Abfallwirtschaftspreis "Phönix" 2026
Am 25. März 2026 wurde der Abfallwirtschaftspreis „Phönix“ im Rahmen der Österreichischen Abfallwirtschaftstagung am Flughafen Wien-Schwechat zum 18. Mal verliehen. In Vertretung von Bundesminister Norbert Totschnig überreichte Sektionschef Christian Holzer die Auszeichnung.
Der Hauptpreis 2026 ging an den Gemeindeverband für Abfallwirtschaft und Abgabeneinhebung des Verwaltungsbezirks Hollabrunn. Das Projekt „Abfallverband Hollabrunn – Spielerisch zum Recycling“ überzeugte auch in der Kategorie „Kommunikation“. Die Initiative richtet sich gezielt an junge Menschen und vermittelt über eine digitale Schnitzeljagd sowie Lernvideos Wissen zur richtigen Entsorgung von Elektroschrott – insbesondere von Lithium-Ionen-Akkus, die bei falscher Entsorgung Brandgefahren verursachen können.
Rekordbeteiligung und erstmals Gesamtsieger
Der „Phönix“ wurde in den Kategorien „Innovation“, „Kommunikation“ und „Best Project“ vergeben. Eine Fachjury unter Vorsitz von Daniel Resch bewertete 71 eingereichte Projekte, so viele Einreichungen wie noch nie.
Erstmals wurde zusätzlich ein Gesamtsieger durch ein Online-Voting des Publikums bestimmt. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 10.500 Euro vergeben, davon 3.000 Euro für den Hauptpreis.
Die ausgezeichnete Projekte im Überblick
Innovation:
Der 1. Platz ging an Brantner green solutions für eine weltweit neuartige Anlage zur Rückgewinnung von Glas aus Müllverbrennungsrückständen. Damit kann Glas mit sehr hoher Reinheit wieder in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden.
Platz 2 erreichte die Montanuniversität Leoben mit einem Forschungsprojekt zum Recycling von Lithium-Ionen-Batterien, das hohe Rückgewinnungsraten für wertvolle Metalle ermöglicht.
Kommunikation:
Neben dem Siegerprojekt aus Hollabrunn wurde das Projekt „GewissensBISS – geerntet.gekauft.gekübelt.“ der Universität für Bodenkultur Wien mit Platz 2 ausgezeichnet. Die Wanderausstellung sensibilisiert für Lebensmittelabfälle und zeigt Wege zu deren Vermeidung auf.
Best Project:
Der 1. Platz ging an GzG Gipsrecycling GmbH für Österreichs erste Gips-zu-Gips-Recyclinganlage, die jährlich bis zu 60.000 Tonnen Gipsabfälle wiederverwertet.
Den 2. Platz belegte die Magistratsabteilung 28 der Stadt Wien mit Maßnahmen zur Ressourcenschonung im Straßenbau durch verstärkte Wiederverwendung von Materialien.
Beitrag zur Kreislaufwirtschaft
Mit dem „Phönix“ zeichnen das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft und der Österreichischer Wasser- und Abfallwirtschaftsverband innovative und praxisnahe Projekte aus. Ziel ist es, Bewusstsein für die Bedeutung der Abfallwirtschaft zu schaffen und ihre zentrale Rolle in der Kreislaufwirtschaft zu stärken.
Unterstützt wurde der „Phönix“ 2026 von der Altstoff Recycling Austria AG (ARA), der ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände, dem Fachverband Entsorgungs- und Ressourcenmanagement der WKO, der Kommunalkredit Public Consulting GmbH, den Ländern Niederösterreich, Oberösterreich und Steiermark, dem Österreichischen Städtebund, dem Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) und der VÖA – Vereinigung öffentlicher Abfallwirtschaftsbetriebe.