UN-Waldforum: “The power of forest-based bioeconomy”

Saal im UN-Hauptquartier mit mehreren Personen in Sitzreihen und im Hintergrund zwei Projektionen an der Wand. Auf der einen Projektion ist die Person, die gerade spricht, zu sehen. Auf der anderen eine Präsentation.
Foto: BMLUK

Die 21. Sitzung des Waldforums der Vereinten Nationen fand vom 11. bis 15. Mai 2026 im Hauptquartier in New York statt.

Das UNFF21 ist eine politische Sitzung, darum stand die Stärkung politischer Leitlinien und die Umsetzung der vereinbarten forstbezogenen Ziele im Mittelpunkt. Insbesondere wurde auf die Globalen Waldziele 1 (Verlust von Waldfläche stoppen), 3 (geschützte Waldflächen erhöhen) und 5 (Waldbewirtschaftung stärken) eingegangen.

Globaler Dialog über nachhaltige, forstbasierte Bioökonomieansätze

Das Ergebnis des UNFF21 ist eine Omnibus-Resolution, die sich auf die operativen Fragen der Agenda beziehen und ins High Level Political Forum der Vereinten Nationen eingespeist wird.

Österreich führte im Rahmen von UNFF eine sogenannte „Country and Organization-Led Initiative on Sustainable Forest-based Bioeconomy Approaches (COLI)“ durch. COLI ist eine mehrjährige internationale Initiative, die vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) initiiert wurde, um den globalen Dialog über nachhaltige, forstbasierte Bioökonomieansätze zu stärken. Die Ergebnisse dieser Initiative wurden im Plenum sowie beim Side Event „Vienna Call for Action – The power of forest-based bioeconomy“ berichtet und werden auch in der Omnibus-Resolution betont sowie in Folge von der Generalversammlung zur Kenntnis genommen.

UNFF21: Thematische Schwerpunkte

Im Rahmen der 21. Sitzung wurden unter anderem folgende thematische Schwerpunkte behandelt:

  1. Fortschritte bei der Umsetzung: Besprechung der Fortschritte bei der Umsetzung der Ergebnisse der Halbzeitüberprüfung des International Arrangement for Forests (IAF). Insbesondere werden die freiwilligen nationalen Beiträge (VNC) und ländergeleiteten Initiativen (CLI) thematisiert.
  2. Globale Herausforderungen: Diskussion über aufkommende Probleme und Herausforderungen, die Wälder und nachhaltige Waldbewirtschaftung auf globaler Ebene betreffen.
  3. Umsetzung und Finanzierung: Austausch über Mittel zur erfolgreichen Umsetzung, Überwachung, Bewertung und Berichterstattung. Dazu gehören auch Fragen zur Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, dem Trust Fund sowie zur finanziellen Lage des Forums.

Was ist UNFF?

Das Waldforum der Vereinten Nationen wurde 2000 gegründet und ist eine Fachkommission des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen (ECOSOC) mit universeller Mitgliedschaft. Es konzentriert sich auf die nachhaltige Bewirtschaftung, Erhaltung und Entwicklung von Wäldern und verfolgt langfristige, gemeinsame waldpolitische Ziele. Diese Ziele orientieren sich an den globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 (Sustainable Development Goals – SDGs) und werden durch globale Waldziele (Global Forest Goals – GFGs) konkretisiert. 2016 verabschiedete das UN-Waldforum den Strategischen Plan der Vereinten Nationen für Wälder für die Periode 2017-2030 als Beitrag zur Erreichung dieser Ziele.

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