Klima Desinformation

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Der Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit, doch die öffentliche Debatte darüber wird stark von Desinformation beeinflusst.

Klima-Desinformation: Wie gezielte Desinformation den Klimadiskurs prägt

Der Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit, doch die öffentliche Debatte darüber wird stark von Desinformation beeinflusst. In der Europäischen Union betreffen laut dem European Digital Media Observatory rund 5 bis 15 Prozent aller Online-Falschinformationen das Thema Klima. Damit zählt der Klimawandel neben dem Angriffskrieg auf die Ukraine zu den zentralen Zielscheiben irreführender Inhalte. Fehl- und Desinformation gehören laut Global Risk Report 2025 zu den größten Risiken unserer Zeit.

Verbreitet werden diese Inhalte vor allem über soziale Medien. Dort erreichen emotionale und polarisierende Beiträge oft deutlich mehr Menschen als sachliche Informationen und genau das wird gezielt ausgenutzt. Nicht nur Plattformen spielen eine Rolle, auch klassische Medien können Desinformation verstärken, wenn sie falsche Aussagen ungeprüft weitergeben.

Wer von Klima-Desinformation profitiert

Hinter vielen dieser Inhalte stehen einflussreiche Akteure. Studien zeigen, dass nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Unternehmen und politische, beziehungsweise extremistische Gruppen aus dem In- und Ausland gezielt Botschaften verbreiten, die Zweifel am menschengemachten Klimawandel wecken. Ihr Ziel ist es, einen gemeinsamen gesellschaftlichen Konsens über wissenschaftliche Fakten und notwendige Maßnahmen zu erschweren. Die Strategien dahinter sind oft ähnlich. Wiederkehrende Narrative stellen den Klimawandel grundsätzlich infrage oder relativieren seinen menschlichen Ursprung. Andere behaupten, Medien würden das Thema übertreiben oder Panik erzeugen. Auch Klimaschutzmaßnahmen wie erneuerbare Energien oder Elektromobilität werden häufig als wirkungslos oder schädlich dargestellt. Gleichzeitig wird gezielt versucht, Wissenschaftler:innen, Forschungseinrichtungen oder Klimaaktivismus als unglaubwürdig darzustellen.

Folgen von Klima-Desinformation in Österreich

Die Folgen sind sichtbar. Desinformation kann dazu führen, dass Menschen die tatsächliche Unterstützung für Klimaschutzmaßnahmen unterschätzen. Eine laute Minderheit erzeugt den Eindruck, politische Maßnahmen seien gesellschaftlich nicht durchsetzbar - selbst dann, wenn sie in Wirklichkeit breite Zustimmung finden könnten. In der Praxis kann das die Umsetzung wichtiger Projekte verzögern, etwa beim Ausbau erneuerbarer Energien. Gleichzeitig trägt Desinformation dazu bei, Vertrauen in Medien, Wissenschaft und Institutionen zu untergraben.

BMLUK fördert qualitätsgesicherte Informationen

Als Reaktion auf diese Entwicklung werden auf internationaler Ebene verstärkt Gegenmaßnahmen gesetzt. Österreich hat auf der Weltklimakonferenz COP 30 in Belém 2025 die Initiative „Initiative for Information Integrity on Climate Change“ unterzeichnet. Die Initiative wurde von der brasilianischen Regierung gemeinsam mit den Vereinten Nationen und der UNESCO ins Leben gerufen. Sie zielt darauf ab, die Qualität von Klimainformationen weltweit zu stärken und Desinformation wirksam entgegenzutreten. Gemeinsam setzen die unterzeichnenden Staaten, wie etwa Kanada, Deutschland, oder Peru setzen damit ein klares Signal für verlässliche, wissenschaftsbasierte Informationen.

Österreich setzt auch national entsprechende Maßnahmen. Dazu zählen qualitätsgesicherte Informationsangebote sowie Initiativen für eine verlässliche Klimakommunikation. Sie sollen wissenschaftliche Erkenntnisse und Handlungswissen verständlich vermitteln und das Vertrauen in faktenbasierte Informationen stärken. Norbert Totschnig betont, dass wirksamer Klima- und Umweltschutz voraussetzt, dass die Bevölkerung Zugang zu verlässlichen Informationen hat und die Hintergründe sowie Auswirkungen von Maßnahmen nachvollziehen kann.

Weiterführende Informationen sowie Faktenchecks finden Sie in den untenstehenden Downloadlinks:
 

Klimaaktiv.at

Klimafonds Faktenchecks

Bundeskanzleramt: Kampf gegen Desinformation