Wasser Totschnig beim Europäischen Forum Alpbach: Wasserressourcen langfristig sichern
BMLUK diskutiert beim Europäischen Forum Alpbach über Wasserresilienz und die langfristige Sicherung der österreichischen Wasserressourcen
Beim Europäischen Forum Alpbach 2026, einem zentralen Treffpunkt für den Austausch über Europas Zukunftsfragen, setzte das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) mit Umweltminister Norbert Totschnig einen Schwerpunkt auf die Zukunft der Ressource Wasser. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Verwaltung wurde unter dem Motto „How Europe wins“ diskutiert, wie auf die Veränderungen des Wasserhaushalts durch den Klimawandel reagiert wird und Wasserressourcen langfristig gesichert werden können. Im Mittelpunkt standen dabei Wasserresilienz, Versorgungssicherheit und eine vorausschauende Wasserwirtschaft.
„Die Trockenheit in diesem Jahr führt uns deutlich vor Augen, wie wichtig eine vorausschauende Wasserwirtschaft ist. Österreich ist bereits gut aufgestellt: Wir investieren laufend in unsere Wasserinfrastruktur, verbessern Daten und Prognosen und setzen Maßnahmen für mehr Wasserrückhalt und eine langfristig sichere Trinkwasserversorgung. Die Herausforderungen des Klimawandels können wir aber nur gemeinsam bewältigen. Das Forum Alpbach hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll der Austausch zwischen Politik, Wissenschaft, Wasserwirtschaft und Praxis ist, um gemeinsam Lösungen für die Zukunft zu entwickeln“, betont Umweltminister Norbert Totschnig.
Wissenschaft und Praxis im Austausch
Gemeinsam mit Monika Mörth, Sektionschefin der Wasserwirtschaft im BMLUK, Wissenschafterin Margreth Keiler vom Institut für interdisziplinäre Gebirgsforschung, Günther Gruber von Montes Mineralwasser und Barbara Schmidt von Österreichs Energie diskutierte Umweltminister Totschnig über die Veränderungen des Wasserhaushalts und deren Auswirkungen auf Wasserversorgung, Alpenraum, Wirtschaft und Energie.
Einen Schwerpunkt bildete die aktuelle Studie „Wasser im Klimawandel“, deren Endergebnisse mit Prognosen bis zum Jahr 2100 noch heuer veröffentlicht werden. Sie untersucht umfassend, wie sich der Klimawandel auf Österreichs Wasserhaushalt auswirkt und schafft damit eine wichtige Grundlage für die zukünftige wasserwirtschaftliche Planung.
„Entscheidend ist künftig nicht nur, wie viel Wasser uns insgesamt zur Verfügung steht, sondern zunehmend, wann und wo es verfügbar ist. Mit der Studie ‚Wasser im Klimawandel‘ schaffen wir die wissenschaftliche Grundlage Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Genauso wichtig ist uns die Bewusstseinsbildung: Mit unseren Plattformen gen blue und Wasseraktiv zeigen wir, wie jede und jeder zu einem sorgsamen Umgang mit unserer wertvollsten Ressource beitragen kann“, erklärt Sektionschefin Monika Mörth.
Auch die Veränderungen im Alpenraum standen im Fokus. Dabei ging es insbesondere um den Rückgang von Schnee und Gletschern, ihre Funktion als natürliche Wasserspeicher und die Auswirkungen auf Landschaft und Gesellschaft.