Safety-Gate Verfahren (vormals RAPEX)

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Die folgenden Listen mit Daten ab 2017 geben einen Überblick über jene Stoffe (oder auch über Ursachen wie mangelhafte Kennzeichnung oder nicht korrekte Einstufung), die – sei es durch Überschreiten der gesetzlich festgelegten Konzentrationsgrenzen oder durch Verbot – Auslöser dieser Safety-Gate-Meldungen (vormals RAPEX-Meldungen) waren.

Jährlich beginnend ab 2017 konnten in Österreich aufgrund des auf der Richtlinie 2001/95/EG, aufgehoben durch die Verordnung (EU) 2023/988, über die allgemeine Produktsicherheit und der Verordnung (EG) Nr. 765/2008, geändert durch die Verordnung (EU) 2019/1020, über die Vorschriften für die Akkreditierung und Marktüberwachung im Zusammenhang mit der Vermarktung von Produkten bestehenden Safety-Gate Systems (vormals RAPEX) eine Reihe an Überwachungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Im Kalenderjahr 2025 fielen insgesamt 366 Safety-Gate Meldungen in den Zuständigkeitsbereich des BMLUK.

Von diesen 366 Safety Gate-Meldungen konnten bei 58 Meldungen brauchbare Angaben, wie z.B. die Angabe Österreichs als Bestimmungsland oder sogar Name und Firmenadresse des Vertreibers des gegenständlichen Produktes, festgestellt werden. Oder zumindest die Tatsache, dass es sich bei dem meldenden Land um ein Nachbarland von Österreich handelt.

Von diesen 58 Meldungen handeln

  • 18 von Phthalaten in Plastikmaterial, bei welchen die gesetzlich festgelegte Konzentrationsgrenze überschritten wurde.
  • 14 Meldungen betreffen Tätowierfarben, in welchen die gesetzlich festgelegten Grenzwerte für Arsen, Blei, Cobalt und/oder Nickel überschritten wurden.
  • 8 Meldungen handeln von Nickel in Schmuckstücken. Auch hier wurden die Grenzwerte überschritten.
  • 4 Meldungen betreffen Chrom VI in Lederwaren. Auch hier wurden die Grenzwerte überschritten.
  • 3 Meldungen handeln von Polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) in Sportartikel, bei denen die Grenzwerte überschritten wurden.
  • 2 Meldungen betreffen Cadmium in Kunststoffartikeln, bei denen die Grenzwerte überschritten wurden.
  • 2 Meldungen handeln von kurzkettigen Chlorparaffinen (SCCP) in Gebrauchsgegenständen, bei welchen der Grenzwert überschritten wurde.
  • Je eine Meldung gibt es zu Blei in einer Farbe, Chloroform in einem Klebstoff, Methanol in Scheibenflüssigkeit, ebenfalls wurden die Grenzwerte überschritten.
  • Bei 3 Meldungen handelte es sich um ein Verbot von Stoffen. Diese betrafen eine Automatte, welche Kupfer, Quecksilber, Antimon, Nickel und Phthalate enthält, ein Insektizid in welchem Permethrin nachgewiesen wurde sowie ein leicht entzündliches Spray.
  • 1 Meldung handelt vom Fehlen eines kindersicheren Verschlusses bei einem Etikettenlöser.

Auslöser dieser RAPEX-Meldungen im Jahr 2024

Ursache Anzahl der Meldungen
Cadmium 27
Tätowierfarben (Arsen, Blei, Kupfer…) 16
Schädlingsbekämpfungsmittel
(Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung)
9
Phthalate 7
Blei und Cadmium 4
Nickel 3
Chrom VI 3
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) 3
2-Butanoxim 3
Bisphenol A 1
Krebserzeugende Eigenschaften 1
Erstickungsgefahr 1
Einstufung und Kennzeichnung 1
Summe aller Ursachen 79

Auslöser dieser RAPEX-Meldungen im Jahr 2023

Ursache Anzahl der Meldungen
Phthalate (DHEP, DBP, BBP) 23
Cadmium 18
Chrom VI 9
Nickel 6
2-Butanonoxim 6
Blei 6
Blei und Cadmium 4
Tätowiermittel (Blei oder Cobalt) 6
Methanol 2
Kennzeichnung 2
Asbest 1
Petroleum 1*
Summe aller Ursachen 84

* wurde später von der Kommission zurückgezogen

Auslöser dieser RAPEX-Meldungen im Jahr 2022
Ursache Anzahl der Meldungen
Blei 1
Blei und Cadmium 2
Blei und Nickel 1
Blei, Cadmium und Nickel 1
Cadmium 16
Cadmium und Nickel 2
Chrom VI 8
Formaldehyd 1
Kennzeichnung, Einstufung 3
Nickel 22
Phthalate (DEHP, DBP, BBP) 28
Tätowierungsmittel 2
Summe aller Ursachen 87

Auslöser dieser RAPEX-Meldungen im Jahr 2021
Ursache Anzahl der Meldungen
Azofarbstoffe 1
Blei 4
Blei und Cadmium 2
Cadmium 23
Chrom VI 10
Desinfektionsmittel 1
Kennzeichnung, Einstufung 2
Nickel 12
Phthalate 4
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) 2
Summe aller Ursachen 61

Auslöser dieser RAPEX-Meldungen im Jahr 2020
Ursache Anzahl der Meldungen
Azofarbstoffe 1
Blei und Cadmium 3
Blei, Cadmium und Nickel 1
Cadmium 13
Chrom VI 12
Einstufung, Kennzeichnung, Verpackung, kindersicherer Verschluss 4
Nickel 10
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) 2
Toluol 3
Summe aller Ursachen 49

Auslöser dieser RAPEX-Meldungen im Jahr 2019
Ursache Anzahl der Meldungen
Azofarbstoffe 2
Blei 3
Blei und Nickel 2
Cadmium 10
Chrom VI 21
Kennzeichnung und/oder Verbot 5
Nickel 23
Phtahalte (DEHP) 1
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) 1
Summe aller Ursachen 68

Auslöser dieser RAPEX-Meldungen im Jahr 2018
Ursache Anzahl der Meldungen
Asbest 1
Blei 5
Blei und Cadmium 1
Blei und Nickel 1
Cadmium 12
Cadmium und Nickel 1
Chrom VI 21
Kennzeichnung und/oder Verbot 5
Nickel 10
Phtahalte (DEHP) 3
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) 5
Toluol 4
Verschluss defekt 1
Summe aller Ursachen 70

Auslöser dieser RAPEX-Meldungen im Jahr 2017
Ursache Anzahl der Meldungen
Asbest 1
Blei 1
Cadmium 7
Cadmium und Nickel 1
Chloroform 2
Chrom VI 31
Chrysen 1
Mangelnde Kennzeichnung 2
Nickel 5
Phtahalte (DEHP) 1
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) 3
Summe aller Ursachen 55