Hochwasserschutz Villgratenbach in Heinfels fertiggestellt

Fertigstellungsfeier HW-Schutz Villgratenbach
Foto: Land Tirol

Nach rund zweijähriger Bauzeit wurde der Abschluss des Projekts bei der Geschiebe- und Wildholzsperre am Villgratenbach gemeinsam mit Umweltminister Norbert Totschnig, Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler und Bürgermeister Johann Kraler gefeiert.

Mit der Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts ist das Hochwasserschutzprojekt am Villgratenbach in Heinfels abgeschlossen. Die Maßnahmen schützen künftig 1.044 Menschen und 128 Gebäude und Betriebe vor einem hundertjährlichen Hochwasser. Damit wurde ein weiterer wichtiger Schritt für den Hochwasserschutz in Osttirol gesetzt.

Schutz für Menschen und Siedlungsraum

Das Herzstück der Maßnahmen ist die Geschiebe- und Wildholzsperre am Ausgang der Villgratenbachschlucht. Sie hält Material zurück, das der Bach bei Hochwasser mit sich führt. Mit dem abgeschlossenen Gesamtprojekt sind neben den 128 Gebäuden und Betrieben auch rund 32 Hektar Bauland vor einem hundertjährlichen Hochwasser geschützt.

Investitionen in den Hochwasserschutz

In das Projekt am Villgratenbach wurden insgesamt rund 14,1 Millionen Euro investiert. Davon übernimmt der Bund rund 6,6 Millionen Euro. Die Umsetzung erfolgte in Zusammenarbeit zwischen Bund, Land Tirol und der Gemeinde Heinfels.

Der Villgratenbach ist eines von drei großen Hochwasserschutzprojekten in Osttirol. Gemeinsam mit den Maßnahmen an der Drau in Sillian und an der Isel in Lienz werden damit mehr als 2.900 Menschen und 316 Objekte geschützt. Das gesamte Investitionsvolumen dieser drei Projekte beträgt rund 42 Millionen Euro.

Für den Hochwasserschutz im Bereich der Bundeswasserbauverwaltung stehen österreichweit im Jahr 2026 mehr als 90 Millionen Euro an Bundesmitteln bereit. Rund 18 Millionen Euro davon sind für Projekte in Tirol vorgesehenng.