Handlungsempfehlungen zur Integration von Maßnahmen zur Klimawandelanpassung bei Renaturierungen
Angesichts des zunehmenden Drucks des Klimawandels auf Gewässer werden Maßnahmen zur Klimawandelanpassung im Gewässermanagement immer bedeutender. Steigende Temperaturen, häufigere Trockenperioden und veränderte Abflussdynamiken gefährden die ökologische Funktionsfähigkeit von Fließgewässern.
Im Rahmen des LIFE-Projekts EnCAM haben das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) und die Stadt Wien – MA45-Wiener Gewässer praxisorientierte Handlungsempfehlungen für ein integratives Gewässermanagement erarbeitet. Diese richten sich an Fachexpertinnen und Fachexperten aus den Bereichen Wasserwirtschaft, Wasserbau und Naturschutz und sollen als Handlungsempfehlungen für zukünftige Renaturierungsprojekte dienen.
Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen zur Wiederherstellung natürlicher Rückhalte- und Speicherfunktionen, etwa durch Renaturierung von Flussauen und Feuchtgebieten, die Verbesserung der Grundwasseranbindung sowie die positiven Auswirkungen von gezielter Beschattung auf Gewässerökologie und Erholungsnutzung. Ergänzend werden die Reduzierung der Flächenversiegelung und die Umsetzung des Schwammstadt-Prinzips zum Wasserrückhalt in urbanen Räumen behandelt. Der Fokus liegt dabei auf kleinen und mittleren Fließgewässern im außeralpinen Raum Österreichs – jenen Gewässern, die besonders vulnerabel gegenüber den Folgen des Klimawandels sind.