Weiterentwicklung eines Monitoring-Konzepts zur österreichischen Kreislaufwirtschaftsstrategie

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Die österreichische Kreislaufwirtschaftsstrategie sieht ein systematisches Monitoring vor, um den Fortschritt bei der Transformation hin zu einer ressourcenschonenden, zirkulären Wirtschaft nachvollziehbar und steuerbar zu machen.

Dazu gehören ein klar definierter Steuerungskreislauf, die Definition von Schlüsselindikatoren zur Bewertung der Zirkularität von Wirtschaft und Gesellschaft, regelmäßige Fortschritts- und Ressourcennutzungsberichte, sowie eine periodische Evaluierung der Strategie.

Der von der ÖGUT im Auftrag des BMLUK erarbeitete Bericht „Vorschlag für ein Monitoring-Konzept zur österreichischen Kreislaufwirtschaftsstrategie“ soll den Monitoringprozess festlegen und dabei die effiziente Nutzung beschränkter Mittel berücksichtigen. Ein zentraler Bestandteil des Berichts ist die Erarbeitung von Schlüsselindikatoren, die ein aussagekräftiges und zugleich überschaubares Bild der nationalen Entwicklungen zu einer zirkulären Wirtschaft liefern sollen. Sie sollen den Übergang zu einer kreislauforientierten Wirtschaft und Bioökonomie in Österreich messbar- und die Entwicklung von Zeitreihen möglich und nachvollziehbar machen. Das vorgeschlagene Monitoring-Konzept baut auf dem Dokument „Expert:innen-Vorschlag für ein Indikatorensystem für die Kreislaufwirtschafts-Strategie“ (2024) auf. Im Bericht werden, zusätzlich zu den fünf bereits in der Kreislaufwirtschaftsstrategie festgelegten Indikatoren, elf weitere „allgemeine“ Schlüsselindikatoren vorgeschlagen. Dabei wurden unter anderem ausgewählte Indikatoren aus dem EU-Überwachungsrahmen für Kreislaufwirtschaft herangezogen. Die insgesamt 16 vorgeschlagenen Schlüsselindikatoren wurden nach fünf zentralen Wirkungsbereichen gruppiert: Ressourcen & Zirkularität; Wirtschaft, Kreislaufwirtschaftssektoren & Digitalisierung; Verlängerung der Nutzungsdauer von Produkten; Forschung, Technologie & Innovation und Resilienz / Rohstoffsicherheit. Zusätzlich wurden für die sieben Transformationsschwerpunkte der Kreislaufwirtschaftsstrategie jeweils zwei weitere Kennzahlen vorgeschlagen.

Der Bericht zeigt außerdem bestehende Datenlücken sowie Weiterentwicklungsbedarf im Indikatorensystem auf. Insbesondere wird deutlich, dass bestimmte Aspekte der Kreislaufwirtschaft derzeit noch nicht ausreichend in der öffentlichen Statistik erfasst sind. Es wird unter anderem auf die Notwendigkeit einer einheitlichen Definition und Methodik hingewiesen, etwa im Bereich der Abgrenzung von Kreislaufwirtschaftssektoren oder der Erfassung von Beschäftigung in zirkulären Jobs. Das Monitoringkonzept wird daher als „Living Document“ verstanden.

Hier geht´s zum Bericht