OECD Umweltländerprüfung: So steht es um Österreichs Umweltpolitik

Landschaft
Foto: BMLUK / Alexander Haiden

2025/2026 prüften Expertinnen und Experten im Rahmen der OECD Umweltländerprüfung die Österreichische Umweltpolitik, mit einem Fokus auf Kreislaufwirtschaft. Der Bericht wurde am 22. Mai 2026 veröffentlicht und zeigt, wie es um die Umweltpolitik in Österreich steht.

Die regelmäßigen Überprüfungen der Umweltpolitik durch die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) bieten unabhängige Bewertungen der Fortschritte der Länder bei der Erreichung ihrer ökologischen Ziele. Sie fördern das gegenseitige Lernen, verbessern die Rechenschaftspflichten der Regierungen und geben Empfehlungen zur individuellen und kollektiven Verbesserung ihrer Politiken.

Eine der Stärken dieser Prüfungen ist, dass sie die Möglichkeit bieten, Länder miteinander zu vergleichen. Es gibt in jedem Prüfbericht Standardthemen und -kapitel, die diese Vergleichbarkeit ermöglichen. Zusätzlich wird auch ein Spezialthema gewählt. Österreich hat sich für „Kreislaufwirtschaft“ entschieden, weil es hier viel vorzuzeigen gibt, insbesondere mit der Kreislaufwirtschaftsstrategie des Bundes.

Ein wichtiges Ergebnis der Prüfung: Österreich hat viel geleistet, der Schutz der Umwelt hat stets eine große Bedeutung und es besteht ein hohes Bewusstsein dafür, dass eine saubere Umwelt auch zum wirtschaftlichen Wohlstand beiträgt.

Der OECD-Bericht zeigt die Fortschritte der österreichischen Umweltpolitik und den Fortschritt hin zur grünen Transformation. Es wird anerkannt, dass Österreich in den letzten zehn Jahren eine teilweise Entkopplung von Umweltbelastungen und Wirtschaftswachstum erreicht hat.

  • Treibhausgasemissionen und wichtige Luftschadstoffe sind zurückgegangen.
  • Erneuerbarer Strom macht inzwischen den Großteil der Stromerzeugung aus.
  • Trotz budgetärer Einschränkungen ist es der Bundesregierung gelungen, wesentliche Umweltmaßnahmen sicherzustellen, etwa die thermische Sanierung und den Austausch fossiler Heizsysteme.

Österreich ist entschlossen, die Ergebnisse dieser OECD Überprüfung zu nutzen, um die Umsetzung der Umweltziele weiter zu verbessern und zu beschleunigen sowie aktiv zur Zusammenarbeit auf OECD-Ebene und darüber hinaus beizutragen.

Grünes Wachstum stellt eine große Chance dar. Österreich verfügt über eine starke Industrie, hohe Innovationskraft und einen Umwelttechnologiesektor mit weltweit führenden Unternehmen in den Bereichen saubere Technologien, erneuerbare Energien, Kreislauflösungen und nachhaltige Finanzierung.

Es ist klar, dass weiterhin Herausforderungen bestehen und zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind, um die Klima-, Biodiversitäts- und Umweltziele zu erreichen. Österreich wird sich diesen Herausforderungen stellen und die Empfehlungen der OECD stellen hierfür eine wertvolle Grundlage dar.

Umweltländerbericht OECD

Ablauf der OECD-Länderprüfung in Österreich

  • Die Berichte werden in Form von sogenannten Peer-review Prozessen durchgeführt und bedürfen daher einer mehr als einjährigen Vorlaufzeit, bei der eine Vielzahl an politischen Stakeholdern (alle Ministerien, Sozialpartner), Zivilgesellschaft und wissenschaftliche Expertinnen und Experten involviert sind.
  • Offizieller Startschuss (Kick-off) für die Länderprüfung war ein Online Meeting zwischen der ehemaligen Direktorin Jo Tyndall und Bundesminister Norbert Totschnig am 27. Mai 2025. Zuvor wurden im bilateralen Austausch die Themen und der Ablauf grundsätzlich auf technischer Ebene festgelegt.
  • Von 15.-19. September 2025 fanden Gespräche zwischen den OECD-Team und österreichischen Stakeholdern in Wien statt.
  • Am 10. März 2026 fand die Sitzung der OECD-Länderprüfungsgruppe in Paris zur Annahme der Empfehlungen statt.
  • Die Veröffentlichung und das Launch Event des Berichtes gingen am 22. Mai 2026 in Wien, gemeinsam mit dem neuen Umwelt-Direktor der OECD, Jaime de Bourbon de Parme, über die Bühne.

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