MoorHorizonte 2026: Gemeinsam die Zukunft der Moore gestalten

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Foto: Weisleitner

Die MoorHorizonte am 22. Oktober 2026 in Innsbruck widmeten sich der Frage, wie Moorschutz und die Nutzung von Moorflächen gemeinsam gelingen können. Im Mittelpunkt standen unterschiedliche Perspektiven und konkrete Lösungen zur Umsetzung der Moorstrategie Österreich 2030+.

Das BMLUK und das Land Tirol luden im Rahmen des EU-Projekts LIFE AMooRe rund 150 Teilnehmer aus Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und NGOs sowie Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer zum Austausch ein.

Intakte Moore speichern Wasser und halten es in der Landschaft zurück. Damit helfen sie, die Folgen von Starkregen und Trockenheit abzufedern. Die Moorstrategie Österreich 2030+ bildet den gemeinsamen Rahmen, um diese wertvollen Lebensräume zu erhalten und geschädigte Moore wiederherzustellen.

Zusammenarbeit im Moorschutz stärken

Unter dem Motto „Perspektiven verbinden – Moorzukunft gestalten“ beleuchteten Fachvorträge die Zusammenarbeit im Moorschutz, die betriebliche Praxis und den Wasserhaushalt von Mooren. In anschließenden Diskussionen und Gesprächen in kleiner Runde entwickelten die Teilnehmerinnen gemeinsame Lösungsansätze.

Tirols Naturschutzlandesrat René Zumtobel unterstrich die Bedeutung der Moorrenaturierung für die Tiroler Naturschutzarbeit. Bereits umgesetzte Projekte zeigen, dass auch private Grundeigentümer bereit sind, zur Wiederherstellung dieser wertvollen Lebensräume beizutragen.

Moor in Tirol

Konkrete Maßnahmen in Tirol

In Tirol wird die Moorstrategie bereits an mehreren Standorten umgesetzt: In Nösslach bei Gries am Brenner wurde eine 1,7 Hektar große Moorfläche revitalisiert. Am Bichlachmoor bei Kitzbühel wurden Anfang Oktober auf rund 3,4 Hektar Gräben verschlossen, damit der Wasserstand steigt und sich die Moorvegetation erholen kann. Auf der rund 7,5 Hektar großen Paradieswiese bei Kitzbühel laufen derzeit Wiederherstellungsmaßnahmen.

In den kommenden Jahren sollen in Tirol weitere Standorte mit insgesamt mehr als 100 Hektar folgen. Die Maßnahmen werden auf die jeweilige Fläche abgestimmt und gemeinsam mit den Menschen vor Ort umgesetzt.

LIFE AMooRe setzt die Moorstrategie um

Im Projekt LIFE AMooRe arbeiten das BMLUK, alle neun Bundesländer, die Universität Wien und die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel an der Umsetzung der Moorstrategie. Neben konkreten Maßnahmen zur Moorwiederherstellung werden Grundlagen für die langfristige Umsetzung geschaffen.

Das vom Land Vorarlberg koordinierte Projekt läuft bis 2033 und umfasst rund 44 Millionen Euro, davon werden 60 Prozent aus EU-Mitteln finanziert. Die jährlich stattfindenden MoorHorizonte begleiten diesen Prozess und stärken die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Fachbereichen.