrauer, BFW-Direktor Peter Mayer, Forstwirtschaft und Regionen Sektionschefin Elfriede Moser und Gerhard Heilingbrunner vom Kuratorium Wald.