Am Weg zur nationalen Klimaneutralität wird die Vermeidung von Treibhausgasemissionen klar priorisiert. Sämtliche Sektoren müssen ihre Emissionen so weit wie möglich reduzieren, sei es durch den Verzicht des Einsatzes fossiler Energieträger, verbesserte Energieeffizienz oder den Umstieg auf nachhaltige erneuerbare Energieträger.
Die Carbon Management Strategie beinhaltet eine Analyse der bestehenden Rahmenbedingungen, notwendige Reformschritte und einen Aktionsplan für den klimapolitischen Umgang mit schwer bzw. nicht vermeidbaren Restemissionen in Österreich.
Die EU schuf einen freiwilligen Unionsrahmen für die Zertifizierung dauerhafter CO2-Entnahmen, kohlenstoffspeichernder Landbewirtschaftung (Carbon Farming) und der CO2-Speicherung in Produkten. Dies soll Anreize für hochwertige CO2-Entnahmen und hochwertige Verringerung von Bodenemissionen in allen Branchen schaffen.
AIT, AGGM, die Montanuniversität Leoben und Frontier Economics wurden beauftragt, CO₂-Punktquellen und -Senken in und um Österreich geografisch und mengenmäßig zu erfassen, Transportpfade zu planen, eine Wirtschaftlichkeitsanalyse durchzuführen, internationale Aktivitäten zu vergleichen und daraus konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Nach geltender unionsrechtlicher und österreichischer Rechtslage ist der grenzüberschreitende CO2-Transport zur geologischen Speicherung unter dem Meeresgrund aus Österreich in andere Vertragsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums zulässig. Damit erfüllt Österreich die rechtlichen Verpflichtungen aus völkerrechtlichen Verträgen und dem Unionsrecht.