Ergebnisse der COP30 Klimakonferenz in Belém 2025

Konferenzzentrum in Belém
Foto: BMLUK / More

Die UN Klimakonferenz COP30 in Belém (10.-21. November 2025) ist mit einem umfassenden Maßnahmenpaket zu Ende gegangen. Dieser Artikel fasst die Ergebnisse zusammen.
 

Die zentralen Anliegen der Konferenz waren: 

  • die Stärkung der weltweiten Klimaschutzanstrengungen,
  • die Weiterentwicklung des Globalen Anpassungsziels,
  • die langfristige Sicherung der Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen sowie
  • der Ausbau internationaler Kooperationen, insbesondere in den Bereichen Technologie und Wissensaustausch.

Ergebnisse der COP30

  • Klimaschutz: Minimalkompromiss mit Bekenntnis zum 1,5-Grad-Ziel

Die Vertragsparteien bekräftigten ihre Verpflichtung, die Lücke zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels zu schließen. Auch wenn kein konkreter Ausstiegsplan aus fossilen Energieträgern beschlossen wurde, soll die neue „Belém-Mission zu 1,5 Grad“ die internationale Zusammenarbeit bei Klimazielen und Anpassungsstrategien stärken

  • Anpassungsfinanzierung: Signal für mehr Mittel ab 2035

Die COP30 knüpft an die Beschlüsse der COP29 an und ruft dazu auf, die globale Anpassungsfinanzierung ab 2035 zu verdreifachen. Dieses Ziel wird im Rahmen des 2024 vereinbarten neuen Klimafinanzierungsziels umgesetzt werden (Bereitstellung von jährlich mindestens USD 300 Mrd ab 2035 für Klimaschutz und Klimawandelanpassung). Damit senden die Staaten ein klares Signal für eine langfristige Unterstützung von Maßnahmen zur Stärkung von Resilienz und zur Verringerung klimabedingter Risiken.

  • Belém-Anpassungsindikatoren

Ein zentrales Ergebnis der COP30 ist die Einigung auf die Belém-Anpassungsindikatoren. Insgesamt 59 Indikatoren sollen künftig dazu beitragen, Fortschritte bei der Klimawandelanpassung transparenter, systematischer und vergleichbarer zu machen. Diese Indikatoren decken unter anderem die Bereiche Landwirtschaft und Ernährungssicherheit, Wasser und Ökosysteme, oder auch Information und Wissenszugang ab.

Die Indikatoren sollen bis zur COP32 in Äthiopien weiter ausgearbeitet werden und künftig als Orientierung dienen, um Fortschritte sichtbar zu machen und zusätzlichen Handlungsbedarf zu identifizieren.

  • Gerechter Übergang (Just Transition)

Die Vertragsparteien bekräftigten, dass der Übergang zu einer klimafreundlichen Wirtschaft sozial gerecht gestaltet werden muss. Ein neuer Mechanismus soll den Aufbau von Wissen fördern, den Austausch von Erfahrungen ermöglichen und die internationale Zusammenarbeit stärken.

Die weiteren Rahmenbedingungen dieses Mechanismus müssen bis zur COP 31 ausverhandelt werden.

  • Technologie

Das Technologie-Umsetzungsprogramm wurde weiter konkretisiert. Ziel ist es, insbesondere Ländern des Globalen Südens beim Einsatz klimafreundlicher und klimaresilienter Technologien zu unterstützen, etwa in den Bereichen Frühwarnsysteme, Wasserwirtschaft, Infrastruktur und emissionsarme Energieversorgung.

Ausblick

  • Die brasilianische COP-Präsidentschaft kündigte an, in den kommenden Monaten Fahrpläne zum Ausstieg aus fossilen Energieträgern sowie zur Vermeidung von Entwaldung vorzulegen.
  • Die nächste UN-Klimakonferenz wird im November 2026 in Antalya ausgerichtet. Damit übernimmt die Türkei die Rolle des Gastgeberlandes der COP31. Australien, das sich ebenfalls um die Ausrichtung der Konferenz beworben hatte, wird den Vorsitz der Verhandlungen übernehmen.